1946
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[Bearbeiten] Überblick
Das erste Jahr nach dem Kriegsende steht noch weitgehend unter dem Eindruck der gemeinsamen Schaffung einer Nachkriegsordnung für die Welt durch die Siegerkoalition der vier Alliierten. Deutlichster Ausdruck hierfür sind die Vereinten Nationen, deren Vollversammlung und Sicherheitsrat zu Beginn des Jahres ihre Arbeit aufnehmen. In Deutschland erreicht die im Potsdamer Abkommen vereinbarte Entnazifizierung ihren ersten Höhepunkt im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher, der mit mehreren Todesurteilen und einer Reihe von Haftstrafen für die Größen des NS-Staates endet.
Erste aufkommende Differenzen zwischen Stalin und den West-Alliierten werden in aller Regel als wenig gravierend und überbrückbar angesehen; im Nürnberger Prozess etwa waren von den Sowjets deutlich höhere Strafen gefordert worden, die angloamerikanische Auffassung von einem möglichst fairen Verfahren hatte sich jedoch durchgesetzt; auch das erste sowjetische Veto im UN-Sicherheitsrat (dem später weit über 100 folgen sollten) betraf mit dem Abzug Frankreichs und Großbritanniens aus dem Libanon und Syrien eher eine Randfrage. In anderen Fragen wie der Behandlung des italienischen Kolonialbesitzes, der Wiederherstellung der Republik Österreichs und der Tokioter Kriegsverbrecherprozesse demonstrierte man dagegen weitgehend Einigkeit. Bedeutsamer war dann schon die Uneinigkeit, die sich in der Frage einer möglichen deutschen Zentralregierung und einer Wirtschaftsordnung für Deutschland ergab; diese Fragen wurden daher zunächst auf später vertagt. Die US-Regierung unter Harry S. Truman vertraute auf ihre starke Position als alleinige Atommacht, die sie mit ersten Atombombentests im Pazifik zur Schau stellte, und die britische Labour-Regierung von Attlee, die innenpolitisch auf die Nationalisierung der Schlüsselindustrien und des Gesundheitswesens setzte, übte sich in betonter Abkehr von der Kriegsrhetorik Churchills, der jedoch selbst vor der künftigen Gefahr warnte, die von der Sowjetunion vor allem in Europa ausgehe, die hinter dem von ihr errichteten Eisernen Vorhang, der sich zwischen Stettin und Triest über Europa gesenkt habe, ein System totalitärer Polizeistaaten etablieren würde. Churchills Stimme blieb aber zu diesem Zeitpunkt noch eher eine Minderheitenposition und Stalin kanzelte dessen Kritik denn auch als gefährliche Kriegstreiberei ab.
Zunächst stand auch die Beseitigung der unmittelbaren Not der Menschen im Vordergrund. Die Lebensmittelversorgung erreichte weltweit einen kritischen Tiefpunkt; in Deutschland kam es zu Hungerstreiks von Arbeitern, die Tagesrationen von 1500 Kalorien und weniger am Tag erhalten und häufig von Tuberkulose befallen sind, worauf die Alliierten darauf hinweisen, dass auch in Großbritannien das Brot rationiert werden müsse und es in Indien zu regelrechten Hungerkatastrophen komme. Die Bevölkerung behilft sich unterdessen mit Kohlenklau und Geschäften auf dem Schwarzmarkt, wo amerikanische Zigaretten sich zu einer Art Schattenwährung entwickeln. Die Demontagepolitik vor allem der Sowjetunion trägt zu einer Verlangsamung des Wiederaufbaus bei, immerhin aber sind bald die wichtigsten Verkehrswege wie etwa die Brücken über den Rhein wiederhergestellt.
In anderen Staaten Europas steht die Wiederherstellung einer verfassungsmäßigen Ordnung im Vordergrund. So wird in Frankreich die Vierte Republik etabliert, gegen den Willen von Charles de Gaulle, der die schwache Stellung des Staatspräsidenten kritisiert. Italien entscheidet sich mit knapper Mehrheit für die Einführung der Republik, sodass der letzte König, Umberto II., der nach Abdankung seines Vaters Viktor Emanuel III. gerade einmal einen Monat regierte, nun selbst zurücktreten muss. Das spanische Franco-Regime sieht sich angesichts der allgemeinen antifaschistischen Weltmeinung einer internationalen Isolierung ausgesetzt, ohne dass diese dessen Bestand gefährden könnte. Im Osten Europas erklären sich die Staaten zu Volksrepubliken. Wo zuvor Monarchien bestanden, wie in Rumänien, Bulgarien oder Albanien, sehen sich die Könige zur Abdankung gezwungen. Zugleich sorgen Sondergerichte für die Aburteilung von Politikern und Militärs, die sich an der Seite der Deutschen Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben.
In den Kolonialgebieten der europäischen Mächte zeigen sich unterdessen erste deutliche Regungen von Unabhängigkeitsbestrebungen. In Britisch-Indien steuert die Kolonialmacht auf die Entlassung des Subkontinents in die Unabhängigkeit zu, was allerdings zunächst noch durch zum Teil blutige Auseinandersetzungen zwischen Hindus und Moslems verzögert wird. Ho Chi Minh in Vietnam und Sukarno in Indonesien werden durch ihren Widerstand gegen die französische bzw. niederländische Kolonialherrschaft zu Vorreitern der Emanzipation der Dritten Welt. In Afrika zeigt unterdessen die Tatsache, dass im Parlament der Kolonie Goldküste nun mehrheitlich Schwarzafrikaner vertreten sind, symptomatisch auch hier den allmählichen Wandel an.
[Bearbeiten] Ereignisse
[Bearbeiten] Politik und Weltgeschehen
- 1. Januar: Karl Kobelt wird Bundespräsident der Schweiz.
- 1. Januar: Der neuerbaute Flughafen Heathrow in der Nähe von London wird eröffnet.
- 1. Januar: Die letzten US-amerikanischen Besatzungstruppen werden aus dem Iran abgezogen.
- 1. Januar: Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Indien, Großbritannien und Thailand in Bangkok.
- 2. Januar: König Zogu legt sein Amt als Staatsoberhaupt Albaniens nieder.
- 5. Januar: In Nürnberg beginnt vor einem US-Militärgerichtshof der Prozess gegen 23 ehemalige KZ-Ärzte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
- 6. Januar: Bei Wahlen im Norden Vietnams erringt Ho Chi Minh einen Sieg.
- 7. Januar: Die Alliierten erkennen Österreich als Staat in den Grenzen von 1937 an.
- 10. Januar: Im Chinesischen Bürgerkrieg wird zwischen den kommunistischen und den nationalchinesischen Truppen ein Waffenstillstand vereinbart.
