Châtenay-Malabry
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Châtenay-Malabry | ||
|---|---|---|
|
|
||
| Region | Île-de-France | |
| Département | Hauts-de-Seine | |
| Arrondissement | Antony (Arrondissement) | |
| Kanton | Châtenay-Malabry, ein Teil gehört zu Sceaux | |
| Koordinaten | 48° 46′ N, 2° 16′ OKoordinaten: 48° 46′ N, 2° 16′ O | |
| Höhe | 104 m | |
| Fläche | 6,38 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(2005) 32.100 Einwohner 5.031 Einw./km² |
|
| Postleitzahl | 92290 | |
| INSEE-Code | 92019 | |
| Website | chatenay-malabry.fr | |
Châtenay-Malabry ist eine französische Gemeinde im Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Namensherkunft
Der Name Châtenay leitet sich mit großer Wahrscheinlichkeit vom lateinischen castellanum, das kleine Burgen oder römische Lager bezeichnen konnte, ab. [1] Das würde auf eine Besiedlung im 1. oder 2. Jahrhundert verweisen, was durch archäologische Funde aus der gallo-römischen Epoche untermauert wird. Bei Grabungen wurden zudem Objekte aus prähistorischer und keltischer Zeit entdeckt.
Früher wurde Châtenay von châtaignier, der Kastanienbaum, hergeleitet. Zwar befindet sich im Bereich der Gemeinde eine große Zahl von ihnen. Doch sind sie erst relativ spät in der Region anzutreffen.
Malabry könnte auf schlechten Boden oder ungünstiges Gelände (mauvais terrain) verweisen, denn tatsächlich gibt es eine Reihe von Abhängen dort.
[Bearbeiten] Geschichte
Châtenay wird erstmalig in einem Schreiben des Abtes Irminon im 9. Jahrhundert unter der Bezeichnung Castenatum erwähnt. Das Gebiet gehörte weithin bis zur Französischen Revolution zum Domkapitel der Pariser Kathedrale.
Zwischen Châtenay und der Nachbarkommune Antony kam es 1936 zu einem umfangreichen Gebietsaustausch. Teile des Parks von Sceaux (:fr:) kamen zu Antony, dessen nordwestlicher Bereich demgegenüber an Châtenay überging.
Voltaire lebte nach seiner Verbannung aus Paris seit dem Beginn des Jahres 1719 bis zu seiner Rückkehr in das elterliche Haus, dem Château de la Roseraie, in Châtenay.
[Bearbeiten] Gegenwart
In Châtenay-Malabry befindet sich die vallée aux loups, ein grünes Tal mit schönen Häusern. Auch Chateaubriand besaß hier ein Anwesen. Eine große Anzahl der Châtenaisiens lebt im Butte Rouge, dem am dichtesten besiedelten Stadtviertel. Die Gartenstadt der Butte Rouge, la Cité Jardins, stellte eines der ersten seit 1950 zunächst in der Île-de-France errichteten HLMs dar; es handelt sich dabei um „Wohnungen mit gemäßigten Mieten“, also um eine Siedlung, die konsequent durch den sozialen Wohnungsbau bestimmt war.
In Châtenay-Malabry befinden sich die École Centrale Paris sowie mit der UFR de Pharmacie eine wissenschaftliche pharmazeutische Fakultät. Der Hochgeschwindigkeitszug TGV Atlantique unterquert den Ort in der Coulée verte, dem grünen Strom.
Seit dem 31. Dezember 2002 gehört die Gemeinde zum Verband der Gemeinden der Hauts de Bièvre (Communauté d'agglomération des Hauts de Bièvre).
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Châtenay-Malabry pflegt Städetpartnerschaften mit
Bergneustadt seit 1967
Landsmeer (Niederlande) seit 1986
- Bergneustadt und Landsmeer sind seit 1968 verbunden.
Wellington (Shropshire) (Großbritannien) seit 2001
Kos (seit 2006)
[Bearbeiten] Kultur
Châtenay-Malabry lautet der Titel eines erfolgreichen Chansons von Vincent Delerm.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Henri de Latouche, französischer Schriftsteller, † 1851 in Châtenay-Malabry
- Emmanuel Mounier, christlicher französischer Philosoph, † 1950 in Châtenay-Malabry
- André Martinet, französischer Sprachwissenschaftler, † 1999 in Châtenay-Malabry
- Robert Jonquet (* 1925) unternahm hier seine ersten fußballerischen Schritte
- Paul Ricœur, christlicher französischer Philosoph, † 2005 in Châtenay-Malabry
- Jérôme Rothen, Fußballer, * 1978
- Sully Prudhomme, französischer Schriftsteller, † 1907 in Châtenay-Malabry
- Habib Bamogo, französisch-burkinischer Fußballer, * 1982, in Châtenay-Malabry aufgewachsen
- Hatem Ben Arfa, französisch-tunesischer Fußballer, * 1987, in Châtenay-Malabry aufgewachsen
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ Y. Firini: Antony; Verlag Maury
Antony | Asnières-sur-Seine | Bois-Colombes | Boulogne-Billancourt | Bourg-la-Reine | Châtenay-Malabry | Châtillon | Chaville | Clamart | Clichy-la-Garenne | Colombes | Courbevoie | Fontenay-aux-Roses | Garches | La Garenne-Colombes | Gennevilliers | Issy-les-Moulineaux | Levallois-Perret | Malakoff | Marnes-la-Coquette | Meudon | Montrouge | Nanterre | Neuilly-sur-Seine | Le Plessis-Robinson | Puteaux | Rueil-Malmaison | Saint-Cloud | Sceaux | Sèvres | Suresnes | Vanves | Vaucresson | Ville-d'Avray | Villeneuve-la-Garenne

