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Das Digital Millennium Copyright Act (DMCA) ist ein umstrittenes Gesetz der Vereinigten Staaten von Amerika, welches die Rechte von Copyright-Inhabern (wie z. B. der RIAA, einem Verband der Musikindustrie) erweitert. Das DMCA versucht, die neuen VerhĂ€ltnisse zu regeln, die sich aus der Möglichkeit, durch digitale Reproduktion perfekte Kopien zu erstellen, ergeben. Er kriminalisiert die Produktion und Verbreitung von Technologien, GerĂ€ten oder Diensten, die ZugriffsbeschrĂ€nkungen (wie DRM) auf kopiergeschĂŒtzte Werke umgehen (also "den Kopierschutz knacken"), auch wenn dabei das Copyright selbst gar nicht verletzt wird. Es verschĂ€rft zudem die Strafen fĂŒr Copyright-Verletzungen im Internet.

Am 28. Oktober 1998 unterzeichnete Bill Clinton den am 8. Oktober durch den Senat der Vereinigten Staaten verabschiedeten Digital Millennium Copyright Act. Das Gesetz bietet eine Basis fĂŒr zum Teil hitzige Diskussionen, denn es wird u. a. die Möglichkeit geschaffen, private Daten ohne Gerichtsurteil oder Klage einzufordern.

Anwendungen und Gerichtsverfahren

Das DMCA scheint auch eine bedeutende Rolle in Auseinandersetzungen zu spielen. So hat Google aufgrund von Behauptungen von Scientology, eine Seite eines Scientology-Kritikers verletze ihre Rechte gemĂ€ĂŸ dem DMCA, prompt diese Seite kommentarlos und ungeprĂŒft aus ihrem Index entfernt. Kritiker sprachen von Zensur.

Viele Firmen benutzen das DMCA als erweitertes Patent ohne Möglichkeit auf Lizenzen und ohne zeitliche BeschrÀnkung. Beispiele:

  • Lexmark hat im Dezember 2002 gegen Static Control Components (SCC) geklagt, da sie Kartuschen hergestellt haben, die in Lexmark-Druckern funktionierten. Dazu musste SCC einen Chip in die Kartusche einbauen, der sich genauso wie bei Originalkartuschen verhielt. Lexmark unterlag im Jahre 2004 in einem Berufungsverfahren <ref>http://www.golem.de/0410/34402.html Berufungsverfahren (Lexmark / Static Control Components</ref>.
  • Epson stellt seit lĂ€ngerem ebenfalls Kartuschen mit Chips her. Drittanbieter liefern deshalb keine Kartuschen fĂŒr neuere Epson-Drucker aus.
  • XBox-Mod-Chips werden verfolgt und auf Basis des DMCA verboten. Diese Modifikationen werden meist benutzt, um auf einer XBox Linux zu installieren und die Möglichkeiten der XBox zu erweitern. Das fĂ€llt eigentlich auch unter die Ausnahme des Reverse Engineerings.
  • Die DVD Copy Control Association hat mit Berufung auf das DMCA am 17. Januar 2000 eine einstweilige VerfĂŒgung gegen Webseiten erwirkt, die DeCSS-Programme anboten oder Weblinks darauf setzten. DeCSS wurde entwickelt, um CSS-geschĂŒtzte DVDs auf Linux und anderen Betriebssystemen abzuspielen. Im DMCA ist so etwas als eine Ausnahme erwĂ€hnt, nĂ€mlich zum Zweck des Reverse Engineerings. Das Gerichtsverfahren gegen den Entwickler von DeCSS, Jon Lech Johansen, endete mit einem Freispruch.
  • Im Januar 2003 verklagte die Chamberlain Group die Firma Skylink, weil sie einen kompatiblen Garagentoröffner in Form einer Fernbedienung herstellte und vertrieb. Chamberlain verlor jedoch am 29. August 2003. Obwohl der Kopierschutz durch Skylink gebrochen wurde, hat der Garagentorbesitzer nach Ansicht des Gerichtes ein Recht in seine Garage zu gelangen, selbst wenn er die Fernbedienung verloren hat.
  • FĂŒr Aufsehen sorgte auch der Prozess gegen Dmitri Skljarow. Adobe hatte ihn wegen Verstoßes gegen das DMCA angezeigt, da er fĂŒr eine russische Firma den Kopierschutz eines E-Book-Formats geknackt hatte. Kurz vor seiner geplanten Ausreise aus den USA wurde er verhaftet. Im Dezember 2003 endete sein Prozess ebenfalls mit Freispruch.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Gesetzestexte:

Weitere Links:

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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Digital Millennium Copyright Act aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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