- 10. Januar: Eröffnung der ersten UN-Vollversammlung durch Paul-Henri Spaak.
- 11. Januar: Abschaffung der Monarchie, Proklamation der Volksrepublik Albanien durch Enver Hoxha.
- 17. Januar: Der UN-Sicherheitsrat hält seine erste Sitzung ab.
- 20. Januar: Charles de Gaulle tritt als Vorsitzender der provisorischen Regierung Frankreichs zurück; an seine Stelle tritt am 23. Januar Félix Gouin.
- 21. Januar: Der sowjetische Diplomat Andrej Gromyko wirft den Briten, die in Griechenland und Indonesien Truppen stationiert haben, die Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieser Länder vor.
- 21. Januar: In Hessen finden Kommunalwahlen statt; dies sind die ersten freien Wahlen auf deutschem Boden seit 1933. Am 29. Januar folgen Gemeinderatswahlen in Bayern und Württemberg-Baden.
- 22. Januar: Gründung der Republik Kurdistan in Mahabad.
- 23. Januar: Die Bayerische Heimat- u. Königspartei (BHKP) wird von der US-Militärregierung in Bayern zugelassen.
- 30. Januar: Durch das Kontrollratsgesetz Nr. 11 wird das Strafgesetzbuch in Deutschland umfangreich novelliert.
- 31. Januar: Jugoslawien erhält eine neue Verfassung nach sowjetischem Vorbild. Die Föderative Volksrepublik Jugoslawien besteht aus den sechs Teilrepubliken Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Mazedonien, Montenegro, Serbien und Slowenien.
- 1. Februar: Amtsantritt von Trygve Lie als erster Generalsekretär der Vereinten Nationen.
- 1. Februar: Proklamation der Republik Ungarn. Staatspräsident wird Zoltán Tildy.
- 7. Februar: In einer ersten Stufe der Bodenreform werden in der Sowjetischen Besatzungszone 53.000 landwirtschaftliche Betriebe mit 2,6 Mio. ha an Neubauern aufgeteilt.
- 15. Februar: Die britische Militärregierung gründet einen deutschen Zonenbeirat zu ihrer Beratung.
- 15. Februar: Nachdem der sowjetische Militärattaché in Kanada, Iwor Gusenko, den kanadischen Behörden eine Liste mit 1.700 der Spionage verdächtigen Personen übergeben hat, werden 23 von ihnen, darunter Angestellte des kanadischen Atomforschungsprogramms, verhaftet.
- 16. Februar: Erstmals legt die Sowjetunion in einer Debatte im UN-Sicherheitsrat ein Veto ein. Großbritannien und Frankreich hatten vor, einen Zeitplan für ihren Abzug aus dem Libanon und Syrien vorzulegen, Andrei Januarjewitsch Wyschinski besteht jedoch auf dem sofortigen Abzug.
- 17. Februar: In den USA wird der Streik der Stahlarbeiter beendet. Die Arbeiter von General Electric und General Motors setzen ihren Streik bis zum 13. März fort.
- 21. Februar: Erzbischof Joseph Frings, Bischof Clemens August Graf von Galen und Bischof Konrad Graf von Preysing werden in Rom vom Papst zu Kardinälen ernannt.
- 21. Februar: Ein finnisches Sondergericht verurteilt mehrere frühere Regierungsmitglieder (darunter Ex-Präsident Risto Ryti und Ex-Ministerpräsident Johan Wilhelm Rangell) zu Haftstrafen wegen des Kriegseintritts Finnlands an der Seite Deutschlands im Jahre 1941.
- 21. Februar: Die erste Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit erscheint.
- 24. Februar: Juan Peron wird zum Staatspräsidenten von Argentinien gewählt.
- 26. Februar: Die CDU der britischen Zone wählt Konrad Adenauer zu ihrem Vorsitzenden.
- 2. März: Gründung der Deutschen Konservativen Partei – Deutschen Rechtspartei (DKP-DRP) als Fusion der Deutschen Aufbau-Partei und der Deutschen Konservativen Partei.
- 5. März: In einer Rede vor dem Westminster College in Fulton (Missouri) warnt Winston Churchill vor der zunehmenden Macht der Sowjetunion in Europa. Er verwendet dabei den Begriff des Eisernen Vorhangs, der durch die Fultoner Rede popularisiert wird.
- 5. März: Die Ministerpräsidenten der drei Länder der amerikanischen Zone unterzeichnen im Münchner Rathaussaal das "Gesetz zur Befreiung von Nationalsozialismus und Militarismus". Es bildet die Grundlage für die wenige Wochen später einsetzende Entnazifizierung.
- 6. März: Die neue Verfassung Japans wird verkündet.
- 5. März: Ho Chi Minh vereinbart mit der französischen Kolonialmacht ein Abkommen, das Vietnam Autonomie innerhalb der Union Française zugesteht.
- 7. März: In der sowjetischen Besatzungszone wird die FDJ als kommunistische Jugendorganisation gegründet.
- 9. März: Juho Kusti Paasikivi wird nach dem Rücktritt Gustaf Mannerheims vom 4. März neuer Staatspräsident Finnlands; er verfolgt eine Politik des Ausgleichs mit der Sowjetunion.
- 10. März: Großbritannien beginnt mit dem Rückzug seiner Truppen aus dem Libanon.
- 16. März: Bornholm, das am 11. Mai 1945 von der Roten Armee besetzt wurde, wird von der Sowjetunion wieder geräumt und dänischer Kontrolle zurückgegeben.
- 18. März: Die Weltbank beginnt mit ihrer Tätigkeit.
- 19. März: Die Schweiz und die Sowjetunion nehmen nach 22 Jahren wieder diplomatische Beziehungen auf.
- 19. März: In der Sowjetunion wird Nikolai Michailowitsch Schwernik Nachfolger von Michail Iwanowitsch Kalinin im Amt des Staatspräsidenten.
- 29. März: Im Parlament der britischen Kolonie Goldküste ergibt sich erstmals eine Mehrheit von schwarzafrikanischen Abgeordneten.
- 1. April: In den USA treten die Bergarbeiter in den Streik, der 45 Tage andauert.
- 9. April: Neugründung der Technischen Hochschule Berlin als Technische Universität Berlin.
- 10. April: In Japan finden Parlamentswahlen statt; erstmals sind auch Frauen wahlberechtigt.
- 10. April: Im Alliierten Kontrollrat findet ein Wechsel des sowjetischen Vertreters statt: Wassili Danilowitsch Sokolowski löst Georgi Konstantinowitsch Schukow ab.
- 18. April: Auf seiner letzten Sitzung in Genf löst sich der Völkerbund selbst auf; seine Befugnisse gehen an die Vereinten Nationen über.
