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gulli:lexikon » Datenübertragungsrate
gulli:lexikon - Alle Begriffe der Untergrund-SzeneTipp: Benutze die Suche, um weitere Begriffe im gulli:lexikon nachzuschlagen. Die Datenübertragungsrate (auch Datentransferrate, Datenrate oder umgangssprachlich Verbindungsgeschwindigkeit, und nicht ganz zutreffend auch „Kapazität“, „Bandbreite“ genannt) bezeichnet die digitale Datenmenge, die innerhalb einer Zeiteinheit über einen Übertragungskanal übertragen wird. Die maximal mögliche Datenübertragungsrate, die fehlerfrei über einen Kanal übertragen werden kann, wird als Kanalkapazität bezeichnet. Diese ist zusammen mit der Latenzzeit (Antwortverzögerung) ein Maß für die Leistungsfähigkeit eines Kanals. Ein Kanal kann beispielsweise eine Verbindung im Rechnernetz, die Verbindung zum Internetdienstanbieter oder die Schnittstelle zu einem Datenspeicher sein.
Maße der DatenübertragungsrateDie Datenübertragungsrate wird gemessen durch das Zählen von Dateneinheiten pro Zeiteinheit (Durchsatz von Daten). Die kleinste Dateneinheit ist das Bit, weshalb sie häufig als Bitrate in der Einheit Bit pro Sekunde (bit/s oder englisch bps) angegeben wird. Vielfache dieser Einheit können mit Einheitenvorsätzen gebildet werden, beispielsweise steht 1 kbit/s für 1000 bit/s. In Bereichen, in denen eine parallele Datenübertragung eingesetzt wird (vor allem beim Zugriff auf Datenspeicher über einen Datenbus), wird die Übertragungsrate auch häufig in Byte pro Sekunde (abgekürzt B/s) angegeben, womit üblicherweise Vielfache von 8 Bit pro Sekunde gemeint sind; man muss also darauf achten, ob eine Übertragungsrate z. B. mit 1 MB/s oder mit 1 Mbit/s angegeben wird (letztere Angabe entspricht nur einem Achtel der Geschwindigkeit der ersten). Eine Angabe in Baud ist dagegen falsch, denn dies ist die Einheit für die Schrittgeschwindigkeit (Baudrate). Zusammenhang zwischen Datenübertragungsrate, Bandbreite und SchrittgeschwindigkeitZwischen Bandbreite und maximaler Datenübertragungsrate (=Kanalkapazität) besteht ein fester Zusammenhang, welcher auch als Shannon-Hartley-Gesetz bezeichnet wird und der manchmal auch als Nachrichtenquader der Nachrichtentechnik bezeichnet wird. Für einen Übertragungskanal mit der Bandbreite B und dem Störabstand SNR mit additiven weißem Rauschen steht die maximal erreichbare, fehlerfreie Datenübertragungsrate C in folgenden Zusammenhang:
Wesentlich ist dabei, dass diese Gesetzmäßigkeit nur bei weißem Rauschen, dessen Amplituden normalverteilt sind, gilt. Man bezeichnet jene Störgröße auch als additives weißes gaußsches Rauschen, im Englischen als additive white gaussian noise oder AWGN bezeichnet. Übertragungskanäle, welche nur diese Störungen aufweisen und sich mit jener Gleichung charakterisieren lassen, werden daher auch als AWGN-Kanal bezeichnet. Bei Störsignalen mit anderer Verteilung des Rauschsignals gilt dieser Zusammenhang nicht mehr. Wenn es der Störabstand SNR erlaubt, können digitale Modulationsverfahren eingesetzt werden, bei denen mehr als zwei Zustände pro Übertragungsschritt möglich sind, z. B. QAM oder QPSK. Die Übertragungsgeschwindigkeit ergibt sich dann als Produkt aus der Schrittgeschwindigkeit und der Anzahl der möglichen Zustände, also der Anzahl der Bits pro Schritt. Üblicherweise nimmt ein digitales Signal zwei Zustände ein, die man mit „0“ und „1“ bezeichnen kann. Dies nennt man binär. Drei Zustände bezeichnet man mit ternär. Bei gleicher Bitrate und drei Zuständen für den Signalparameter beträgt die benötigte Bandbreite nur noch 63 % der Bandbreite (Siehe Nyquist-Bandbreite unter Shannon-Hartley-Gesetz): <math>{\ln(2)}/{\ln(3)}\approx 0{,}63</math>), die für binäre Übertragung benötigt wird. Störabstand und Bandbreite verhalten sich komplementär. Eine vorgegebene Datenübertragungsrate lässt sich sowohl in einem Übertragungskanal mit großem Störabstand und geringer Bandbreite als auch in einem solchen mit geringerem Störabstand aber entsprechend größerer Bandbreite erreichen. Beispiele für DatenübertragungsratenDrahtlos
Computernetz
Pressemitteilungen, Siemens AG, 20.12.2006</ref>
Internetbeim Internetzugang:
Video- und Audiosignale
Höhere Datenübertragungsraten bieten eine höhere Bandbreite und werden zunehmend durch neue Technologien ermöglicht. Siehe auchEinzelnachweise<references/>bg:Пропускателна способност ca:Taxa de bits cs:Přenosová rychlost da:Bitrate en:Bit rate es:Bit rate fi:Tiedonsiirtonopeus fr:Débit binaire it:Velocità di trasmissione ja:ビット毎秒 nl:Bitrate pl:Przepływność pt:Bitrate ru:Битрейт sk:Bitová rýchlosť uk:Бітрейт Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Datenübertragungsrate aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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