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gulli:lexikon - Alle Begriffe der Untergrund-SzeneTipp: Benutze die Suche, um weitere Begriffe im gulli:lexikon nachzuschlagen. Die Debian Free Software Guidelines (Debian-Richtlinien fĂŒr freie Software, kurz DFSG) wurden vom Debian-Projekt aufgestellt, um zu entscheiden, ob eine Software-Lizenz âfreiâ ist. Die Open Source Definition basiert auf den DFSG und ist inhaltlich wie formell nahezu identisch. Ferner gibt es starke inhaltliche Gemeinsamkeiten zur Free Software-Definition des GNU-Projektes.
AnforderungenDie DFSG stellt folgende Anforderungen:
Alle Kriterien werden unter anderem von den GPL-, BSD- und Artistic-Lizenzen erfĂŒllt. FreiheitsbegriffDer Freiheitsbegriff des Debian-Projekts, wie er in den DFSG erlĂ€utert wird, deckt sich im Wesentlichen mit den Freiheitsbegriffen der Open Source Initiative (OSI) und der Free Software Foundation. Allerdings ist Debian in der Interpretation von Lizenzen strenger, so dass einige (z. B. Mozilla Public License) von OSI als frei angesehen werden, von Debian jedoch nicht<ref>Debian-Legal-Mailingliste, MJ Ray: âRe: Sofia SIP COPYRIGHTSâ; Michael Poole: âRe: Sofia SIP COPYRIGHTSâ</ref>. Debian-LegalDie DFSG sind nur Richtlinien und kein Gesetzestext. Die Auslegung der DFSG und somit die Entscheidung darĂŒber, ob eine Lizenz frei im Sinne der DFSG ist oder nicht, ist Sache der Mailingliste Debian-Legal. Einige Ăberlegungen aus dieser Liste:
Auswirkungen auf die Debian-DistributionIn die Debian-Distribution wird nur Software aufgenommen, die diese Anforderungen erfĂŒllt. Die maĂgebliche Interpretation der DFSG wird wie bereits erwĂ€hnt durch die Abonnenten der Mailingliste debian-legal durchgefĂŒhrt. Die Debian ftpmaster treffen die letzte Entscheidung, ob ein Software-Paket aufgenommen wird. Bei umstrittenen Lizenzen richten sie sich aber normalerweise nach der debian-legal-Mailingliste. Es gibt auch einen nicht-freien Bereich (genannt ânon-freeâ) auf den Debian-Servern, der zwar vom Debian-Projekt betreut wird, jedoch nicht Bestandteil der Distribution ist. In diesem Bereich landen Werke, zu deren Verbreitung Debian zwar die Erlaubnis hat, die jedoch die Debian-Richtlinien fĂŒr freie Software nicht erfĂŒllen. Dies ist dadurch zu erklĂ€ren, dass es zur Zeit, als die besagte Richtlinien entstanden, noch keinen freien graphischen Browser gab. Seit der Zeit gab es immer wieder Bestrebungen, diesen Bereich abzuschaffen; insbesondere drĂ€ngte das GNU-Projekt darauf. Nach einer Ănderung des Debian-Gesellschaftsvertrags werden diese Richtlinien zukĂŒnftig nicht nur auf Computer-Programme, sondern auf alle Inhalte angewendet. Dadurch werden seit dem Release "Sarge" unfreie Firmware, Bilder und Dokumentationen in den nicht-freien Bereich verschoben werden mĂŒssen. Der Punkt Dokumentation stellt ein besonderes Problem dar: Ob die GNU-Lizenz fĂŒr freie Dokumentation die DFSG erfĂŒllt, ist strittig. In einer Abstimmung wurde schlieĂlich entschieden, dass sie, solange sie keine unmodifizierbaren Abschnitte besitzt, von Debian als frei angesehen wird<ref>Debian-News: âDebian considers GNU FDL conditionally freeâ</ref>. So werden einige GNU-Dokumentationen von Debian als unfrei angesehen und entweder im Bereich non-free (u. a. Texinfo Dokumentation von tar<ref>Debian-Package: âtar-docâ</ref>) oder gar nicht vertrieben. Weblinks
Quellen<references/>en:Debian Free Software Guidelines es:Directrices de software libre de Debian fi:Debianin vapaiden ohjelmistojen ohjeisto fr:Principes du logiciel libre selon Debian hu:Debian szabad szoftver irĂĄnyelvek ja:DebianăăȘăŒăœăăăŠă§ăąăŹă€ăă©ă€ăł nl:Debian Free Software Guidelines pl:Wytyczne Debiana dotyczÄ ce Wolnego Oprogramowania sv:Debian Free Software Guidelines Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Debian Free Software Guidelines aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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