- 21. April bis 22. April: Die KPD und die SPD vereinbaren in Ost-Berlin den Zusammenschluss zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Da eine Befragung der Sozialdemokraten in West-Berlin eine Mehrheit gegen einen Zusammenschluss ergeben hat und sich auch die SPD-Führung in den West-Zonen gegen eine Verschmelzung ausspricht, bleibt der Wirkungsbereich der SED auf Ost-Berlin und die sowjetische Zone begrenzt.
- 25. April: In Paris kommen die Außenminister der vier Siegermächte zu einer Konferenz zusammen. Da zunächst zahlreiche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Westalliierten und der Sowjetunion auftreten, wird die Konferenz auf den 15. Juni vertagt.
- 29. April: Beginn der Tokioter Prozesse gegen Führungskräfte der japanischen Armee.
- 6. Mai: Camille Gutt, Belgien, wird erster Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF).
- 9. Mai: Viktor Emanuel III. tritt als König von Italien zurück; Nachfolger wird sein Sohn Umberto II.
- 9. Mai: In Hannover findet ein dreitägiger Parteitag der SPD mit 500 Delegierten aus den Westzonen statt. Kurt Schumacher wird zum Vorsitzenden gewählt, die Vereinigung von SPD und KPD zur SED in der Sowjetischen Zone wird verurteilt.
- 10. Mai: Jawaharlal Nehru wird zum Vorsitzenden der indischen Kongresspartei gewählt.
- 12. Mai: In den Niederlanden wird bei der Parlamentswahl die Katholische Volkspartei mit 32 Sitzen stärkste Kraft vor der Arbeiterpartei (29). Regierungschef wird Louis Beel.
- 13. Mai: Ein US-Militärgericht verurteilt 58 Aufseher des KZs Mauthausen zum Tode.
- 13. Mai: Mit Befehl Nr. 4 der Alliierten Militärregierung wird die Zerstörung aller NS-Denkmale in Deutschland bis zum 1. Januar 1947 angeordnet.
- 15. Mai: Sizilien wird Autonome Region innerhalb Italiens.
- 16. Mai: In Dachau beginnt der Malmedy-Prozess gegen deutsche Kriegsverbrecher.
- 22. Mai: Großbritannien entlässt Jordanien in die Unabhängigkeit
- 25. Mai: Unabhängigkeit Jordaniens. Emir Abdallah nimmt den Königstitel an.
- 26. Mai: Bei den Parlamentswahlen in der Tschechoslowakei wird die KP mit 38 Prozent stärkste Partei.
- 1. Juni: In Rumänien wird Ion Antonescu, der das Land im Zweiten Weltkrieg als „Conducator“ und Verbündeter Deutschlands führte, nach Aburteilung durch ein Volksgericht hingerichtet.
- 2. Juni: In Italien wird ein Referendum über die künftige Staatsform abgehalten. Als sich eine Mehrheit gegen die Monarchie und für die Republik abzeichnet, geht Umberto II. ins Exil. Er hatte erst seit dem 9. Mai als italienischer König amtiert, nachdem sein Vater Viktor Emanuel III. abgedankt hatte. Alcide de Gasperi nimmt provisorisch die Aufgaben des Staatsoberhauptes bis zur Wahl eines Präsidenten wahr.
- 8. Juni: Sukarno ruft die Indonesier zum Widerstand gegen die niederländische Kolonialmacht auf.
- 9. Juni: Thailand. König Bhumibol Adulyadej wird Staatsoberhaupt.
- 15. Juni: In Paris beginnt die zweite Runde der Außenministerkonferenz der Siegermächte. Während über die bislang italienischen Besitzungen Libyen und Dodekanes Einigkeit erzielt wird, wird die Frage der Bildung einer künftigen deutschen Zentralregierung vertagt.
- 16. Juni: Der Versuch Archibald Wavells, in Britisch-Indien eine 14-köpfige, paritätisch mit Hindus und Moslem besetzte Übergangsregierung zu installieren, scheitert am Widerstand der Kongresspartei.
- 18. Juni: Proklamation der Republik Italien.
- 24. Juni: Georges Bidault wird Ministerpräsident der zweiten Verfassungsgebenden Versammlung in Frankreich.
- 25. Juni: US-Militärgouverneur Lucius D. Clay ordnet für seine Besatzungszone den Stopp der Demontagen an, solange die Frage nicht geklärt sei, ob Deutschland als wirtschaftliche Einheit behandelt werde.
- 28. Juni: Enrico de Nicole wird zum ersten Staatspräsidenten Italiens gewählt.
- 30. Juni: In einem Referendum sprechen sich 78 Prozent der Einwohner Sachsens für die Enteignung der Großbetriebe von Nationalsozialisten aus.
- 1. Juli: Der Zusammenschluss der Besatzungszonen der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland auf Vorschlag der USA wird durch Frankreich und die Sowjetunion verhindert.
- 4. Juli: Pogrom von Kielce: In der polnischen Stadt Kielce werden über 40 Juden von der Bevölkerung getötet.
- 4. Juli: Die Philippinen erlangen die Unabhängigkeit.
- 15. Juli: US-Präsident Truman gewährt Großbritannien einen Kredit in Höhe von 3,5 Mrd. Dollar.
- 16. Juli: Im Malmedy-Prozess wird über 43 SS-Angehörige, die während der Ardennen-Offensive US-amerikanische Gefangene erschießen ließen, die Todesstrafe verhängt.
- 17. Juli: In Berlin gibt die britische Militärregierung die beabsichtigte Zusammenlegung der nördlichen Rheinprovinz mit der Provinz Westfalen bekannt. Hauptstadt des neuen Landes Nordrhein-Westfalen wird Düsseldorf.
- 22. Juli: Das King David Hotel in Jerusalem wird von jüdischen Terroristen der Irgun teilweise in die Luft gesprengt. 91 Zivilisten (darunter 16 britische Staatsangehörige) kommen ums Leben.
- 29. Juli: Beginn der Pariser Friedenskonferenz.
- 2. August: Camille Huysmans wird Regierungschef in Belgien an der Spitze eines sozial-liberalen Kabinetts.
- 7. August: Die Sowjetunion fordert eine Beteiligung an der Kontrolle der Schifffahrt durch die Dardanellen. Die Westmächte weisen dies mit Hinweis auf die Konvention von Montreux von 1936 zurück.
- 12. August: Großbritannien verfügt einen Einwanderungsstopp für Palästina.
- 14. August: Bei Kaifeng startet die Volksbefreiungsarmee Maos eine erfolgreiche Offensive gegen nationalchinesische Truppen.
- 16. August: Die Kurdische Demokratische Partei KDP (kurdisch: Partiya Demokrat a Kurdistanê - PDK) wird von Vertretern der kurdischen Intelligenz und dem städtischen Kleinbürgertum gegründet. Molla Mustafa Barzani wird, trotz Abwesenheit, zum Vorsitzenden gewählt.
