Deutsche Grammophon

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Das Firmenlogo
Schallplatte „Grammophon“, Hergestellt von der Deutschen Grammophon-Aktiengesellschaft, Berlin, „Die Stimme seines Herrn“ (Rud. Nelson), Tanz-Orchester Godwin, Best. Nr. 20127
Ehemaliges Werksgebäude in Hannover, heute Grammophon Büropark

Die Deutsche Grammophon ist ein traditionsreiches deutsches Schallplattenlabel. Das Unternehmen galt im 20. Jahrhundert als Qualitätsführer im Bereich der Klassik-LPs und war für seine hohen Ansprüche bekannt. Es produzierte zahlreiche berühmte Aufnahmen weltbekannter Orchester und Musiker.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Deutsche Grammophon Gesellschaft wurde am 6. Dezember 1898 vom Deutsch-Amerikaner Emil Berliner und seinem Bruder Josef in ihrer Geburtsstadt Hannover gegründet, um von hier aus auch den europäischen Markt für das von ihnen erfundene Grammophon zu erschließen. Als Muttergesellschaft gilt die im englischen Hayes ansässige Gramophone Company.

Am 1. Januar 1900 wurde die Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 40 % der Aktien blieben in Hannover bei der Deutschen Grammophon AG, die übrigen Aktien gingen an die Gramophone Company in Hayes, England. Dies führte im Ersten Weltkrieg dazu, dass die Deutsche Grammophon AG und die Grammophon-Spezialhaus GmbH, die sich mehrheitlich im ausländischem Besitz befanden, vom Deutschen Reich beschlagnahmt wurden und die englische Gramophone Company enteignet wurde. Im Jahre 1917 wurde die Deutsche Grammophon AG an die Leipziger Polyphon Musikwerke AG verkauft und der Firmensitz von Hannover nach Berlin in die Markgrafenstraße 76 verlegt.

In den ersten Jahren war der schreibende Engel das Markenzeichen für die Produkte der Firmen der Gebrüder Berliner. Dieser wurde durch den heute weltberühmten, vor dem Grammophon sitzenden Hund namens Nipper abgelöst.

Dieses Markenzeichen wurde im Mutterhaus nach einem Gemälde des Künstlers Francis Barraud geschaffen. Zunächst saß der Hund vor einem Phonographen von Edison. Nachdem die Firma Edison aber den Kauf ausgeschlagen hatte, wurde der Phonograph mit einem Grammophon von Berliner übermalt und das Bild anschließend den Brüdern Berliner zum Kauf angeboten. Diesen gefiel es so gut, dass sie es kauften und gleich noch weitere Kopien davon bestellten. Eines von diesen 16 Originalen hängt im Musikgeschäft Gramola in Wien I am Graben.

Aufgrund der Bestimmungen des zum Ende des Ersten Weltkrieges ausgehandelten Versailler Vertrages durfte die inzwischen vom Mutterhaus unabhängige Deutsche Grammophon AG außerhalb des deutschen Reichsgebietes ihr Markenzeichen und den Namen „Grammophon“ nicht mehr nutzen. Zum Export wurde daher das Label Polydor gegründet. Dem ehemaligen Mutterhaus, der englischen Gramophone Company war es im Gegenzug wiederum nicht gestattet ihre Markenzeichen und Namen in Deutschland zu nutzen, weshalb diese 1924 die Electrola-Gesellschaft in Nowawes (heute Teil von Potsdam) gründete.

1937 übernahm Telefunken die DG, reichte die Anteile aber schon 1941 an Siemens & Halske weiter. In der Nachkriegszeit wuchs die Deutsche Grammophon zur bedeutendsten deutschen Schallplattenfirma, die einen Großteil der bedeutenden deutschen (und auch viele ausländische) Künstler unter Vertrag hatte.

1962 tauschten Philips und Siemens & Halske ihre Anteile an den Labels Philips bzw. Deutsche Grammophon je zur Hälfte, 1972 entstand hieraus der Polygram-Konzern.

Die Deutsche Grammophon ist heute noch als Label präsent, jedoch nur mehr als Teil der Universal Music Group, in der die Polygram 1998 aufging.

Traditionsreiche Label, die die Deutsche Grammophon neben dem bekannten Klassik-Label führte, waren beispielsweise:

Ab 1968 gab die Deutsche Grammophon einige Jahre lang die Kundenzeitschrift Musik-Boutique heraus, die kostenlos in Schallplattenläden und Diskotheken auslag. Mit einer Auflage von 500.000 Exemplaren war das Magazin zu dieser Zeit die zweitgrößte Musikzeitschrift nach der Bravo.

[Bearbeiten] Weblinks

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