Corbis
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| Corbis Corporation | |
|---|---|
| Bild:Corbis logo.svg | |
| Unternehmensform | Corporation |
| Gründung | 1989 |
| Unternehmenssitz | Seattle, Vereinigte Staaten |
| Unternehmensleitung |
Gary Shenk (CEO) |
| Branche | Dienstleistung |
| Website | www.corbis.com |
Corbis ist ein US-amerikanisches Unternehmen für digitale Medien.
Corbis hat seinen Hauptsitz in Seattle, mit 21 Niederlassungen in Nordamerika, Australien, Europa und Asien. Corbis wurde 1989 von Bill Gates gegründet und konkurriert mit Getty Images um den Rang des größten Bild- und Medienarchivs der Welt.
Ursprünglich wollte Bill Gates sich Medieninhalte sichern, die gegen Lizenzgebühren auf Plasmabildschirmen, die den Bilderrahmen ersetzen sollten, projiziert werden sollten. Mitte der 90er Jahre wurde als Zwischenschritt eine "traditionelle" Bildagentur installiert um die Bilder an die Nutzer zu lizenzieren. Das Bildarchiv umfasste im Jahr 2006 rund 80 Millionen Bilder, von denen knapp vier Millionen auch online verfügbar sind. Der überwiegende Teil hiervon ist lizenzpflichtig.
In das Bildarchiv sind einige berühmte Sammlungen, wie das Bettmann-Archiv, die Sammlung der Andy Warhol Foundation, das Condé Nast-Archiv mit einer Vielzahl historischer Aufnahmen, oder auch Westlight eingeflossen.
Nicht nur Bilder können lizenziert werden, sondern auch Filmmaterial (Motion), z. B. für den Einsatz in Werbespots. Darüber hinaus bietet Corbis Services wie Rechteklärung (Klärung der Rechte Dritter an Bildern, Filmen, etc.) sowie Auftragsfotografie (Artist Representation). Mit diesem Green Light genannten Service erwirtschaftet Corbis 20 Prozent seines Umsatzes (Stand: 2008).
Seit seiner Gründung hat Corbis keinen Gewinn erwirtschaftet.
[Bearbeiten] Niederlassungen
Das Hauptbüro von Corbis befindet sich in Seattle, USA, die Europazentrale in London und weitere Büros befinden sich u. a. in New York, Los Angeles, Chicago, Paris, Düsseldorf, Hongkong, Kuala Lumpur, Tokio sowie Wien.
[Bearbeiten] Kritiken
Die Käufe von Corbis in den 90er Jahren wurde immer wieder von Gerüchten und Meldungen über spektakuläre Fehlinvestitionen begleitet. So wurden unter anderem Bildarchive aufgekauft, bei denen man sich in der Spezialisierung vertan hatte oder im Nachhinein feststellen musste, dass die Rechte bei Dritten lagen.
Eine der Besonderheiten des Archivs ist der Lagerort der Originale, tief in einem ehemaligen Bergwerk. Das Archiv musste aus New York in die neue Lagerstätte umziehen, um die empfindlichen Negative, die teilweise noch auf Fotoplatten aus Glas vorliegen, vor der Zerstörung durch Luftfeuchtigkeit und wechselnden Temperaturen zu bewahren.
Im Zuge dieser Transaktion gingen mehrere Zehntausend, z. T. wertvolle Originale unwiederbringlich verloren, was eine Klagewelle geschädigter Fotografen zur Folge hatte.