- 19. August: Bei Kämpfen zwischen Hindus und Moslems in Kalkutta kommen 3.000 Menschen ums Leben.
- 23. August: Die britische Militärregierung löst die preußischen Provinzen in ihrer Besatzungszone auf und gründet die Länder Nordrhein-Westfalen, Hannover und Schleswig-Holstein.
- 24. August: Der britische Gouverneur Archibald Wavell ernennt Jawaharlal Nehru zum Vorsitzenden der geschäftsführenden indischen Regierung.
- 30. August: In der französischen Besatzungszone wird das Land Rheinland-Pfalz gebildet.
- 1. September: Frankreich stimmt gegen die politische Einheit der zukünftigen Bundesrepublik Deutschland in den drei westlichen Besatzungszonen.
- 1. September: In einem Referendum sprechen sich die Griechen für die Rückkehr von Georg II. aus.
- 3. September: Beginn des Dingtao-Feldzugs im Chinesischen Bürgerkrieg. Den kommunistischen Truppen gelingt ein taktischer Sieg in der Gegend um Xuzhou.
- 4. September: In Bombay kommt es zu Straßenschlachten zwischen Moslems und Hindus, die über 100 Tote fordern.
- 5. September: Die Militärgouverneure der britischen und der US-amerikanischen Zone, Brian Hubert Robertson und Lucius D. Clay, beschließen die Schaffung vereinigter Zentralstellen für eine Bizone.
- 6. September: Der amerikanische Außenminister James F. Byrnes verkündet in seiner Stuttgarter Rede, dass er die Wirtschaft der Besatzungszonen im besetzten Deutschland vereinen will. Nur Großbritannien erklärt sich dazu bereit.
- 8. September: Bulgarien wird nach einem entsprechenden Referendum zur Volksrepublik erklärt. Der junge Zar Simeon II. geht ins Exil.
- 12. September: Volksabstimmung auf den Färöern über die Loslösung des Landes vom Königreich Dänemark. Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung ist dafür. Am 18. September wird dort die Unabhängigkeit ausgerufen, doch am 20. September von Dänemark annulliert.
- 12. September: Der US-Handelsminister Henry Agard Wallace warnt vor einer Politik, die zum Krieg mit der Sowjetunion führen könne. Er wird wenig später von Truman entlassen und durch Averell Harriman abgelöst.
- 13. September: Personen deutscher Nationalität werden in Polen durch ein Bierut-Dekret aus der polnischen Volksgemeinschaft ausgeschlossen.
- 15. September: In der französischen und der britischen Zone finden die ersten Kommunalwahlen nach dem Krieg statt.
- 20. September: Die USA ziehen ihre Truppen aus Island ab.
- 28. September: König Georg II. kehrt nach Griechenland zurück.
- 30. September und 1. Oktober: Verkündung der Urteile im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Es ergehen 12 Todesurteile, 7 Haftstrafen und 3 Freisprüche. Hermann Göring begeht vor Vollstreckung seiner Todesstrafe Selbstmord.
- 4. Oktober: US-Präsident Truman appelliert an den britischen Premier Clement Attlee, die jüdische Einwanderung nach Palästina wieder zuzulassen.
- 8. Oktober: Die Kuomintang verlängert die Amtszeit von Chiang Kai-shek um 3 Jahre.
- 12. Oktober: Die Kontrollratsdirektive Nr. 38 zielt auf die Verhaftung und Bestrafung von Kriegsverbrechern, Nationalsozialisten und Militaristen sowie die Internierung, Kontrolle und Überwachung von möglicherweise gefährlichen Deutschen.
- 13. Oktober: In Frankreich wird die Verfassung für die Vierte Republik angenommen.
- 13. Oktober: Thailand erklärt sich zur Rückgabe von Territorien bereit, die es 1940 von Französisch-Indochina annektiert hatte.
- 16. Oktober: Vollstreckung der Todesurteile der Nürnberger Prozesse.
- 20. Oktober: Letzte freie Wahlen in der sowjetischen Besatzungszone.
- 26. Oktober: In der britischen Besatzungszone wird aus dem bisherigen Ländern Hannover, Oldenburg und Braunschweig das Land Niedersachsen gebildet. Erster Ministerpräsident wird Hinrich Wilhelm Kopf (SPD).
- 27. Oktober: Bei den Parlamentswahlen in Bulgarien siegt die kommunistisch dominierte Vaterländische Front. Sie erhält 364 Mandate, die Opposition 101.
- 28. Oktober: In der Gaststätte Straubinger Hof in München wird die Bayernpartei gegründet, erster Vorsitzender wird Ludwig Max Lallinger.
- 31. Oktober: Die zionistische Terrororganisation Irgun verübt einen Bombenanschlag auf die britische Botschaft in Rom.
- 3. November: Die neue japanische Verfassung, die am 3. Mai 1947 in Kraft tritt, wird verkündet
- 4. November: Gründung der UNESCO durch die Gründungsstaaten: Australien, Brasilien, Republik China, Dänemark, Dominikanische Republik, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Kanada, Libanon, Mexiko, Neuseeland, Norwegen, Saudi-Arabien, Südafrika, Türkei und USA. Im gleichen Jahr werden auch Polen, Bolivien, Syrien, Haiti, Schweden, Island, Afghanistan, Peru, die Philippinen und Belgien Mitglied der UNESCO.
- 4. November: In den USA finden Kongress- und Gouverneurswahlen statt. Wahlsieger sind die Republikaner.
- 8. November: In Haiphong in Nord-Vietnam kommt es zu heftigen Zusammenstößen zwischen Vietminh und französischen Kolonialtruppen. Der Beschuss durch ein französisches Kriegsschiff fordert mehrere tausend Tote.
- 16. November: Die SED legt einen ersten Verfassungsentwurf für die „demokratische deutsche Republik“ vor.
- 19. November: Bei den Parlamentswahlen in Rumänien erhält die KP nach offiziellen Angaben 79,86 Prozent der Stimmen. Beobachter sprechen von massiver Wählerbeeinflussung und Wahlfälschung.
- 21. November: Der Kommunist Georgi Dimitrow wird zum ersten Ministerpräsidenten von Bulgarien gewählt.
- 23. November: Arabische Extremisten erschießen den Arabischen Hochkommissar für Palästina, Fauzi Husseini.
- 24. November: In Württemberg-Baden finden die ersten Landtagswahlen statt: Die CDU erhält 39 Sitze vor der SPD mit 32, der DVP mit 19 und der KPD mit 10 Sitzen.
- 27. November: Der indische Politiker Jawaharlal Nehru appelliert an die Supermächte, einem Verbot von Atomtests zuzustimmen.
- 28. November: Georges Bidault tritt als französischer Regierungschef zurück.
- 1. Dezember: Inkrafttreten der Hessischen Verfassung (erste Nachkriegsverfassung Deutschlands) durch Volksentscheid. Zugleich finden Landtagswahlen statt: Die SPD wird mit 38 Mandaten stärkste Kraft vor der CDU (28) und der LDP (14).
- 2. Dezember: Gründung der Internationalen Walfangkommission (IWC).
- 2. Dezember: Volksabstimmung über die Bayerische Verfassung und Landtagswahl in Bayern. Die Verfassung wird angenommen und tritt am 9. Dezember in Kraft - bei der Landtagswahl erzielt die CSU eine absolute Mehrheit, bildet jedoch eine Koalition mit SPD und WAV. Die FDP wird einzige Oppositionspartei.
- 5. Dezember: New York wird zum ständigen Sitz der UNO bestimmt.
- 6. Dezember: Willard Frank Libby stellt eine Atomuhr auf der Basis von Cäsium-Atomen vor.
- 9. Dezember: Beginn des Nürnberger Ärzteprozesses; der Erste Amerikanische Militärgerichtshof verurteilt schließlich sieben der 23 Angeklagten zum Tode und weitere neun zu langen Freiheitsstrafen.
- 11. Dezember: Die erste Ausgabe der Programmzeitschrift Hörzu erscheint.
- 11. Dezember: Die UNO schließt das spanische Franco-Regime von der Mitarbeit in seinen Institutionen aus.
- 13. Dezember: Thomas Mann wird wiedereingesetzt in die Ehrendoktorwürde, die ihm 1919 von der Universität Bonn verliehen wurde.
- 14. Dezember: Der Vorschlag Südafrika, das Mandatsgebiet Südwestafrika (Namibia) zu annektieren, wird von der UNO abgelehnt.
- 15. Dezember: Thailand wird 55. Mitglied der UNO.
- 18. Dezember: Deutsche Vertreter der Wirtschaftsverwaltung in der SBZ vereinbaren in Minden mit der Zentralverwaltung für Wirtschaft einen Warenaustausch für 1947 in Höhe von 210 Mio. RM. Deutschen Geschäftsleuten wird der Handel mit dem Ausland gestattet.
- 18. Dezember: Léon Blum wird Regierungschef des ersten Kabinetts der Vierten Republik; er steht einer sozialistischen Regierung vor.
- 19. Dezember: Die französischen Kolonialbehörden verhängen das Kriegsrecht über Vietnam nachdem Vietminh-Milizen das Elektrizitätswerk von Hanoi in die Luft gesprengt haben. Damit beginnt der erste Indochinakrieg.
- 22. Dezember: Frankreich richtet zwischen dem Saarland und der französischen Besatzungszone in Deutschland eine Zollgrenze ein. Der US-Militärgouverneur Lucius D. Clay erhebt gegen die Maßnahme Einspruch, sie wird jedoch vom Rat der Außenminister in New York gebilligt.
- 31. Dezember: Joseph Kardinal Frings hält seine berühmte Silvesterpredigt in Köln-Riehl.
- 31. Dezember: Juan Perón wird Staatspräsident Argentiniens, seine Frau Eva Perón First Lady.
- Max Brauer (SPD) wird in einer Koalition mit der FDP Erster Bürgermeister von Hamburg.
[Bearbeiten] Wirtschaft
- 1. Januar: Die Magirus-Werke erhalten von den Besatzungsmächten die Erlaubnis zur Wiederaufnahme der LKW-Produktion.
- 1. Januar: Die Bank von Frankreich wird verstaatlicht, die bisherigen Aktionäre abgefunden.
- 8. Januar: Die Braunschweiger Zeitung erscheint erstmals als Lizenzzeitung in der britischen Besatzungszone.
- 1. März: Die Bank von England wird verstaatlicht, ihre Altaktionäre werden abgefunden.
- 2. April: Die Erstausgabe der deutschen Tageszeitung Die Welt erscheint in Hamburg.
- 8. Mai: Die erste Leipziger Messe nach dem Ende des 2. Weltkriegs wird eröffnet.
- 1. August: Der neue Forint wird ungarische Landeswährung.
- 24. September: Zwei Piloten gründen in Hongkong die Fluggesellschaft Cathay Pacific.
- 29. November: In Mainz wird mit französischer Lizenz die Allgemeine Zeitung gegründet. Aus ihrer Redaktion wechselt ein Teil der Crew im Jahr 1949 zur Gründung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
- Gründung des Süßwarenkonzerns Ferrero in Alba (Italien).
- Gründung der Axel Springer AG, Verlag in Hamburg.
- Das japanische Unternehmen Sony wird durch Akio Morita und Masaru Ibuka gegründet.
- Das australische Transportunternehmen TNT, ein Expressdienst, wird gegründet.
[Bearbeiten] Wissenschaft und Technik
- 10. Januar: Dem US-Signalkorps gelingt es erstmals, ein Radiosignal zum Mond zu senden und das 2,4 Sekunden später eintreffende Funkecho aufzufangen.
- Percy Spencer entwickelt den Mikrowellenherd bei dem Unternehmen Raytheon.
[Bearbeiten] Kultur
- 1. Januar: Uraufführung des Theaterstücks Danach von Helmut Weiss in Berlin
- 16. Mai: Uraufführung des Musicals Annie Get Your Gun von Irving Berlin am Imperial Theatre in New York
- 5. Juli: Im Pariser Schwimmbad Piscine Molitor wird der von Micheline Bernardini getragene und von Modeschöpfer Louis Réard kreierte moderne Bikini präsentiert. Der Modevorschlag löst einen Skandal und ein weltweites Trageverbot beim Baden in der Öffentlichkeit aus.
- 12. Juli: Uraufführung der Oper Krieg und Frieden (Orig.: Woina i mir) von Sergei Sergejewitsch Prokofjew in Sankt Petersburg
- 20. September: Die 1. Internationalen Filmfestspiele von Cannes werden eröffnet.
- 15. Oktober: Premiere des ersten deutschen Nachkriegsfilms, der DEFA-Produktion Die Mörder sind unter uns (Regie: Wolfgang Staudte, Hauptdarstellerin: Hildegard Knef) im Berliner Admiralspalast
- Gründung der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
- Der Verband deutscher Archivarinnen und Archivare e.V. wird gegründet
- Gründung der Bamberger Symphoniker
- Uraufführung von Des Teufels General von Carl Zuckmayer am Schauspielhaus Zürich
- Gründung der Ernst Barlach Gesellschaft Hamburg
[Bearbeiten] Religion
- 11. April: Erstmals gibt es katholische Bischöfe in China; die Katholische Kirche gründet folgende Bistümer an diesem Tag: Bistum Chowtsun, Bistum Ichow, Bistum Shanghai, Bistum Tsaochow, Bistum Wuchow, Bistum Yangku und Bistum Yenchow
[Bearbeiten] Sport
- 22. Mai: Major F. T. Casman und Major W. E. Zins fliegen mit ihrem Hubschrauber Sikorsky R-5 A einen neuen Rekord.
- 6. Juni: Die National Basketball Association wird gegründet.
- 11. Juli: Die International Handball Federation wird in Basel gegründet.
[Bearbeiten] Katastrophen
- 1. April: Die Stadt Hilo auf Hawaiʻi wird von einem Tsunami heimgesucht, den ein Erdbeben in der Nähe der Aleuten ausgelöst hat. 159 Menschen sterben, als eine 14 Meter hohe Flutwelle das Land überspült.
- 31. Mai: Erdbeben der Stärke 6,0 in der Türkei, rund 1.200 Tote
- 10. November: Erdbeben der Stärke 7,3 in Ancash, Peru, etwa 1.400 Tote
- 20. Dezember: Erdbeben der Stärke 8,1 in Tonankai, Japan, 1.330 Tote
Kleinere Unglücksfälle sind in den Unterartikeln von Katastrophe aufgeführt.
[Bearbeiten] Geboren
[Bearbeiten] Januar
- 1. Januar: Roberto Rivelino, brasilianischer Fußballspieler
- 2. Januar: Ilma Rakusa, Schweizer Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin und literarische Übersetzerin
- 3. Januar: Motohiko Hino, japanischer Jazzschlagzeuger († 1999)
- 3. Januar: Olivia Molina, deutsch-mexikanische Tango- und Schlager-Sängerin
- 3. Januar: John Paul Jones, englischer Rockmusiker und Musikproduzent
- 3. Januar: Rudolf Böhmler, deutscher Jurist und Politiker
- 4. Januar: Marek Borowski, polnischer Politiker
- 4. Januar: Arthur Conley, US-amerikanischer Soul-Sänger († 2003)
- 5. Januar: Jewgeni Anatoljewitsch Popow, russischer Prosa-Schriftsteller
- 5. Januar: Diane Keaton, US-amerikanische Schauspielerin, Filmproduzentin und TV-Filmregisseurin
- 6. Januar: Ahmad Mohammad Al-Tayyeb, Rektor der Al-Azhar-Universität in Kairo
- 6. Januar: Syd Barrett, britischer Gitarrist, Sänger und Songschreiber († 2006)
- 8. Januar: Robby Krieger, US-amerikanischer Musiker (The Doors)
- 9. Januar: Mogens Lykketoft, dänischer sozialdemokratischer Politiker
- 10. Januar: Aynsley Dunbar, britischer Schlagzeuger
- 10. Januar: Robert Gadocha, polnischer Fußballspieler
- 12. Januar: George Duke, US-amerikanischer Pianist, Arrangeur und Produzent
- 13. Januar: Cornelius Bumpus, US-amerikanischer Rocksänger und -instrumentalist († 2004)
- 13. Januar: Boris Gardiner, jamaikanischer Sänger, Songwriter und Bassist
- 14. Januar: Harold Shipman, britischer Mediziner († 2004)
- 14. Januar: Howard Carpendale, deutscher Sänger und Komponist südafrikanischer Herkunft
- 16. Januar: Annegret Soltau, Collagekünstlerin der Body-Art
- 16. Januar: Kabir Bedi, indischer Schauspieler
- 17. Januar: Frank Geerk, deutscher Schriftsteller († 2008)
- 18. Januar: Henrique Pereira Rosa, Präsident von Guinea-Bissau
- 18. Januar: Joseph Deiss, Schweizer Politiker
- 19. Januar: Julian Barnes, britischer Schriftsteller
- 19. Januar: Reinhard Lakomy, deutscher Komponist
- 19. Januar: Alexander Kostinskij, ukrainisch-jüdischer Dichter, Schriftsteller, Illustrator
- 19. Januar: Dolly Parton, US-amerikanische Country-Sängerin
- 20. Januar: Ernst Probst, deutscher Wissenschaftsjournalist
- 20. Januar: David Lynch, US-amerikanischer Regisseur
- 20. Januar: Aurelio Samorì, italienischer Komponist
- 21. Januar: Nella Martinetti, Schweizer Sängerin, Komponistin und Texterin
- 21. Januar: Johnny Oates, US-amerikanischer Baseballspieler († 2004)
- 22. Januar: Malcolm McLaren, britischer Künstler, Modeschöpfer, Designer, Musik-Manager und Musiker
- 23. Januar: Boris Abramowitsch Beresowski, russischer Unternehmer und ein Oligarch Russlands
- 23. Januar: Arnoldo Alemán, von 1997 bis 2002 Staatspräsident von Nicaragua
- 28. Januar: Thomas Mann, deutscher Europaabgeordneter
- 29. Januar: Günter Ohnemus, deutscher Schriftsteller und Übersetzer
- 31. Januar: Terry Alan Kath, US-amerikanischer Musiker († 1978)
- 31. Januar: Wolfgang Stumph, deutscher Schauspieler und Kabarettist
- 31. Januar: Wilfried Terno, deutscher Richter am Bundesgerichtshof
[Bearbeiten] Februar
- 2. Februar: Isayas Afewerki, Staatspräsident und Regierungschef von Eritrea
- 3. Februar: Stan Webb, Gitarrist
- 5. Februar: Boris Bukowski, österreichischer Musiker
- 6. Februar: Richard Hayward, US-amerikanischer Rock-Schlagzeuger
- 8. Februar: Gert Jonke, österreichischer Schriftsteller
- 9. Februar: Joseph Prathan Sridanusil, römisch-katholischer Priester
- 11. Februar: Pierre Curzi, kanadischer Schauspieler
- 11. Februar: Knut Vollebæk, norwegischer Diplomat und christdemokratischer Politiker
- 12. Februar: Harald Irmscher, deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer
- 12. Februar: Ajda Pekkan, türkische Sängerin und Schauspielerin
- 12. Februar: Walter Westrupp, deutscher Musiker und Kreativling
- 13. Februar: Artur Jorge, portugiesischer Fußballtrainer und Fußballspieler
- 14. Februar: Bernard Dowiyogo, nauruischer Politiker († 2003)
- 14. Februar: Gregory Hines, US-amerikanischer Stepptänzer und Schauspieler († 2003)
- 15. Februar: John Trudell, indianischer Freiheitskämpfer, Musiker und Schauspieler
- 15. Februar: Marisa Berenson, US-amerikanische Schauspielerin
- 16. Februar: August Hanning, Präsident des BND
- 17. Februar: Dodie Stevens, Sängerin
- 19. Februar: Pierre van der Linden, niederländischer Jazz- und Rockschlagzeuger
- 19. Februar: Luis Puenzo, Film-Regisseur und Drehbuch-Autor
- 20. Februar: Brenda Blethyn, britische Schauspielerin
- 21. Februar: Alan Rickman, britischer Bühnen- und Film-Schauspieler
- 21. Februar: Ottmar Schreiner, deutscher Politiker
- 23. Februar: Bodo H. Hauser, deutscher Journalist und Moderator († 2004)
- 23. Februar: Peter Casagrande, deutscher Maler
- 24. Februar: Markus Zürcher, Schweizer bildender Künstler, Vertreter der Konzeptkunst
- 25. Februar: Elkie Brooks, britische Sängerin
- 25. Februar: Roland Hemmo, deutscher Synchronsprecher und Schauspieler
- 25. Februar: Franz Xaver Kroetz, deutscher Schriftsteller und Regisseur
- 26. Februar: Ahmed H. Zewail, ägyptischer Chemiker, Nobelpreisträger (1999)
- 27. Februar: Nippy Noya, indonesischer Percussionist
- 28. Februar: Robin Cook, britischer Politiker und Außenminister von 1997 bis 2001 († 2005)
- 28. Februar: Ludwig Hirsch, österreichischer Sänger und Liedermacher
- 28. Februar: Pierre Dørge, dänischer Jazzgitarrist, Bandleader und Komponist
- 28. Februar: Don Francisco, Sänger und Komponist
- 28. Februar: Syreeta, US-amerikanische Soul-Sängerin und Songwriterin († 2004)
[Bearbeiten] März
- 1. März: Jim Crace, englischer Schriftsteller
- 1. März: Gert Hoffmann, deutscher Politiker, NPD, Oberbürgermeister von Braunschweig
- 1. März: Jost Gross, Schweizer Politiker († 2005)
- 1. März: Jan Kodeš, tschechischer Tennisspieler
- 4. März: Manfred Flügge, deutscher Schriftsteller
- 4. März: Sergio Fernández Barroso, kubanischer Komponist
- 6. März: Murray Head, britischer Schauspieler und Sänger
- 6. März: David Gilmour, Gitarrist, Sänger, Komponist und Songwriter der Rockgruppe Pink Floyd
- 7. März: Matthew Fisher, englischer Musiker
- 9. März: Bernd Hölzenbein, deutscher Fußballspieler
- 10. März: Jim Valvano, US-amerikanischer Basketballtrainer († 1993)
- 12. März: Ricky King, deutscher Musiker
- 12. März: Liza Minnelli, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin
- 13. März: Chris Roberts, deutscher Schlagersänger und Schauspieler
- 13. März: Yann Arthus-Bertrand, französischer Fotograf
- 14. März: Leonti Pawlowitsch Schewzow, General in der Sowjetunion und Russland
- 14. März: Gianni Bella, italienischer Sänger
- 14. März: Wes Unseld, US-amerikanischer Basketballspieler
- 17. März: Eugen Jesser, Präsident und Direktor der Wiener Sängerknaben († 2008)
- 17. März: Georges J. F. Köhler, deutscher Biologe und Nobelpreisträger († 1995)
- 19. März: Joachim Sartorius, deutscher Jurist, Diplomat, Theaterintendant, Lyriker und Übersetzer
- 21. März: Ray Dorset, britischer Rockmusiker
- 21. März: Zsolt Gárdonyi, ungarischer Komponist
- 22. März: Harry Vanda, australischer Musikproduzent
- 22. März: Rudy Rucker, US-amerikanischer Schriftsteller und Informatiker
- 23. März: Lee Towers, niederländischer Sänger
- 24. März: Su Kramer, deutsche Sängerin, Komponistin und Texterin
- 24. März: Colin Petersen, australischer Schauspieler und Musiker
- 24. März: Herbert Wernicke, Opernregisseur, Bühnen- und Kostümbildner († 2002)
- 24. März: Robert Becker, US-amerikanischer Regisseur († 1993)
- 25. März: Maurice Krafft, französischer Vulkanologe († 1991)
- 27. März: Andrew Steven Bown, britischer Musiker
- 28. März: Wubbo Ockels, niederländischer Physiker und Raumfahrer
- 29. März: Wolfgang Drexler, deutscher Politiker und MdL
- 30. März: Wolfgang Spindler, Richter und Präsident des Bundesfinanzhofs
- 31. März: Klaus Wolfermann, deutscher Leichtathlet
- 31. März: Willi Seebauer, deutscher Fußballspieler
- 31. März: Jörg Schild, Schweizer Politiker, Präsident der Swiss Olympic Association
[Bearbeiten] April
- 1. April: Jürgen Büssow, deutscher Politiker, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Düsseldorf
- 1. April: Hermann Goltz, deutscher Theologe und Ostkirchenkundler
- 1. April: Helmut Kukacka, österreichischer Politiker und Staatssekretär
- 1. April: Ronnie Lane, britischer Rockmusiker
- 2. April: Brigitte Struzyk, deutsche Schriftstellerin
- 2. April: Lajos Koltai, ungarischer Kameramann und Filmregisseur
- 3. April: Hanna Suchocka, polnische Politikerin
- 6. April: Wolfgang Ischinger, Botschafter der Bundesrepublik in den USA, Diplomat
- 6. April: Danny Kortchmar, US-amerikanischer Rocksänger und -gitarrist
- 7. April: Heðin Mortensen, Bürgermeister der färöischen Hauptstadt Tórshavn
- 7. April: Colette Besson, französische Leichtathletin und Olympiasiegerin († 2005)
- 8. April: Johannes Andreas Pflug, deutscher Politiker
- 10. April: Yves Daoust, kanadischer Komponist
- 12. April: Ria Endres, deutsche Schriftstellerin
- 12. April: Ed O’Neill, US-amerikanischer Schauspieler
- 14. April: Knut Kristiansen, norwegischer Jazzpianist
- 15. April: Willi Neuberger, deutscher Fußballspieler
- 15. April: Winfried Nachtwei, deutscher Politiker
- 15. April: Friedrich Chlubna, österreichischer Schachproblemkomponist († 2005)
- 15. April: Beate Morgenstern, deutsche Schriftstellerin
- 16. April: Peteris Vasks, lettischer Komponist
- 18. April: Skip Spence, US-amerikanischer Rockmusiker († 1999)
- 19. April: Tim Curry, englischer Schauspieler und Sänger
- 20. April: Sabine Bergmann-Pohl, deutsche Politikerin
- 20. April: Irene Ellenberger, deutsche Politikerin
- 20. April: Ricardo Maduro, Politiker aus Honduras
- 21. April: Patrick Rambaud, französischer Schriftsteller
- 21. April: Xaver Schwarzenberger, österreichischer Kameramann und Regisseur
- 22. April: John Waters, US-amerikanischer Filmregisseur
- 23. April: Clemente Domínguez y Gómez, Oberhaupt der Palmarianisch-katholischen Kirche († 2005)
- 24. April: Stafford James, US-amerikanischer Jazz-Bassist
- 25. April: Andrzej Seweryn, polnischer Schauspieler
- 25. April: Wladimir Wolfowitsch Schirinowski, russischer Politiker und Abgeordneter der Duma
- 25. April: Talia Shire, US-amerikanische Schauspielerin
- 26. April: Vera F. Birkenbihl, deutsche Managementtrainerin und Sachbuchautorin
- 27. April: Gordon Haskell, britischer Musiker
- 27. April: Franz Roth, deutscher Fußballspieler
- 27. April: Gerd Wiltfang, deutscher Springreiter († 1997)
- 29. April: Karl-Heinz Funke, deutscher Politiker
- 29. April: Humphrey Carpenter, englischer Schriftsteller und Biograph († 2005)
- 30. April: Ulla Hahn, deutsche Schriftstellerin
- 30. April: Carl XVI. Gustaf, schwedischer König
- 30. April: Bill Plympton, US-amerikanischer Trickfilmzeichner
[Bearbeiten] Mai
- 1. Mai: Joanna Lumley, britische Schauspielerin und Fotomodell
- 1. Mai: Bruce Robinson, britischer Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur
- 1. Mai: Rainer Slotta, deutscher Industriearchäologe
- 1. Mai: John Woo, chinesischer Regisseur und Filmproduzent
- 1. Mai: Peter Kostelka, österreichischer Politiker
- 2. Mai: David Suchet, britischer Schauspieler
- 3. Mai: José Genoíno, brasilianischer Politiker
- 3. Mai: John Primer, US-amerikanischer Blues-Gitarrist, Sänger und Songschreiber
- 6. Mai: Heinz Eggert, deutscher Politiker und MdL
- 7. Mai: Thelma Houston, US-amerikanische R&B- und Disco-Sängerin
- 7. Mai: Bill Kreutzmann, US-amerikanischer Rockmusiker, Schlagzeuger
- 9. Mai: Drafi Deutscher, deutscher Sänger, Komponist und Musikproduzent (†2006)
- 9. Mai: Candice Bergen, US-amerikanische Schauspielerin
- 10. Mai: Dave Mason, britischer Musiker
- 10. Mai: Franz-Josef Paefgen, deutscher Manager
- 10. Mai: Tony Clunn, englischer Major und Hobbyarchäologe
- 10. Mai: Ulrich Stranz, deutscher Komponist († 2004)
- 10. Mai: Donovan, schottischer Rockpoet
- 10. Mai: Biruté Galdikas, Zoologin und Verhaltensforscherin
- 11. Mai: László Polgár, ungarischer Pädagoge
- 12. Mai: Daniel Libeskind, Architekt, Vertreter des Dekonstruktivismus
- 12. Mai: Horst Schnellhardt, deutscher Europaabgeordneter
- 13. Mai: Jean Rondeau, französischer Autorennfahrer und Konstrukteur († 1985)
- 15. Mai: Klaus-Peter Siegloch, deutscher Journalist und ZDF-Moderator
- 15. Mai: Hellmuth Eichner, deutscher Maler und Bildhauer
- 15. Mai: L. Neil Smith, US-amerikanischer Autor
- 16. Mai: Robert Fripp, englischer Gitarrist und Komponist des Progressive Rock
- 17. Mai: Uwe Bartels, deutscher Politiker
- 17. Mai: Udo Lindenberg, deutscher Rockmusiker
- 18. Mai: Gerd Langguth, Politikwissenschaftler und Bundestagsabgeordneter
- 19. Mai: Kurt Joachim Lauk, deutscher Europaabgeordneter, Präsident des Wirtschaftsrates
- 19. Mai: Michele Placido, italienischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor
- 19. Mai: André the Giant, Wrestler und Schauspieler († 1993)
- 20. Mai: Dan Diner, Historiker und politischer Schriftsteller
- 20. Mai: Cher, US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin
- 20. Mai: Mario Guilloti, argentinischer Boxer
- 20. Mai: Craig Patrick, US-amerikanischer Eishockeyspieler und -trainer
- 20. Mai: Michel Longtin, kanadischer Komponist
- 20. Mai: Norbert Hauser, deutscher Politiker
- 21. Mai: Erwin Kostedde, deutscher Bundesligafußballspieler und Nationalspieler
- 22. Mai: George Best, nordirischer Fußballspieler († 2005)
- 22. Mai: Brigitte Wimmer, Politikerin
- 23. Mai: Don Moye, US-amerikanischer Jazz-Schlagzeuger , Sänger und Komponist
- 23. Mai: Ruth Underwood, US-amerikanische Perkussionistin
- 24. Mai: Irena Szewińska, polnische Leichtathletin
- 24. Mai: Tansu Çiller, türkische Politikerin
- 26. Mai: Radua Ashur, ägyptische Schriftstellerin und Professorin für englische Literaturwissenschaft
- 26. Mai: Ruprecht Polenz, deutscher Politiker
- 26. Mai: Mick Ronson, britischer Gitarrist, Komponist, Multiinstrumentalist, Arrangeur und Produzent († 1993)
- 27. Mai: Niels-Henning Ørsted Pedersen, dänischer Jazzbassist und Instrumentalist († 2005)
- 27. Mai: Eike Hovermann, deutscher Politiker
- 28. Mai: Bruno Oberhammer, österreichischer Komponist, Organist und Musikpädagoge
- 30. Mai: Dragan Džajić, jugoslawischer Fußballspieler
- 31. Mai: Gabriele Goettle, deutsche Journalistin und Schriftstellerin
- 31. Mai: Agnes Schierhuber, österreichische Politikerin
[Bearbeiten] Juni
- 1. Juni: Werner Müller, deutscher Manager
- 2. Juni: Inga Nielsen, dänische Opernsängerin († 2008)
- 2. Juni: Peter Sutcliffe, englischer Serienmörder
- 3. Juni: Michael Clarke, US-amerikanischer Schlagzeuger († 1993)
- 5. Juni: Herbert Prügl, österreichischer Motorradrennfahrer († 2007)
- 6. Juni: Lasse Hallström, schwedischer Regisseur
- 6. Juni: Tony Levin, US-amerikanischer Musiker
- 7. Juni: Manfred Ritschel, deutscher Fußballspieler
- 8. Juni: Pearlette Louisy, Generalgouverneurin von St Lucia
- 8. Juni: Eiji Morioka, japanischer Boxer († 2004)
- 9. Juni: Deyda Hydara, gambischer Journalist
- 11. Juni:
