Die Schlümpfe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel behandelt Die Schlümpfe auf Basis der von Peyo entworfenen Original-Comicserie und deren französisch-belgische Kinoverfilmung aus dem Jahr 1976. Der Artikel Die Schlümpfe (Fernsehserie) behandelt die gleichnamige Fernsehserie und Die Schlümpfe (Musik) die „Schlumpflieder“.
Schlumpf-Dekoration in Barcelona

Die Schlümpfe (im belgischen Original: Les Schtroumpfs) sind Comicfiguren, die 1958 als weitere Charaktere der Comicserie Johann und Pfiffikus des Magazins Spirou entstanden sind und vom belgischen Zeichner „Peyo“ (Pierre Culliford, 1928–1992) entworfen wurden.

Die Bezeichnung Schtroumpfs ist eine Wortschöpfung: Als Peyo beim Essen nach Salz fragte, sagte er: „Passe-moi le … le Schtroumpf“ anstelle von: „Passe-moi le sel.“ (siehe Les Schtroumpfs et le Livre Qui Dit, 2008). Der deutsche Name Schlümpfe stammt von Peter Wiechmann, einem Mitarbeiter des Kauka-Verlags, wo die Serie in den 1960er Jahren zum ersten Mal auf Deutsch erschien.

Inhaltsverzeichnis

Die Schlümpfe in der Originalfassung

Die Schlümpfe in Johan et Pirlouit

Peyo, der vom Mittelalter sehr begeistert war, zeichnete einen wesentlichen Teil seiner Comic-Abenteuer mit dieser Epoche als Hintergrund. So entwarf er ab 1946 Geschichten um den Pagen Johan. Johan, zunächst blond gezeichnet, wurde ab 1952 für eine Veröffentlichung im Magazin ’’Spirou’’ mit schwarzen Haaren dargestellt. In einer anderen, 1952 gezeichneten, Geschichte über diesen Pagen (Le lutin du bois aux roches, Album ab 1954) tritt erstmals der kleine quirlige Pirlouit auf, welcher Johan von dann an treu zur Seite steht. Der blonde Pirlouit war Peyos Lieblingsfigur (Peyo 1990: „Pirlouit était mon personnage préféré. J'aime bien les Schtroumpfs aussi mais mon préféré c'est quand même Pirlouit“[1]). Seither wird die Serie mit Johan et Pirlouit (Johann und Pfiffikus) identifiziert. Eine weitere immer wiederkehrende Figur ist der Zauberer Homnibus (ab ca. 1954). Ähnlich gestaltet, mit charakteristischem blauen Talar und langem weißen Bart, ist der Zauberer Merlin im Film The sword in the stone (1963). In dem erstmals am 23. Oktober 1958 veröffentlichten Abenteuer La flûte à six schtroumpfs (bei Spirou noch La flûte à six trous) treten erstmals, in einer wichtigen Nebenrolle, Les Schtroumpfs (Die Schlümpfe) auf. Mit dramaturgisch ähnlicher Bedeutung sind die Schlümpfe auch in drei weiteren von Peyo gezeichneten Abenteuern über Johan et Pirlouit zu sehen.

Die Schlümpfe und die 16 Alben von Peyo

1959 schlug Spirou-Chefredakteur Yvan Delporte dem Künstler Peyo vor, eine Kurzgeschichte ausschließlich mit Schlümpfen zu zeichnen (siehe L'incroyable saga des Schtroumpfs[2]). Die Publikationsform sollte ein „kleines Album“ (Mini-récit) für „kleine Leser“ sein. Peyo schätzte den Bedarf an Schlumpf-Geschichten nur für eine vorübergehende Mode ein. Schließlich widmete sich Peyo, wohl auch wegen der Resonanz der Leser, wesentlich stärker den Schlümpfen und gestaltete vorwiegend deren Abenteuer. Peyo gilt grundsätzlich als der Schöpfer der Schlümpfe, an den Geschichten arbeiten in Zeichnung und Text auch Yvan Delporte, Gos und andere mit. Im verwunschenen Land der Schlümpfe gibt es zunächst nur einen Menschen, den Hexenmeister Gargamel mit seinem Kater Azraël. Der Begriff Le pays maudit (dt. bei Kauka: „Verwunschenes Land“) bleibt vorwiegend auf die Zeit vor 1962 beschränkt. In den Alben bis 1992 gilt das Schlumpfdorf als weit abgelegen und schwierig oder gar nicht erreichbar. In den Geschichten bis 1992 blieb der Kontakt zur Außenwelt auf wenige Menschen (Johan, Homnibus) beschränkt. Um 1969 zeichnete Peyo das letzte Abenteuer mit Johan und Pirlouit (Le sortilège de Maltrochu).

Der Kinofilm von 1976, Die Schlümpfe und die Zauberflöte

Nach einem Versuch in Schwarz/Weiß, Anfang der Sechziger Jahre durch das Trickstudio Dupuis TVA, [3] [4] und nachdem mit Tintin (Tim und Struppi), Asterix und Lucky Luke bereits einige frankobelgische Comic-Serien verfilmt worden waren, kamen die Schlümpfe 1976 mit der Verfilmung ihrer Debüt-Geschichte, La flûte à six schtroumpfs, ins Kino. Die im Comic enthaltene karge Darstellung des verwunschenen Landes der Schlümpfe erfolgt im Film viel bunter und auch umfangreicher. Im Gegensatz zum Comic bleiben im Film vier Schlümpfe während der Seereise und dem Endkampf gegen Mathieu Torchesac bei Johan. Im Comic verabschieden sich am Ende die Schlümpfe auf einem Feld, im Film findet diese Szene im Schloss statt. Die Filmmusik, mit Einsatz der Flöte, stammt von Michel Legrand. Einige andere Comic-Geschichten von Johan sind in der ab 1981 produzierten Fernsehserie enthalten, den Schlümpfen kommt dabei im Vergleich zu den entsprechenden Comic-Geschichten (falls sie dort überhaupt vorhanden sind) meist eine größere Rolle zu.

Im Studio Peyo entstanden dann seit den Achtziger Jahren viele Kurzgeschichten (8 oder 4 Seiten) sowie 220 neue Einseiter (Schtroumpferies). Das letzte Schlumpf-Abenteuer, an dem er offiziell noch mitarbeitete, kam in seinem Todesjahr, 1992, heraus.

Die Schlümpfe (Fernsehserie)

Von 1981 bis 1989 wurden bei Hanna und Barbera die Schlümpfe für das Fernsehen aufbereitet. Neben über 400 Episoden mit Schlümpfen kamen auch noch die Geschichten mit Johan zum Zuge (18 Episoden, Johann und Peewit in Schlumpfhausen). Bei der deutschen Bearbeitung der US-Fernsehserie entstanden dann, bedingt durch kürzere Namen in der US-Version und die erwünschte Synchronisation, kurze Namen für die kleinen Schlümpfe.

Die Comic-Welt der Schlümpfe (seit 1958, 25 Alben, 5 Alben Schtroumpferies und viele weitere Kurzgeschichten) unterscheidet sich von den Darstellungen in der Fernsehserie. Es kommt zu Nebenfiguren, wie etwa Rotznase (Bolvamel) oder der Hexe Hogatha, sowie Opa Schlumpf und Oma Schlumpf, welche nicht in den regulären Alben (Les Schroumpfs, Schtroumpferies), wohl aber in einigen Kurzgeschichten zu sehen sind (Oma und Opa 1998 in Besuch von Opaschlumpf, Hogatha 1991 in Hogathas Talisman1998, Rotznase 2000 in Die Schlümpfe und die Riesenmöhren). Im Comic möchte Gargamel nur in seiner ersten Geschichte (Le voleur de Schtroumpfs) aus einem Schlumpf Gold machen, dieses Motiv wird im Comic nie wieder erwähnt.

Im Comic bleiben im französischen Original und der Carlsen-Übersetzung die Benennungen der Schlümpfe von der Fernsehserie unbeeinflusst. Grand Schtroumpf ist der Große Schlumpf, politische Auslegungen der in der deutschen Synchronfassung der Fernsehserie üblichen Bezeichnung Papa Schlumpf sind für den Comic und gegenüber den Autoren daher irrelevant.

Die Schlümpfe nach 1992

Seit Peyos Tod werden die beiden Albenreihen Les Schtroumpfs und Johan et Pirlouit sowie eine weitere von Peyo stammende, Benoît Brisefer (dt. Der kleine Winni, Benni Bärenstark), von anderen Autoren fortgeführt, die neuen Einseiter als Schtroumpferies im Albenformat veröffentlicht. Peyos Sohn, Thierry Culliford, schreibt seither einige der Texte zu den Schlumpf-Geschichten.

Seit 1998 werden auch kurze streifenlange Witze gestaltet. Zusammenstellungen dieser Comic-Strips werden seit 2007 in Albenform heraus gegeben, fünf Alben sind zunächst vorgesehen.

Die Schlümpfe und das Schlumpfdorf

Schlumpfdorf

Die Schlümpfe leben im Schlumpfdorf, im Verwunschenen Land. Der anfänglich kargen Darstellung (La Flûte à 6 schtroumpfs 1958, Le Pays maudit 1961) des Landes wich später Wald, dessen üppige Vegetation die Schlümpfe vor dem in der Nähe wohnenden Hexenmeister Gargamel schützt. Schlümpfe können sich nach Interesse oder Neigung[5] ausleben. Aspekte der Zivilisation (Zahlungsmittel, Zeitungswesen, Armut, Religion) sind bei ihnen unbekannt oder werden meist erfolglos ausprobiert. Manche Schlümpfe treten immer wieder auf (Brillenschlumpf, Witzboldschlumpf, Bastelschlumpf), andere treten nur für die Dauer einer Geschichte auf (Finanzschlumpf, Doktorschlumpf, Schtroumpf reporter), erkennen den Unsinn ihres Tuns und verschwinden wieder in ihre Anonymität (Szenarist Luc Parthoens, 2003: il s’agit toujours d’un des 100 Schtroumpfs de la communauté. Parce qu’ils constatent les effets pervers de leurs trouvailles, ces vedettes d’un album abandonnent leurs prétentions et retournent dans l’anonymat.). Der Große Schlumpf hebt sich von den anderen Schlümpfen durch seinen weißen Bart und seine rote Kleidung ab. Die anderen Schlümpfe sind bartlos und in den ersten Comic-Geschichten ausschließlich weiß und jeweils gleich gekleidet. Sie tragen stets eine phrygische Mütze. Zu Ausnahmen, wie dem Gärtnerschlumpf (Strohhut), dem Kochschlumpf (Kochmütze) oder dem Bastelschlumpf (Latzhose) kommt es erst später.

Wie auch immer man die Struktur in der Schlumpfpopulation auffassen mag: Sie sind fleißig und bauen Brücken und Staudämme. Die Schlümpfe bzw. der Große Schlumpf wissen, wie man Zauberflöten mit sechs Löchern herstellt. Der Große Schlumpf, aber auch Gargamel, sind fähige Alchemisten. Häufig ist es der Große Schlumpf, welcher sich sowohl Gargamel als auch dem außerhalb des verwunschenen Landes lebenden Zauberer Omnibus gegenüber als der bessere Magier erweist. Zu Fehlversuchen und Laborexplosionen kommt es bei allen.

  • Politik: Die Comic-Abenteuer liefern durchaus einige Ansätze für politische Auslegungen oder Interpretationen, von den Autoren wurde bislang nichts davon bestätigt (siehe zugehör. Artikel auf Französisch sowie die Alben Le Schtroumpfissime (1964) und La Menace Schtroumpf (2000)).
  • Bei Kommunikation mit den Menschen, bei Reisen aus dem Verwunschenen Land hinaus oder zum Transportieren von Schlumpfbabys kommen den Schlümpfen Störche zu Hilfe.
  • Gebäude: In den ersten Geschichten gleichen die Behausungen der Schlümpfe ausgehöhlten Pilzen. Spätere Darstellungen lassen auf nachgebaute Pilze schließen.

Sprache der Schlümpfe

Schlumpfsprache (Le langage schtroumpf) nennt man die Redeweise der Schlümpfe. Um eine eigentliche fiktionale Sprache handelt es sich nicht, sondern nur um das Einfügen des Wortes „Schlumpf“ anstelle des richtigen Wortes. Beispiele: „Heute haben wir schlumpfiges Wetter“, „Die Schlumpf im Haus erspart den Zimmerschlumpf“. Es werden auch bewusst komische Momente erzielt. So sagt etwa ein ansonsten unbekleideter Schlumpf, der sein Handtuch abgeben soll: Mais … Grand Schtroumpf, on va voir mon schtroumpf (1968, Les Schtroumpfs et le Cracoucass; dt. etwa „Aber Großer Schlumpf! Dann sieht man doch meinen Schlumpf!“).

Die Schlumpfsprache kommt den sprachschöpferischen Neigungen junger Leser entgegen, die sich die Muttersprache und ihre Regularitäten durch den Schulunterricht gerade erst erschließen müssen. Ähnlich wie selbst erfundene Geheimsprachen schafft sie ein Gruppengefühl und führt dazu, dass die Leser sich den Schlümpfen verbunden fühlen (schließlich sprechen sie ja die „Sprache“ der Schlümpfe). In den Alben ist die Schlumpfsprache den Schlümpfen vorbehalten. Während daher die Kommunikation mit den Schlümpfen für die Menschen in den Comic-Geschichten oft recht schwierig ist, kann der außenstehende Leser eines Albums der Sprache oder den Geschehnissen meist leicht folgen.

Allerdings wird in den jüngeren deutschen Bearbeitungen bei Carlsen oder Bastei das Wort Schlumpf häufiger eingebracht, als es die Originalfassung vorsieht. Es kommt auch vermehrt zu Wortschöpfungen. So werden Texte aus Les Schtroumpfs noirs (Albenversion v. 1963, jew. Blatt 2, der Große Schlumpf hat mit einem faulen Schlumpf zu tun), „Ou est encore passé ce fainéant?“ und „Et va plutôt me ser une grande perche dans la forêt!“, bei Carlsen zu „Wo steckt der Schlumpfpelz jetzt wieder?“ und „Schlumpf mir lieber einen Schlumpf aus dem Wald!“ In La Schtroumpfette (1966) wird, nachdem Schlumpfinchen einen Schlumpf küsst, „C’est comme ça qu’on attrape des microbes“ zu „Alles voller Schlumpfzillen“ (Blatt 8) und „Il faudrait des volontaires pour l’accompagner“ zu „Wir brauchen Schlumpfwillige“.

Anzahl der Schlümpfe

Über die Anzahl der Schlümpfe divergieren die Darstellungen der Autoren und die Auffassungen der Leser. Während letztere auf vielen Netzseiten und Fandarstellungen dazu neigen, Schlümpfe akribisch zusammenzuzählen, was mit Oma Schlumpf, Opa Schlumpf (die in den 25 eigentlichen Comic-Alben nie aufgetreten sind), Schlumpfinchen, Sassette, Babyschlumpf und dem Wilden Schlumpf zu einer Anzahl von 106 führt, haben die Autoren keinen Zweifel daran gelassen, dass es für sie eine Gemeinschaft von 100 Schlümpfen ist (dokumentiert 1962 in Le centième Schtroumpf, 1964 in Le Schtroumpfissime, 1969 in Le cosmoschtroumpf, 1995 in Le Schtroumpfeur de Bijoux sowie in Luc Parthoens Interview von 2003 anlässlich der Albenherausgabe Le Schtroumpf Reporter). Aus Parthoens Interview geht auch die für die Dramaturgie bedeutende und notwendige Existenz anonymer Schlümpfe hervor.

Deutsche Übersetzungen und Bearbeitungen

Die Schlümpfe im Kauka-Verlag

Rolf Kauka veröffentlichte 1968 in seinen Fix-und-Foxi-Heften erstmals Johan-Abenteuer in deutscher Sprache (auf Titelbildern von Der heitere Fridolin war sein Kopf bereits um 1960 zu sehen). Johan, Pirlouit und seine Ziege Biquette heißen bei Kauka „Prinz Edelhart“, „Kukuruz“ (der Spitzname „Kuckuck“ wird selten gebraucht) und „Ricki“. Die Schlümpfe gab es dann ab 1969. Kauka veröffentlichte deren Abenteuer als Fortsetzungsgeschichten in seinen Fix und Foxi-Heften, als Alben sowie umformatiert im Taschenbuchformat. Mit seinem Fix und Foxi super 35, Die große Schlumpf-Schau (1970, FF super 35), hat er 40 Seiten Schlumpf-Comic mit eigenen Zeichnungen (die nicht von Peyo stammen) in schlechter bzw. spürbar anderer Qualität um vier Seiten gestreckt sowie eigene Titelbilder anfertigen lassen. Da Kauka bereits mehrere Schlumpf-Geschichten zur Verfügung hatte, benannte er sie in Geschichten, in denen sie bei Peyo noch namenlos waren. In Les schtroumpfs noirs beispielsweise erwischt der Große Schlumpf einen faulen Schlumpf, Kauka nannte den von dieser Geschichte an Gammelschlumpf. Bei Peyo und Delporte erhielt der mit Faulheit assoziierte Schlumpf erst in einem später gezeichneten Abenteuer seinen Namen.

Vom FF super 35 abgesehen ist der Comic-Teil der langen Schlumpf-Geschichten etwas ungenau, aber inhaltlich mehr oder minder korrekt übersetzt. Anders als bei Bastei oder Carlsen hat man bei Kauka die Schlumpf-Sprache nicht stärker betont. Bedingt durch das Formatieren in Fortsetzungsgeschichten fehlt gelegentlich der obere Streifen eines Blatts. Außerhalb des Comic-Teils sind immer wieder von Kauka-Zeichnern angefertigte Schlümpfe oder sonstige Nebenfiguren zu sehen. Es existieren auch Titelblätter mit Schlümpfen und Fix, Foxi oder Lupo. Weiterhin wurden ab 1975 aus Peyos Material, versehen mit Ergänzungen von Kauka, eigene Kurzabenteuer über die Schlümpfe gestaltet.

Kauka dürfte auch etwas Einfluss auf die deutsche Synchronfassung der Verfilmung zu La Flûte à 6 schtroumpfs von 1976 gehabt haben: Zu Beginn stellt sich Pirlouit als Erzähler mit seinem Kauka-Namen „Kukuruz“ vor, während er im weiteren Verlauf des Films Pfiffikus heißt. Im Vorspann ist auch die Information „Die Schlümpfe schlumpfen jede Woche in Fix und Foxi“ enthalten. Im Zuge des Filmverleihs brachte ab November 1976 der Kauka-Verleger Gevacur (Schweiz) vier Schlumpf-Alben heraus. Das zweite, Die Schlümpfe und die Zauberflöte (von 60 auf 56 Seiten gekürzt, das Comic zum Film), erschien Anfang Januar 1977. Von einem deutschen Anbieter kam die DVD im Februar 2007 heraus (ohne frz. Tonspur).

Schlümpfe ab 1979, vorwiegend bei Bastei und Carlsen

Seit 1979 verlegt vorwiegend der Carlsen-Verlag Abenteuer mit den Schlümpfen (die deutsche Bezeichnung Schlümpfe konnte bei allen weiteren deutschen Verlegern beibehalten werden) und dem Pagen (Johann und Pfiffikus bei Carlsen) in deutscher Sprache. Die Schlumpf-Abenteuer kamen zunächst einmal vollständig und chronologisch heraus. Die Johan-Abenteuer mit Pirlouit wurden ebenfalls verlegt, allerdings nicht chronologisch.

Die ersten 13 regulären Bände, welche in der Aufmachung vorwiegend den französischen Alben entsprechen, erschienen chronologisch von 1979 bis 1989 bei Carlsen. Nachdem 1992–1995 einige weitere Bände im Bastei-Verlag erschienen, legt Carlsen seine Reihe seit 1996 neu auf, jedoch ab Band 11 mit anderem Inhalt.

1982-1984 erschien bei Carlsen zudem eine über Kioske vertriebene Schlumpf-Reihe (12 Ausgaben, ab Nr. 3 mit der Bezeichnung semic, jeweils 44 Seiten Comic) mit gelben Umschlägen, in denen das Material der normalen Ausgaben (teilweise 60 Seiten Comic) in anderer Zusammenstellung nachgedruckt wurde.

Die Kurzgeschichten aus dem Studio Peyo und die Schtroumpferies wurden in Deutschland vorwiegend im Magazin „Die Schlümpfe“ bei Bastei, 1991-2002, publiziert. Bastei verlegte weiterhin auch den klassischen Albenstoff. Im Gegensatz zu letzteren (Geschichten aus den ersten Schlumpf-Alben wurden mehr als ein halbes Dutzend mal auf deutsch verlegt) wurden die Schtroumpferies und die meisten Kurzgeschichten nur in dieser Form in deutscher Sprache heraus gebracht.

Deutsche Bearbeitungen ab 2005

In der gut vertriebenen Reihe Klassiker der Comic-Literatur (ausgewählt vom F.A.Z.-FeuilletonFrankfurter Allgemeine, Verleger: Panini) beschäftigt sich der 2005 erschienene Band 14 (FAZ-14) mit den Schlümpfen. Neben einigen alten Abenteuern, die bereits von Kauka oder Carlsen verlegt wurden, enthält das Buch auch drei sonst kaum zugängliche Geschichten aus dem Jahr 2000. In der Übersetzung wurden teilweise die Benennungen aus der dt. Synchronfassung der Fernsehserie benützt. Der redaktionelle Teil enthält keine ins Detail gehende Informationen über die Schlümpfe, die ein Leser nicht auch aus den Geschichten, die im Buch enthalten sind, entnehmen kann. Für die im Jahr 2000 entstandenen Abenteuer wird der 1992 verstorbene Peyo als Szenarist und Zeichner genannt, die Geschichten enthalten die seit seinem Tod übliche (C)-Peyo-Signatur.

Seit 2006 veröffentlicht Panini die Zeitschrift SCHLUMPF MAG. Entgegen dem Untertitel „Comics, Rätsel, Spiel“ enthält die Zeitschrift keine der üblichen Comics, sondern nur illustrierte Geschichten und anderes Material. Jedoch enthält die Zeitschrift unter dem Titel „Comic-Ecke“ eine ältere ummontierte und stark gekürzte Comic-Geschichte. Die verbleibenden Zeichnungen werden dabei ohne Sprechblasen mit einem zugehörigen Text in Prosa gedruckt (siehe Comic).

Seit Februar 2008 publiziert Panini in zweimonatlicher Erscheinungsweise das SPECIAL SCHLUMPF MAG. Hier sind je Ausgabe etwa 28 Seiten Comics (Schtroumpferies und Kurzgeschichten aus den 1990er Jahren) enthalten.

Übersetzungen bei Carlsen, Bastei oder sonstigen Verlagen sind gelegentlich identisch und unterscheiden sich nur in der unterschiedlichen Benennung einzelner Schlümpfe oder in der jeweils aktuellen Rechtschreibung (in diesem Sinne stimmen die Bearbeitungen von Le cosmoschtroumpf, 1969, bei Carlsen und Bastei überein). Von Kauka wurden die Bezeichnungen „Schlümpfe“ und „Gurgelhals“ übernommen. In den Veröffentlichungen ab 1995 hat auch bei Carlsen der Zauberer seinen richtigen Namen „Gargamel“ zurückbekommen.

Probleme bei den Übersetzungen

Manchmal enthält der Originaltext unübersetzbare Feinheiten der Aussprache auf Französisch. In Le bébé Schtroumpf lautet ein Text vom Großen Schlumpf „Allez lui s-er un bol de lait! … Non Schtroumpf Bêta. Ça c’est un bolet“.

Gelegentlich kommt es wegen Unkenntnis zu mangelhafter Bearbeitung. So wird, als die Schlümpfe in Le Schtroumpfeur de Bijoux (1995) bei Homnibus niemanden vorfinden, der Satz „Pas même l’ombre d’un Olivier“ bei Carlsen annehmbar zu „Nicht mal der Schatten von Oliver“, bei Bastei (die Johan-Abenteuer und deren Nebenfiguren kennt man dort offenbar nicht) zu „Nicht mal der Schatten eines Olivenbaums“.

Manche Mängel sind auch ohne Kenntnis des Originaltextes erkennbar: In der Bastei-Version von La Schtroumpfette (1966) erhalten Schtroumpf Farceur und Schtroumpf Volant beide den Namen „Überraschungsschlumpf“. Während im Original Schtroumpf Farceur dem Schtroumpf Volant eine Torte stiehlt, muss man in der Bearbeitung wohl davon ausgehen, dass der Überraschungsschlumpf sich selbst die Torte wegnimmt und in einer Gerichtsverhandlung als Verteidiger und zugleich auch noch als Geschworener agiert.

Bibliographie

Alben (Dupuis u. Lombard in Belgien, Carlsen und Bastei)

Schlumpf-Auftritte in Johann und Pfiffikus
Jahr Ausgabe Originaltitel Deutscher Titel
1960 9 La Flûte à 6 schtroumpfs Die Schlümpfe und die Zauberflöte (J&P 1)
1961 10 La Guerre des sept fontaines Der Streit um die sieben Quellen (J&P 2)
1964 12 Le Pays maudit Im verwünschten Land (J&P 4 / Alte Ausgabe: 3)
1970 13 Le Sortilège de Maltrochu Der Zauber von Schwarzenfels (J&P 5 / Alte Ausgabe: 4)
Die Schlümpfe
Jahr Ausgabe Originaltitel Deutscher Titel
1963 1 Les Schtroumpfs Noirs Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe (1)
1965 2 Le Schtroumpfissime Der König der Schlümpfe (2)
1967 3 La Schtroumpfette Schlumpfine (3)
1968 4 L'Oeuf et les Schtroumpfs Das Zauberei und die Schlümpfe (4)
1969 5 Les Schtroumpfs et le Cracoucass Die Schlümpfe und der Krakakas (5)
1970 6 Le Cosmoschtroumpf Der Astronautenschlumpf (6)
1971 7 L'Apprenti Schtroumpf Der Zauberschlumpf (7) eine Geschichte fehlt in der dt. Ausgabe!
1972 8 Histoires de Schtroumpfs Schlumpfige Geschichten (Einseiter. Teilweise in Album 9)
1972 9 Schtroumpf vert et vert Schtroumpf Rotschlümpfchen und Schlumpfkäppchen (8)
1976 10 La Soupe Aux Schtroumpfs Die Schlumpfsuppe (10)
1983 11 Les Schtroumpfs Olympiques Die Schlumpf-Olympiade (Alte Reihe 11)
1984 12 Le Bèbè Schtroumpf Das Schlumpfbaby (Alte Reihe 12/Neue Reihe 11)
1988 13 Les P'tits Schtroumpfs Die Minischlümpfe (Alte Reihe 13)
1990 14 L'Aéroschtroumpf (Mehrere Kurzgeschichten, teilweise in Bastei-Album 3)
1991 15 L'ètrange rèveil du Schtroumpf Paresseux (Mehrere Kurzgeschichten, teilweise in Bastei-Album 1 und 4)
1992 16 Le Schtroumpf Financier Der Finanzschlumpf (Neue Reihe 12, Bastei-Album 5)
Nach Peyos Tode entstandene Schlümpfe-Alben und Johann-Alben mit Schlümpfen
Jahr Ausgabe Originaltitel Deutscher Titel
1994 J+P 14 La horde du corbeau Der Rabe des Khans
1995 17 Le Schtroumpfeur de Bijoux Der Juwelenschlumpf (16, Bastei-Album 8)
1996 18 Docteur Schtroumpf Doktor Schlumpf (14)
1998 19 Le Schtroumpf Sauvage Der wilde Schlumpf (Neue Reihe 13)
2000 20 La Menage Schtroumpf Die Schlümpfe in Gefahr (15)
2002 21 On ne schtroumpfe pas le progrès  
2003 22 Le Schtroumpf reporter  
2005 23 Les Schtroumpfs joueurs  
2006 24 Salade de Schtroumpfs  

Liste der Comic-Geschichten

Die meisten Geschichten aus der Zeit 1958–1988 sind entsprechend den Erstveröffentlichungen im Magazin Spirou angeführt, die jüngeren anhand der Alben. Die Albennummer entspricht der Originalausgabe der Alben bei Dupuis (später: Lombard), welche in Nummerierung und Inhalt mit der ersten Carlsen-Ausgabe (1979 bis ca. 1992) großteils identisch ist. Deutsche Benennungen sind von Kauka, Bastei oder Carlsen übernommen. Die Jahreszahl einer einzelnen Geschichte bezieht sich auf die französische Erstveröffentlichung (üblicherweise im Spirou).

Les Schtroumpfs noirs, Le voleur de schtroumpfs, L'oeuf et les schtroumpfs, Le faux schtroumpf, La faim des Schtroumpfs Dupuis und Le centième schtroumpf erschienen 1959-1962 als Mini-récits (vier Streifen je Seite) und wurden für die Alben ab ca. 1963 unter Beibehaltung der Szenarios in einem Albenformat mit fünf Streifen je Seite neu gezeichnet. Die Dialoge wurden dabei kaum geändert, vereinzelt kamen weitere Zeichnungen hinzu oder weg. Üblicherweise wird die Albenversion vertrieben.

Bei den Kommentaren werden in knapper Form jene Aspekte dargestellt, welche immer wieder Stoff zu Fragen oder Diskussionen liefern. Andere interessante Details sind auch erwähnt. Die Blatt-Bezeichnungen beziehen sich auf die im Comic-Streifen angebrachten Blattnummern (nicht die Albenseite). Bei besonders heiklen oder interessanten Fragestellungen (Erschaffung von La Schtroumpfette oder die Eintragung über Schlümpfe in Gargamels Buch) ist der Originaltext angeführt, in solchen Detailfragen ist leider keine der Übersetzungen verlässlich.

Zeichner und Texter: Die Angaben erfolgen so, wie sie in den Alben vorliegen. Erst seit Album 16 (1992) ist eine exaktere Angabe des Stabs (Szenarist, Zeichner, Tuschzeichner, Färber) üblich. Seit diesem Album arbeiten auch Peyos Sohn Thierry Culliford (geb. 1955), sowie Luc Parthoens und Alain Maury (Alben 16-21) mit. Im Album 16 wird immer dieselbe Unterschrift von Peyo abgedruckt, ab Album 17 ist sie zusätzlich mit einem vorstehenden (C) versehen (und somit nicht mehr als unmittelbare Signatur des Künstlers an seiner Zeichnung aufzufassen).

Seit Peyos Tod erscheinen in der Albenreihe (Les Schtroumpfs, 26 Alben bis 2008) nur mehr lange Geschichten (meist 44 Blatt). Einseiter sind in der Albenreihe Schtroumpferies (5 Alben von 1994 bis 2001, als Urhebervermerk ist nur Peyo bzw. © Peyo angeführt) verlegt werden. Beide Reihen erscheinen auf Französisch bei Lombard und werden laufend nachgedruckt, hinsichtlich dieser Alben ist die nachstehende Bibliographie vollständig. Weitere Kurzgeschichten (4 Seiten, 8 Seiten) werden auf unterschiedliche Art publiziert.

Auf Deutsch erscheint derzeit ein Teil des klassischen Albenstoffs bei Carlsen. Schtroumpferies (als „Schlumpfereien“) und Kurzgeschichten wurden auf Deutsch bisher nur von Bastei in Magazinen und Alben vorwiegend in den Neunziger Jahren herausgegeben.

1958 La flûte à six schtroumpfs (Peyo; 1960 Johan et Pirlouit 9 bei Dupuis; Die Schlümpfe und die Zauberflöte; 1969 in Fix und Foxi, 1976 Album 2 bei Gevacur, 1979 und 1994 bei Carlsen).

Inhalt: Pirlouit findet eine Zauberflöte mit sechs Löchern, deren Flötentöne Menschen zum Tanzen zwingen; nach längerem Tanz wird man ohnmächtig. Der üble Mathieu Torchesac (Kauka-Übersetzung: Matthias Munkelsack, sonst: Bruno Böse) stiehlt die Flöte für unliebsame Vorhaben. Johan und Pirlouit fragen Homnibus um Rat (aus der Kauka-Übersetzung, Homnibus: Niemand kennt das Geheimnis der Zauberflöten … Außer den Schlümpfen … Sie stellen Zauberflöten her!) und lassen sich von ihm mittels Hypokinésie in das verwunschene Land der Schlümpfe versetzen, wo ihnen eine zweite Flöte hergestellt wird.

  • Der ursprüngliche Titel lautete La flûte à six trous. Kauka verlegte die Geschichte 1969 in Fix und Foxi in Fortsetzungen unter dem Titel Die Schlümpfe und die Zauberflöte; der Titel wurde für die deutsche Synchronfassung des Films und allen anderen deutschen Albenausgaben beibehalten.
  • In La flûte à six schtroumpfs, La guerre des sept fontaines und den Mini-récits sind die Schlümpfe etwas länger und weniger mollig. Weiterhin haben sie noch fünf Finger an jeder Hand. Zwischen den ganz unterschiedlich gestalteten Schlumpfhäusern aus Pilzen befinden sich auch noch vereinzelt unbearbeitete Pilze. Die Gestalt der Häuser bleibt so, allerdings bauen sie die Schlümpfe in späteren Geschichten doch aus Stein und Holz.
  • Alter des Großen Schlumpfs, Alter der Schlümpfe: Diese Frage hat Peyo bereits in diesem Abenteuer klar beantwortet: Die Schlümpfe werden sehr alt. Der Große Schlumpf muss sich ärgern: „Immer dasselbe! Bilden sich ein, mit Hundert wär’ alles erlaubt!“ Pirlouit: „Hundert Jahre alt?!“ Johan: „Sag, wie alt bist du denn erst?“ Großer Schlumpf: „Ich leb’ seit 542 Jahren hier! (Eh! Mon Dieu, j’ai eu 542 aus aux chanterelles)“. Der 542. Jahrestag seines Geburtstages wird in Le schtroumpf bricoleur (1982) gefeiert. In Le Schtroumpfeur de Bijoux (1995) nennt der Witzboldschlumpf daher 543 als dessen Alter, in Les Schtroumpfs et le Livre Qui Dit (2008) wird wieder 542 als Alter ausgewiesen (Thierry Culliford hat an beiden Szenarien mitgewirkt). Das mag nur dann inkonsistent erscheinen, wenn man auf die starke Voraussetzung besteht, dass die Chronologie der Comic-Veröffentlichungen auch der Chronologie der zugehörigen Geschehnisse in der Welt der Schlümpfe entspricht. Sonst werden etwa Schlümpfe um die 100 als kecke Jugendliche aufgefasst. Schlumpfinchen (1966) wird von einem Schlumpf auf ein Alter von 130 Jahren geschätzt.
  • Le Grand Schtroumpf (Großer Schlumpf): Der Große Schlumpf spricht im ersten Dialog mit Johann und Pirlouit die Menschensprache. In der Kauka-Übersetzung bleibt das so, allerdings wird zwischen den Formulierungen gelegentlich „schlumpfschlumpf“ zusätzlich eingefügt.
  • In der ersten Begegnung mit Johann trägt der Große Schlumpf ein Zepter. Weiterhin wirkt er in dieser Geschichte rasch grantig und leicht erregbar (etwa wenn er die jungen Schlümpfe vom Pilz herunter jagt). Johann muss sogar den Streit zwischen dem Großen Schlumpf und Pirlouit schlichten. 1959, in Les Schtroumpfs noirs, scheint dieses Verhalten, wenn er zu Beginn den faulen Schlumpf zur Arbeit schickt, in der Zeichnung schon etwas weniger stark ausgeprägt. In den späteren Abenteuern wird er wesentlich besonnener gezeigt (beispielsweise reagiert er viel ruhiger, wenn er 1964 in Le Schtroumpfissime das zerstörte Schlumpfdorf sieht. Über die Kindheit vom Großen Schlumpf existieren Hinweise: In Les Schtroumpfs noirs (1959) wird erwähnt, dass er, blutjung mit 108, schon mit der ansteckenden Mücke zu tun hatte. In Schtroumpferies 5 (2001) wird sein fünfter Geburtstag erwähnt.
  • Das verwunschene Land der Schlümpfe gilt für Menschen unerreichbar, die Schlümpfe legen den Weg dorthin mit Störchen zurück.
  • Die große Zauberflöte kommt noch in La guerre des sept fontaines (1959) und in Les Stroumpfeurs De Flûte (2008) vor; eine kleinere, in geometrischem Sinne ähnliche Flöte ist in Die Schlümpfe und der Zaubertanz (1998) und in Salade de Schtroumpfs (2006) zu sehen.
  • Sprache der Schlümpfe: Schließlich glaubt Pirlouit, dass er die Sprache und eine mögliche Übersetzung durchschaut hat: „Le langage schtroumpf! C'est enfantin! Il suffit de remplacer les noms par ‚schtroumpf‘ et les verbes par schtroumpfer!“(bei Kauka, 1969, wurde die Formulierung so übersetzt: „Die Schlumpfsprache! Ist kinderleicht! Man ersetzt nur alle Wörter durch Schlumpf“.
1959 La guerre des sept fontaines (Peyo; 1961 Johan et Pirlouit 10 bei Dupuis; 1979 und 1994 bei Carlsen Der Streit um die sieben Quellen).

Inhalt: Johann und Pirlouit wollen einem verstorbenen Adeligen helfen, der als Geist sein Unwesen treiben muss. Bei der Zauberin Rachel treffen sie neuerlich auf die Schlümpfe, mit deren Hilfe sie im vertrockneten Land des Adeligen wieder die Quellen sprudeln lassen.

  • Titel bei Spirou: Les sept fontaines.
  • Die Schlümpfe treten im Reich der Menschen kurz auf; ihr verwunschenes Land ist in diesem Abenteuer nicht zu sehen.
  • Der Frohwein, den Pirlouit aus Neugierde trinkt, wird in Le pays maudit (1961) dem König kredenzt.
1959 Les Schtroumpfs noirs (Mini-récit; von Peyo; Szenario: Delporte).

Inhalt: Ein Schlumpf wird von der gefährlichen Mücke Bzz (la mouche Bzz) gestochen und wird dadurch aggressiv, böse und schwarz. Das charakteristische Benehmen der kranken schwarzen Schlümpfe besteht darin, den Laut Gnap (dt. „Gasch“, „Haps“) von sich zu geben und durch Schwanzbiss die Krankheit an blaue Schlümpfe zu übertragen. Der Große Schlumpf, der vor langer Zeit, im Alter von 108 Jahren, mit der Krankheit konfrontiert war, versucht, ein Gegenmittel zu finden.

  • Nur im Mini-récit trifft der Schlumpf, welcher vom Großen Schlumpf auf die Suche nach dem abgängigen Kameraden geschickt wird, unmittelbar auf diesen und erhält von ihm einen Schlag ins Gesicht. Brillenschlumpf und Witzboldschlumpf sind im Comic von 1959 nicht zu sehen. In dieser ersten eigentlichen Schlumpf-Geschichte werden die Schlümpfe als Bewohner des verwunschen Landes, mit Bezug zu Johan und Pirlouit, mit der Farbe blau und ihrer eigenen Sprache, vorgestellt (Paut-être connaissez-vous déjà les „Schtroumpfs“, ces petits habitants du pays maudit, que Johan et Pirlouit ont reccontré s au cours d’une de leutrs aventures „La flûte à six schtroumpfs“. / Outre leur petite taille et leur couleur bleue, ils on tun langage bien particulier. Ils parlent „Schtroumpf“).
  • Gelegentlich wird in späteren Abenteuern an die Schwarzen Schlümpfe erinnert: In Le Schtroumpfissime (1964, Blatt 37) attackiert ein Schlumpf einen anderen mit der klassischen Gnap-Strategie. Im Einseiter 85 von 1976 malt sich ein Schlumpf schwarz an und spielt einen schwarzen.
  • Das Gegenmittel heißt in der Originalfassung Fleur de tubéreuse. In der letzten Zeichnung besteht das Schlumpfdorf aus 14 Häusern (21 in der Albenversion) und der Ruine des Labors vom Großen Schlumpf im Zentrum.
  • In dieser Geschichte sind Schlumpfköpfe ohne Mütze zu sehen: Einem gefangenen schwarzen Schlumpf wird die Mütze abgenommen, um seinen Kopf mit einer Salbe zu behandeln (Blatt 10 in der Albenversion). Weiterhin ist noch gegen Ende der Geschichte der Große Schlumpf, als Schwarzer, ohne Mütze zu sehen (Blatt 10 und 19 in der Albenversion). Höchstwahrscheinlich besitzen die Schlümpfe eine Glatze. In allen späteren Geschichten ist das Abnehmen der Mütze ein Tabu. Gelegentlich sind später zwar schwebende Mützen zu sehen, den zugehörigen Schlumpfkopf eines zumeist fallenden Schlumpfs muss man sich außerhalb des Bildes denken. (siehe auch Le Schtroumpfeur de Bijoux, 1995 und Das bärtige Schlumpfinchen, 1997).
  • Schtroumpf bêta (Dummschlumpf). Der Schlumpf, der alles verwechselt, ist bereits in dieser Geschichte zu sehen. Später erhält er seinen Namen Beta Schtroumpf. Er ist auch der einzige, der vor 1992 in einem Johan-Abenteuer auftritt (in Le pays maudit verwechselt er etwas). Bemerkenswert ist er in Le jardin des Schtroumpfs (1982) zu sehen. Eine besondere Naivität zeigt er in Schtroumpferies 1 (Blatt 23, 1994): Der Große Schlumpf schickt ihn um Kastanien in den Wald. Da er beim Flanieren irrtümlich wieder ins Schlumpfdorf zurück gelangt, glaubt er ein anderes Schlumpfdorf vorgefunden zu haben. Allerdings schafft er es in Schtroumpferies 5 (Blatt 183, 2001), nach einer Reise um die halbe Welt, ins Schlumpfdorf zurückzufinden.
  • Schtroumpf Grognon (Miesepeterschlumpf): Der Schlumpf, der von der Mücke gestochen wird, trägt zunächst Charakterzüge des Schtroumpf Grognon und etwas stärker des Schtroumpf Paresseux. In L’oeuf et les Schtroumpfs (1960) zeigt dieser Schlumpf eindeutig und ausgiebig das typische Verhalten des Grognon, was die anderen Schlümpfe auf den Mückenstich zurückführen. Den Namen Schtroumpf Grognon erhält er erst 1962 in Le centième Schtroumpf, gelegentlich wird er Grognon gerufen. Die Kauka-Übersetzer haben ihm in Die schwarzen Schlümpfe (1969) den deutschen Namen für den Schtroumpf Paresseux, „Gammelschlumpf“, gegeben. Im Vordergrund steht Grognon 1984 in Le bébé Schtroumpf, zwischen ihm und dem Baby entsteht eine ungewöhnlich besondere Bindung.
  • In der zugehörigen Fernsehepisode The purple smurf (1981) werden die Schlümpfe nicht schwarz, sondern violett.
1959 Le voleur de Schtroumpfs (Peyo und Delporte; Mini-récit)

Inhalt: Hexenmeister Gargamel will wertlose Metalle in Gold verwandeln und braucht für die Rezeptur einen Schlumpf. Da Gargamel die Schlümpfe noch nicht kennt, sieht er in einem seiner Bücher nach. So erfährt er vom Verwunschenen Land und wo die Schlümpfe noch zu finden sind, deren Sprache und deren Lieblingsspeise Salsepareille (Siebenwurz bei Kauka; siehe Raue Stechwinde) Schtrou … Schtroumpf … Ah! Voila! Sorte de petit génie habitant le pays maudit, mais que l'on rencontre parfois dans nos régions. Le schtroumpfs ont un langage spécial: Ils parlent schtroumpf. Ils sont, dit-on, très friands d'uneplante appelée: Salsepareille). Nachdem Gargamel Fallen aufgestellt hat, tappt einer von zwei Schlümpfen, die sich auf der Suche nach Nüssen befinden, hinein. Der andere Schlumpf alarmiert alle übrigen, um den Gefangenen zu befreien.

  • Die Mini-récits von Les Schtroumpfs noirs und Le voleur de Schtroumpfs wurden 2004 in einer Sonderauflage von Niffle neu heraus gebracht)
  • Der “andere Schlumpf“ zeigt bereits ein typisch neunmalkluges Verhalten, ist aber im Mini-récit ohne Brille zu sehen und wird erst in der Albenversion von ca. 1963 zum Brillenschlumpf. Sonst ragen durch ihr Benehmen nur der Große Schlumpf und der Dummschlumpf aus der Anonymität hervor.
  • In diesem Mini-récit sind die Schlümpfe abwechselnd mit vier oder fünf Fingern gezeichnet.
  • Im Mini-récit dokumentieren ein innerer Monolog des Gefangenen und der Aufruf des Großen Schlumpfs zur Rückkehr („Je ne reverrai plus jamais le schtroumpf maudit“ sowie „Ouf! En route pour le schtroumpf maudit“), dass sich Gargamels Behausung außerhalb des verwunschenen Landes befindet. Für das Album wurde die erste Bemerkung über die Topologie geändert („Je ne reverrai plus jamais mon village schtroumpf.“, Kauka-Übersetzung von 1969: „Nie mehr werd’ ich Schlumpfdorf wiedersehen.“), die andere gestrichen. Offenbar waren die Szenaristen doch an einer Darstellung interessiert, welche Gargamel als Bewohner des Verwunschenen Landes suggeriert. Diese Idee verträgt sich auch besser mit den Inhalten aus Le pays maudit.
  • Gargamel und Azraël: In dieser Geschichte begegnen die Schlümpfe zum ersten Mal Gargamel und seinem Kater Azraël. Zunächst benötigt Gargamel einen Schlumpf, um Gold zu machen. Das Rachemotiv kommt erst am Ende auf, seine Rache äußert sich in späteren Comic-Abenteuern ganz unterschiedlich. Der innere Monolog in Der neugierige Schlumpf und die Antwort-Fee (1994) dokumentiert, dass er sich an die ursprünglichen Motive auch nicht mehr erinnern kann. Ostern im Schlumpfland (1998) zeigt, dass sich seine Wertvorstellungen geändert haben; Schlümpfe sind ihm nun wichtiger als Gold.
  • In unspezifischen Rezeptionen wird häufig dokumentiert, dass Gargamel aus den Schlümpfen Gold machen oder sie gerne essen möchte. Tatsächlich wird die Goldrezeptur, für welche auch nur ein Schlumpf nötig ist, nach dieser Geschichte nie wieder erwähnt. Ans Essen von Schlümpfen denkt Gargamel ebenfalls sehr selten (beispielsweise äußert er in Un Schtroumpf pas comme les autres, 1969, solche Absichten). Gargamel hindert sogar seinen Kater Azraël wiederholt daran, die Schlümpfe rasch aufzufressen. Sonst will er sich an den Schlümpfen einfach nur rächen, da sie beim ersten Zusammenkommen seine Pläne vereitelten. Dabei nimmt er sie meist gefangen und hat nur selten weitere konkrete Pläne. In Pièges à Schtroumpfs (1968) fängt er fast alle ein, richtet sich auf eine längere Haltung ein und versklavt sie.
  • Dem Kater Azraël fehlt grundsätzlich ein Teil seines rechten Ohrs. Allerdings sind in Le voleur de Schtroumpfs sowohl im Mini-récit als auch im Album die Ohren in einigen Zeichnungen vollständig abgebildet. Azraël kommuniziert mit Maunzen, gelegentlich nimmt man auch an seinen Vorstellungen in Form von Schlumpfbildern teil. Nur in Les farces du Schtroumpf farceur, ca. 1990, ist ein kurzer innerer Monolog nachzulesen.
  • Gargamel trinkt irrtümlich einen Zaubertrank, welcher ihn etwa auf Schlumpfgröße verkleinert. Den gleichen Zaubertrank müssen ihm die Schlümpfe in Les Schtroumpfs et le Cracoucass (1969) stehlen. In einem Einseiter in Schtroumpferies 2 (1996) konnte auch der Große Schlumpf eine solche Mixtur entwickeln.
1960 L’Œuf et les Schtroumpfs (Peyo; nach dem Mini-récit von 1960 für Spirou und die Albenveröffentlichung ca. 1966 neu gezeichnet; 1968 Album 4 bei Dupuis; 1970 in einem FF-Sommer-Sonderheft und 1972 im FF-Album 7 Die Schlümpfe und das Kuckucksei; 1979 und 1997 bei Carlsen Das Zauberei und die Schlümpfe)

Inhalt: Die Schlümpfe finden ein Zauberei und entdecken, dass es Wünsche erfüllt.

  • FF-Album 7 hat den Sammeltitel Schlumpfonie.
  • Zwei Schlümpfe finden einen Hühnerstall, es gibt also – von Gargamel abgesehen – noch weitere Hinweise auf frühere oder gegenwärtige nicht von den Schlümpfen stammende Besiedelungen im verwunschenen Land (In Les Schtroumpfs et le Cracoucass, 1968, finden die Schlümpfe in einem verlassenen Wachturm Schutz).
  • Ein Schlumpf verwandelt sich irrtümlich in ein Würstchen; an diese Situation denkt er während der Hungerzeit in La faim des Schtroumpfs (1961). In Schtroumpferies 3 (1997, Blatt 114) wird er durch einen Zauber wieder in ein Würstchen verwandelt. Motive dieser Geschichte findet man 1999 in Die Schlümpfe und der Zaubervogel wieder.
1961 Le faux Schtroumpf (Peyo; nach dem Mini-récit von 1961 für Spirou und die Albenveröffentlichung ca. 1967 neu gezeichnet; 1968 in Album 4 bei Dupuis; Der falsche Schlumpf; 1970 in Fix und Foxi; 1979 und 1997 Carlsen)

Inhalt: Gargamel möchte sich an den Schlümpfen rächen, mischt sich einen Trank und verwandelt sich damit in einen Schlumpf. Im Detail geht die Transformation etwas daneben. Er hat keinen Schwanz, er ist nicht in der Lage, die Leibspeise Salsepareille zu genießen und er beherrscht nicht die Schlumpfsprache. Dennoch gelangt er ins Schlumpfdorf und wird als Schlumpf hingenommen.

  • Von den Schlümpfen wird Gargamel nach der Verwandlung nicht erkannt, offenbar gibt es anonyme Schlümpfe.
  • Gegen Ende der Geschichte verpatzt Gargamel den Zaubertrank, so dass er nach der Rückverwandlung vom Schlumpf in den Menschen die Größe der Schlümpfe und auch ihre Proportionen (größerer Kopf innerhalb der Gestalt) beibehält.
  • Ein einziges Mal ist der Große Schlumpf bei einer handwerklichen Tätigkeit, mit Hammer am Amboss, zu sehen.
  • Das Szenario der Fernsehepisode „The fake smurf“ (1981) stimmt mit dem Comic großenteils überein, jedoch verwandelt sich Hogatha in den falschen Schlumpf.
1961 La faim des Schtroumpfs (Peyo; nach dem Mini-récit von 1961 für die Albenveröffentlichung neu gezeichnet; 1967 in Album 3; 1970 in Fix und Foxi Die Schlümpfe in Not, auch ca. 1973 Der große Hunger; 1979 und 1996 Carlsen).

Inhalt: Im Winter wird das Vorratslager der Schlümpfe beschädigt, die Vorräte unbrauchbar. Sie machen sich auf eine weite Reise, um zu neuen Nahrungsvorräten zu kommen.

  • In dieser Geschichte treffen die Schlümpfe – allerdings weit vom Schlumpfdorf entfernt – auf eine fast verlassene Burg.
  • Der große Vorratsspeicher: Ein häufig gezeichnetes gemeinnütziges Gebäude im Schlumpfdorf ist der erstmals in diesem Comic abgebildete große Speicher, mit Dachluke und Winde. Die Schlümpfe bewahren darin ihre Nahrungsmittel auf, in dieser Geschichte und in Les Schtroumpfs et le Cracoucass (1968) wird er beschädigt. Wenn man davon ausgeht, dass es nur ein solches Gebäude gibt, dient es weiterhin als Werkstatt für den Fliegenden Schlumpf (1963, Le Schtroumpf Volant) und häufiger dem Bastelschlumpf (1972, Schtroumpf vert et vert Schtroumpf) und umgebaut in ein Spital (1996, Docteur Schtroumpf), als Gerichtssaal (1966, La Schtroumpfette) und immer wieder als Versammlungsort (2006, Salade des Schtroumpfs).
1961 Le pays maudit (Peyo; 1964 Johan et Pirlouit 12 bei Dupuis; 1969 in Fix und Foxi Das verwunschene Land; 1980 und 1995 bei Carlsen Das verwünschte Land)

Inhalt: Ein Schlumpf gelangt über eine Gauklertruppe zu Johann und Pirlouit. Im Schlumpfdorf ist offenbar Schreckliches passiert: Omnibus ist zu krank, um sie dorthin zu versetzen. Johann, Pirlouit, der Schlumpf und der König machen sich auf den beschwerlichen Weg ins verwunschene Land.

  • In dieser Geschichte wird u. a. dargestellt, wie schwierig das verwunschene Land der Schlümpfe für Menschen zu Fuß zu erreichen ist. Johann und seine Begleiter müssen dichte Wälder, gefährliche Sümpfe, eine heiße Wüste und Gebirgsgletscher zu Fuß überwinden. Zu Peyos Lebzeiten blieb es (deswegen) auch bei sehr wenigen Kontakten der Schlümpfe zu den Menschen.
  • Peyo nützte in der Handlung dieser Geschichte auch den Umstand aus, dass die Sprache der Schlümpfe von den Menschen nicht so einfach verstanden wird. So berichtet ein Schlumpf Le grand schtroumpf a été schtroumpfé pas un vilain schtroumpf qui a und schtroumpf qui schtroumpfe du schtroumpf!, was hinsichtlich des schtroumpf qui schtroumpfe du schtroumpf (bei Kauka: Der Schlumpf mit dem Schlumpfeschlumpf) für längere Zeit zum Rätsel wird.
  • Monulf und Drache Fafnir werden bei Kauka zu Fafnir und Drache Fauchi.
  • Von der Gauklertruppe haben Bär Martin, der nur ans Ausbüchsen denkt, und sein Pfleger in Baby-Schlumpfs größter Wunsch (1991) wieder einen Auftritt.
1962 Le centième Schtroumpf (Peyo, Delporte; nach dem Mini-récit von 1962 für die Albenveröffentlichung neu gezeichnet; 1968 in Album 4; Der hundertste Schlumpf, 1973 in Fix und Foxi, 1979 und 1996 bei Carlsen).

Inhalt: Der Große Schlumpf stellt fest, dass zu einem Mondfest, das alle 654 Jahre stattfinden soll, genau 100 Schlümpfe nötig sind. Er findet nur 99; schließlich kommt der eitle Schtroumpf Coquet (Modeschlumpf) durch Blitzeinschlag in seinem neuen Spiegel zu einem lebendigen Spiegelbild.

  • Bemerkungen: Der Modeschlumpf hat hier seinen ersten Auftritt. In den späteren Geschichten hat er meist einen kleinen Handspiegel bei sich oder eine Blume an der Mütze.
  • Anzahl der Schlümpfe: Das Abenteuer legt klar, dass es zunächst 100 Schlümpfe geben soll. In der Geschichte um Schlumpfissimus (1964) wählen, bei Abwesenheit des Großen Schlumpfs, genau 99 Schlümpfe. In der 1969 gezeichneten Geschichte Le cosmoschtroumpf erklärt der Weltraumschlumpf dem Magna Schlips ebenfalls, dass sie genau 100 Schlümpfe sind (das zu der Zeit schon bekannte Schlumpfinchen wird nicht berücksichtigt). Beim Tanz sehen die 99 weiß gekleideten Schlümpfe alle gleich aus (abweichende Kleidung gibt es erst später).
  • Es gibt 100 Schlümpfe, jedoch kann man die Anzahl der Häuser im Schlumpfdorf auf etwa zwei Dutzend schätzen. Tatsächlich sieht es in einigen Zeichnungen aus Die Schlümpfe und die Zauberflöte (1958) so aus, als ob mehrere Schlümpfe ein Haus bewohnen. Auch 1988 sieht es so aus, als ob die drei Minischlümpfe mit der Raupe zusammen in einem Haus wohnen. Jedoch legt die 1966 gezeichnete Geschichte um Schlumpfinchen nahe, dass in jedem Haus nur ein Schlumpf wohnt.
  • Schtroumpf farceur (Witzboldschlumpf) ist erstmals mit den für ihn charakteristischen Knallgeschenken (exploschtroumpfs), mit denen er Schlümpfe und Menschen reinlegt, zu sehen. Im Vordergrund steht er in Les farces du Schtroumpf farceur (1990) und 1995 in Le Schtroumpfeur de Bijoux Eine mögliche Erklärung dafür, wie man immer wieder auf seine Geschenke reinfallen kann, formuliert der Muskelschlumpf 2000 in La Menace Schtroumpf.
  • Schtroumpf à lunettes (Brillenschlumpf, Le moralisateur). Seine typische Besserwisserei zeigt er bereits 1959 in Le voleur de Schtroumpfs, die Brille ist aber erst in der Albenversion dieses Comics dazugezeichnet. In Le centième Schtroumpf (1962) ist er Le moralisateur, in der Albenversion davon ist er mit Brille und seinem typisch neunmalklugen Verhalten zu sehen. Schtroumpf à lunettes wird er erstmals 1964 in Le Schtroumpfissime genannt, dieser Name hat sich dann auch durchgesetzt. Politische Auslegungen über den Brillenschlumpf berufen sich ohne Quellenangabe auf seinen Intellekt, der nicht notwendig aus Besserwisserei folgt und weiterhin in den Comic-Geschichten selten zu beobachten ist. Außerdem wird er im Detail einmal ängstlich (Le Schtroumpf sauvage, 1998) und kindlich (Le Schtroumpf reporter, 2003; er ist der einzige, der in der Nacht einen Teddybären bei sich hat) dargestellt. Sonst bleibt sein charakteristisches Benehmen auf Besserwisserei und „Der Große Schlumpf sagt immer …“ beschränkt. Dem Ärger der übrigen Schlümpfe über sein Benehmen folgt in den älteren Alben eher Ignoranz oder Gewaltandrohung mit einem Hammer, in den jüngeren Comic werden die Drohungen häufiger auch umgesetzt (ähnlich dem Barden in Asterix). Grundsätzlich kommt ihm im Schlumpfdorf das Schul- und Unterrichtswesen zu. Wie der Große Schlumpf besitzt er Bücher (1968, Pâques schtroumpfantes), er versucht dem Wilden Schlumpf die Sprache beizubringen (1998, Le Schtroumpf Sauvage), einmal hören ihm die Schlümpfe sogar zu (2001, Schtroumpferies 5). Davon abweichend scheint es in Schnitzeljagd mit Gurgelhals (1998), als ob Schlumpfinchen die Schule leitet und den Unterricht hält.
  • Schtroumpf bricoleur (Bastelschlumpf) wird erstmals in dieser Geschichte erwähnt. Seine Bastelwerkstatt ist auch 1963 (Le schtroumpf volant) zu sehen. Ab 1982 trägt er eine Latzhose, die in einigen Geschichten noch weiß, ab 1992 immer dunkelblau ist. Seit dieser Zeit gehört auch ein, meist hinter das Ohrläppchen geklemmter, roter Bleistift zu seinem Erscheinungsbild. Mit seinen handwerklichen Fähigkeiten sowie seinem Werkzeug und seinen Erfindungen, welche über das Niveau des Mittelalters der Menschenwelt weit hinausreichen, leistet er immer wieder brauchbare Beiträge, beispielsweise ein Schießgerät (Les Schtroumpfs et le Cracoucass, 1968), eine Wettermaschine (Le schtroumpfeur de pluie, 1969), eine Bohrmaschine ohne Strom (Le schtroumpf bricoleur, 1982), einen schlumpfähnlichen Roboter (Le schtroumpf robot, 1988), eine Eisenbahn (Le petit train des schtroumpfs, 1991), aufziehbare Automobile und Holzroboter (2002).
  • Schtroumpf Parreseux (Gammelschlumpf) ist erstmals zu sehen. Er liegt gerne lächelnd, manchmal auch schlafend, im Gras. Ab 2002 (Album 21) hat er ein Kopfpolster dabei.
  • Schtroumpf gourmand (Leckerschlumpf) ist üblicherweise beim Verzehr von Naschereinen oder Salsepareille zu sehen. In den älteren Geschichten bereitet er sich sein Essen selbst zu (La Schtroumpfette, 1966). Nach den Erstauftritten des Kochs (1976) und des Bäckers als eigenständige Schlümpfe, sind sie es, die Speisen zubereiten. Damit ändert sich die Charakterisierung des Leckerschlumpfs: Er ist es, der von den anderen die Kost erhält.
1963 Les Schtroumpfs noirs (Albenversion des Comic von 1959; 1963 Album 1 bei Dupuis; 1969 in Fix und Foxi und 1971 im FF-Album 1 Die schwarzen Schlümpfe; 1978 und 1996 bei Carlsen Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe).
  • Die Mücke wird bei Kauka zur bösen Bizz-Fliege.
  • Das FF-Album (Fix und Foxi Album ) 1 hat den Sammeltitel Die Schlümpfe.
  • In der Albenversion ist es der Brillenschlumpf (bzw. hat man eine Brille ergänzt), welcher auf die Suche nach dem verloren gegangenen Schlumpf geschickt wird. Der Auftritt des Witzboldschlumpfs gegen Ende des Comic wurde ebenfalls erst für die neue Version gestaltet.
1963 Le voleur de Schtroumpfs (Albenversion des Comic von 1959; 1963 in Album 1; 1969 in Fix und Foxi Der gefangene Schlumpf, 1970 in FF-super 35 Goldmacher Gurgelhals, 1971 im FF-Album 1 Der gefangene Schlumpf; 1978 und 1996 bei Carlsen Der Schlumpfdieb).
  • FF-super 35 (Fix und Foxi super 35) hat den Sammeltitel Die große Schlumpfschau, weiterhin hat Kauka in dieser Ausgabe die Schlumpfkarte aus Les Schtroumpfs noirs grob abzeichnen und Gargamels Behausung dazufügen lassen.
  • Während der Große Schlumpf alle Schlümpfe aufruft, vergießt nur in der Albenversion der Brillenschlumpf, der die Gefährlichkeit der Situation am besten einschätzen kann, einige Tränen um den gefangenen Schlumpf. Genau so agiert er 1995 in Le Schtroumpfeur de Bijoux, nachdem er die Gefangennahme des Witzboldschlumpfs meldet. Insofern ähneln die beiden Geschichten einander.
1963 Le Schtroumpf volant (Peyo, Delporte; 1963 in Album 1; Der fliegende Schlumpf, 1969 in Fix und Foxi sowie 1970 in FF-super 35; 1978 und 1996 Carlsen).

Inhalt: Ein Schlumpf möchte unbedingt fliegen.

  • In der üblichen Albenausgabe ist diese Geschichte zwischen den beiden von 1959 abgedruckt. In der normalen Textfassung scheint es, als würde Le voleur de Schtroumpfs von 1959 an diese Geschichte von 1963 anschließen (in der jüngeren Geschichte werden der Brillenschlumpf und noch einer vom Großen Schlumpf beauftragt, Nüsse zu suchen. Im älteren Abenteuer suchen die zwei – immer noch ? – nach Nüssen). Selbst wenn man die Jahreszahlen nicht kennt, könnte man sich fragen, wieso Azrael schon in der vorstehenden und jüngeren Geschichte Le Schtroumpf volant erwähnt wird, nachdem klar ist, das Schlümpfe den Widersachern Gargamel und Azrael erstamls im älteren Szenario, Le voleur de Schtroumpfs am Ende des Albums begegnen. Da einige Geschichten als „Mini-Récit“ bereits erschienen sind und für die Albenversion teilweise neu gezeichnet wurden, kann das eine wechselseitige Beeinflussung verursacht haben, möglicherweise kann das auch an einer nicht chronologischen Aufarbeitung der Szenarien liegen.
  • Der Fliegende Schlumpf ist der erste, der sich mit einer besonderen Idee durchzusetzen versucht. Im Gegensatz zu vielen anderen mit einem Einmalauftritt (vgl. Partheons Interview, 2003) ist er – wenn auch nicht so häufig wie die allgemein bekannten immerwiederkehrenden Schlümpfe – gelegentlich wieder zu sehen (La Schtroumpfette 1966, L'aeroschtroumpf 1990, Schtroumpferies 5 2001). Weiterhin ist er einer der wenigen, die auch innerhalb der Originalversionen zwei Namen erhalten haben (Schtroumpf volant, Aeroschtroumpf).
  • houba houba beim Springen mit Federn soll an Franqins Marsupilami erinnern.
  • Haustiere: In dieser Geschichte hält sich ein Schlumpf ein Huhn permanent als Haustier. In späteren Abenteuern werden Tiere üblicherweise nur kurzzeitig, etwa in der kalten Jahreszeit, aufgenommen. Erst mit dem Hund Puppy (1990, Puppy et les Schtroumpfs), der aber keinem bestimmten Schlumpf zugeordnet ist, erhalten die Schlümpfe einen weiteren Mitbewohner auf Dauer.
1963 Schtroumpfonie en ut (Peyo, Delporte; 1965 in Album 2; 1969 in Fix und Foxi sowie 1972 in FF-Album 7 Schlumpfonie in C-Dur; 1978 und 1996 Carlsen Schlumpfonie in C).

Inhalt: Gargamel verkleidet sich als Fee Aurora (la bonne fée Aurore, siehe auch Ein Küsschen für Schlumpfinchen, 1991) und schenkt einem musikalisch unbegabten Schlumpf eine gefährliche Zaubertrompete (ein turlusiphon), deren Geräusch andere lähmt und in einen todesähnlichen Zustand versetzt. Bei der Verfolgungsjagd endet Gargamel über einem Graben mit beiden Händen an einem Baumstamm hängend. Der besagte Schlumpf hätte nun die Möglichkeit, dem Zauberer den Rest zu geben, aber verzichtet darauf (Et puis non! Le Grand Schtroumpf dit toujours qu'on ne doit pas schtroumpfer un ennemi déschtroumpfé).

  • Der Schlumpf wird seine unliebsame Trompetenmusik neuerlich 1964 in Le Schtroumpfissime (Blatt 7) aufspielen.
1964 Le Schtroumpfissime (Peyo, Delporte; 1965 Album 2 bei Dupuis; 1969 in Fix und Foxi Der Oberschlumpf, 1971 in FF-Album 3 Der große Schlumpf; 1978 und 1996 CarlsenSchlumpfissimus, König der Schlümpfe).

Inhalt: Der Große Schlumpf braucht Zutaten für ein Experiment und verreist. Ein Schlumpf macht viele Wahlversprechen, lässt sich zum Anführer wählen und wird zu einem Despoten. Einige Schlümpfe revoltieren; die dadurch entstandene Schlacht im Schlumpfdorf wird vom zurückgekehrten Großen Schlumpf beendet.

  • Hinsichtlich vieler Diskussionen darüber, welche Staatsform oder politische Struktur die Schlümpfe bilden, legt diese Geschichte nahe, dass es keine Diktatur ist. Die einzige Ausnahme ist – für kurze Zeit – die Handlung dieses Abenteuers.
  • Schtroumpf Costaud (Muskelschlumpf) tritt erstmals auf und beeindruckt durch seine Körperkraft. Schlüsselrollen hat er 2000 in La Menace Schtroumpf und 2006 in Salade de Schtroumpfs. Seit 1995 (Album 17) ist ein rotes Herz an seinem rechten Bizeps zu erkennen.
  • In der zugehörigen Fernsehepisode King smurf (1981) kommen die komplexen Inhalte wie Wahlversprechen und Wahl nicht vor. Während der Brillenschlumpf im Comic gefangengehalten wird, agiert er im TV als ungewählter Anführer. Nachdem der Große Schlumpf im Film auf die Schlümpfe trifft, sagt er nach der Schlacht: „Ihr habt euch benommen, wie es sonst nur die Menschen tun.“
1966 La Schtroumpfette (Peyo; 1967 Album 3 bei Dupuis; 1969/70 in Fix und Foxi und 1972 in FF-Album 5 Schlumpfinchen, 1979 und 1996 bei Carlsen Schlumpfine).

Inhalt: Gargamel will sich an den Schlümpfen bitter rächen und schickt ihnen deswegen ein von ihm gezeugtes keckes weibliches schwarzhaariges Schlumpfinchen. Der Große Schlumpf verschönert sie zu einem blonden, attraktiven Wesen.

  • Im Gegensatz zur Carlsen-Übersetzung bleibt in der Kauka-Übersetzung und der Version auf Englisch die im Original enthaltene Verkleinerungsform erhalten (-ette wird zu -chen), bei Kauka und später bei Bastei erhält la Schtroumpfette den Namen „Schlumpfinchen“.
  • In ihrer ersten Geschichte wird sie von Gargamel aus braunem Ton zunächst zu einer leblosen Figur, blau angemalt und bekleidet (Gargamel kann nähen). Mit dem Rezept Comment faire une statuette en la dotant d'une nature féminine schafft Gargamel dann das lebendige schwarzhaarige Wesen.
  • Offenbar gelang es Gargamel im Lauf der Jahre, diese Formel zu verbessern: In Les P'tits Schtroumpfs (1988) klauen die Minischlümpfe ein Blatt aus seinem Zauberbuch, Formulae Schtroumpfettus (mit einer Abbildung des von Gargamel geschaffenen schwarzhaarigen Schlumpfinchens), Hauptbestandteil ist jetzt blaue Erde aus einer Grotte (terre glaise bleue, dans la grotte de la source). Die so geschaffene Sassette wird erst nach der Schöpfung eingekleidet.
  • In Drama um eine Wassernixe (1996) versucht Gargamel neuerlich, ein Schlumpfinchen herzustellen.
  • Nach der Gerichtsverhandlung hat sich Schlumpfinchens Charakter gewandelt: Um durch ihre Anwesenheit hervorgerufene Zwietracht unter den Schlümpfen zu vermeiden, opfert sie sich und verlässt das Schlumpfdorf. In anschließenden Abenteuern wird sie im Dialog gelegentlich erwähnt, in Einseitern ist sie ab 1971 gelegentlich zu sehen. In Hinblick auf die dramaturgische Notwendigkeit, die Männerbetontheit in der Fernsehserie abzuschwächen, kehrt Schlumpfinchen schon in einer längeren Geschichte von 1980, Le schtroumpf olympique, ins Dorf zurück und ist von da an ein nützliches Mitglied in der Population der Schlümpfe. Beispielsweise pflegt sie den kranken Großen Schlumpf in Le Schtroumpf Financier (1992); in La Menace Schtroumpf (2000) weist sie die düsteren Schlümpfe zurecht, als diese zu brutal mit dem Witzboldschlumpf umgehen.
  • Der Große Schlumpf, der sonst der Anführer im Schlumpfdorf ist, fungiert hier zugleich als Richter eines Geschworenenprozesses.
  • Als der Große Schlumpf das Wohnproblem für Schlumpfinchen lösen will – in jedem Haus wohnt ja bereits genau ein Schlumpf – haben die Autoren das Gedankenspiel um Hilberts Hotel parodiert.
  • La schtroumpfette ist die letzte Geschichte mit fünf Comic-Streifen je Seite.
  • Im FF-Album 5 ist noch eine Werbeseite Schlumpffiguren, einige davon werden als „-schloumpf“ bezeichnet (in der BRD waren die Schlümpfe und ihr deutscher Name damals erst seit etwa zwei Jahren bekannt).
1968 Pâques schtroumpfantes (Peyo, Gos; 4 Seiten; 1983 in Album 11; 1976 in Fix und Foxi sowie 1977 im FF-Jahrbuch).

Inhalt: Konditor Schtroumpf Pâtissier, Brillenschlumpf und Witzboldschlumpf wollen jeweils unabhängig voneinander dem Großen Schlumpf ein Ei schenken.

  • Erstmals sind individuell eingerichtete Wohnzimmer zu sehen, vom Brillenschlumpf (viele Bücher) und vom Witzboldschlumpf (viele Scherzartikel).
  • Schtroumpf Pâtissier (Bäckerschlumpf): Wie Schtroumpf Volant ist er einer der wenigen, die in der Originalversion zu zwei Namen kommen, sogar innerhalb der selben Geschichte: 1992, in Le Schtroumpf Financier wird er S. Pâtissier (~Konditor, Blatt 23) und S. Boulanger (~Bäcker, Blatt 18) genannt. In beiden Zeichnungen hat der Schlumpf die für ihn erst ab ca. 1992 typische Bekleidung: Bäckerleiberl und Bäckermütze. Weiterhin agiert er in einer typischen Bäckerei. In manchen Übersetzungen (etwa die von F.A.Z., 2005) existiert nur eine Benennung.
1968 Pièges à Schtroumpfs (Peyo, Gos; 1971 in Album 7; 1973 in Fix und Foxi sowie 1974 in FF-Spaß 21 Eine Falle für die Schlümpfe; 1980 und 1997 Carlsen Die Schlumpffallen).

Inhalt: Gargamel stellt unterschiedliche Fallen auf und fängt fast alle Schlümpfe.

  • Die Schlumpf-Geschichten wurden von nun an, wie die meisten anderen franco-belgischen Comic, mit vier Streifen je Seite gezeichnet.
1968 Les Schtroumpfs et le Cracoucass (Peyo, Gos; 1969 Album 5 bei Dupuis; 1971 in Fix und Foxi Die Schlümpfe und der Kraakukass 1980 und 1997 Carlsen Die Schlümpfe und der Krakakas).

Inhalt: Der Große Schlumpf erzeugt eine viel zu gefährliche Mixtur. Zwei Schlümpfe sollen diese Mixtur in der Wüste verscharren. Ein kleiner Vogel kommt zu einigen Tropfen dieser Mischung und wird zum gefährlichen großen Kraakukass. Die Schlümpfe fliehen vor dem Riesenvogel und verschanzen sich in einem alten Wachturm.

  • Während sich Gargamel in dieser Geschichte recht friedlich und unauffällig verhält, ist es jetzt der Große Schlumpf, welcher ihm mit moralisch nicht einwandfreier Rechtfertigung einen Zaubertrank klaut (in der entsprechenden Fernsehfolge kommt er ohne Gargamels Trank zurecht).
  • Der Wachturm ist in einigen Kurzgeschichten (1996, 2000) wieder zu sehen.
  • Während seit 1960/1961 zu sehen ist, dass die Schlümpfe nur vier Finger an einer Hand haben, ist in dieser Geschichte erstmals zu sehen, dass sie auch nur vier Zehen an einem Fuß besitzen.
  • Der kleine, ungefährliche, Cracoucass ist in L'aeroschtroumpf (1990) und in Der fliegende Schlumpf (1991) jeweils kurz wieder zu sehen.
1969 Un Schtroumpf pas comme les autres (Peyo; 1969 in Album 5; 1971 in Fix und Foxi Ein Schlumpf spielt nicht mehr mit, 1980 und 1997 Carlsen Kein Schlumpf wie die anderen).

Inhalt: Ein Schlumpf ist introvertiert und traurig und möchte die weite Welt kennenlernen. Während seiner Reise wird er von Gargamel gefangengenommen, der mittels einer Zauberpfeife in das Schlumpfdorf gelangt.

  • Dieser Schlumpf wird von Peyo melancholisch und traurig bezeichnet (siehe Schtroumpferies 5, 2001). Kauka assoziierte ihn mit dem bereits bekannten grantigen Schtroumpf Grognon (Miesepeterschlumpf). In einem Einseiter aus Schtroumpferies 4 (1999) ist es tatsächlich S. Grognon, welcher das Dorf verlassen möchte.
1969 Le cosmoschtroumpf (Peyo; 1970 Album 6 bei Dupuis; 1971/72 in Fox und Foxi und 1972 in FF-Album 10 Der Weltraumschlumpf; 1980 und 1997 Carlsen Der Astronautenschlumpf, 1995 bei Bastei Album 8).

Inhalt: Ein Schlumpf will zu anderen Sternen gelangen. Da seine Rakete nicht funktioniert, reisen die Schlümpfe mit dem schlafenden Cosmoschtroumpf (Weltraumschlumpf, weitere Auftritte in Einseitern) in das Innere eines entfernten erloschenen Vulkans. Mit Hilfe eines Zaubertranks des Großen Schlumpfs verwandeln sie sich in rote Schlipse mit dichtem schwarzen Haar (siehe auch 2003, Le Schtroumpf Reporter) und versuchen, ihrem Mitschlumpf glaubhaft zu machen, daß er sich auf einem fernen Planeten befindet.

  • In einem Einseiter in Schtroumpferies 1 (1994) beabsichtigt der Weltraumschlumpf neuerlich, mit seiner Rakete zu verreisen. Aus der Seite geht nicht hervor, ob die Rakete nun doch funktioniert oder ob die anderen Schlümpfe neuerlich zu einem aufwendigen Schauspiel bereit sind.
  • Projektionen der Schlümpfe auf andere Populationen: Gelegentlich werden die Schlümpfe und ihrer Eigenheiten, die bereits eine Parodie auf die Männerwelt darstellen (Parthoens Interview, 2003) ihrerseits ebenfalls auf eine andere Population projiziert. Bei den Schlipsen handelt es sich noch um verwandelte Schlümpfe. In späteren Geschichten werden tatsächlich schlumpfähnliche Populationen gezeigt. Dabei werden die charakteristischen Eigenheiten einzelner Schlümpfe mehr oder minder reflektiert. Meist entspricht dabei einem bestimmten Schlumpf ein entsprechendes Wesen im anderen Völkchen. In Der Seefahrerschlumpf (1996) begegnet der Titelheld den Flümpfen (dt.) und einem Analogon zu Gargamel. In Die Schlümpfe und die Schlangenpost (1997) treten Verwandte, die Schtrümpfe (dt.), auf. In La menace Schtroumpf (2000) existieren plötzlich geheimnisvolle düstere Schtroumpf gris.
1969 Le schtroumpfeur de pluie (Peyo, Gos, Delporte; 1970 in Album 6; 1972 in Fix und Foxi Alle Wetter; 1980 und 1997 bei Carlsen Die Schlümpfe und die Wettermaschine).

Inhalt: Der Bastelschlumpf konstruiert eine bei sachgemäßer Verwendung durchaus brauchbare Wettermaschine. Während die meisten Schlümpfe ein Picknick machen, braucht der Gärtnerschlumpf für seine Pflanzen etwas Regen, während der Dichterschlumpf Sonne zur Inspiration fordert. Schließlich ruinieren die beiden die Wettermaschine und es kommt zu rasch aufeinander folgenden unterschiedlichen Wetterextrema.

  • In der älteren deutschen Carlsen-Ausgabe wurde die Geschichte im Album 7 verlegt.
  • Schtroumpf Paysan (Gärtnerschlumpf): Bei seinen ersten Auftritten erweckt er den Eindruck, als sei er ein Schlumpf, der sich etwas mit Gärtnerei beschäftigt. 1992, ab Le Schtroumpf Financier, tritt der Gärtnerschlumpf in einem für ihn künftig typischem Kostüm, grüne Latzhose mit Strohhut und Holzpantoffel, auf. Weiterhin wird seine Rolle in der Dramaturgie der Schlumpfwelt ab 1992 aufgewertet. Ähnlich dem Koch und dem Bäcker ist für den Leser gut ersichtlich, dass er mit seiner Agrarwirtschaft einen wesentlichen Beitrag für die Erhaltung der Schlumpfpopulation leistet.
1969 Le sortilège de Maltrochu (Peyo; 1970 Johan et Pirlouit, 13 bei Dupuis; 1972 im Fix und Foxi Extra 20 Der Zaubertrank, 1981 und 1995 Carlsen Der Zauber von Schwarzenfels).

Inhalt: Johann und Pirlouit verhelfen dem in einen Hund verwandelten Chevalier Thierry zu seiner ursprünglichen Gestalt zurück und zu seiner Braut.

  • Die erste Seite dieser Geschichte ist – mit typischen Peyo-Skizzen – wie die Seite eines mittelalterlichen Buches gestaltet. Eine Zeichnung enthält die für jene Zeit typischen Fehler in der Perspektive. Im Wesentlichen ist es eine Liebesgeschichte mit dem aus der Märchendramaturgie sehr bekannten Motiv des Tierbräutigams, diesen als Mensch blond und gut aussehenden Ritter nannte Peyo nach seinem Sohn Thierry. Kauka veröffentlichte die Geschichte etwas gekürzt und im Taschenbuchformat.
1970 L’apprenti Schtroumpf (Peyo; 1971 Album 7 bei Dupuis; Der Zauberschlumpf; 1972/73 in Fix und Foxi sowie 1974 in FF-spass 21; 1980 und 1997 Carlsen).

Inhalt: Ein Schlumpf stiehlt Gargamel das Blatt eines Zauberbuchs und verwandelt sich in einen schuppigen Schlumpf mit langem dicken Schwanz.

  • Album 7 enthält neben L’apprenti Schtroumpf noch Pièges à Schtroumpfs (1968) sowie Roméos et Schtroumpfette (1971).
  • Der Name Apprentischtroumpf (Bastei: Lehrlingsschlumpf) bezieht sich dabei auf Lehrling für ein Alchemistenlabor.
  • Gegen Ende der Geschichte verspricht der Lehrlingschlumpf, sich nicht mehr mit Zauberei oder Alchemie zu beschäftigen. In einigen der Kurzgeschichten ab 1991 (Ein Schatten spielt verrückt, 1993; Die Schlümpfe und der Zaubertrank, 1997; Die Schlümpfe und die Riesenmöhren, 2000) zaubert er jedoch wieder und darf auch das Labor vom Großen Schlumpf benützen.
1971/1972 und 1976 Einseiter. 1971/1972 zeichnete Peyo ca. 78, 1976 sieben weitere einseitige Gags. Die Nummerierung wurde dabei von 1 bis 86 vergeben. Fast alle Gags kamen bei Kauka und Carlsen heraus. Zehn dieser einseitigen Gags, welche Schlumpfinchen zum Thema haben, sind im Album 7 unter den Sammeltitel Roméos et Schtroumpfette (10-13, 24, 30-31, 48-49, 56; Peyo, Delporte) verlegt. Das 1972 bei Dupuis erschienene 52 Comic-Seiten fassende Album 8 Histoires de Schtroumpfs (dt. Carlsen Schlumpfige Geschichten) besteht ausschließlich aus einseitigen Gags (1-9, 14-17, 19, 23, 26, 28, 32-43, 45-47, 50, 54-55, 59-62, 64-71, 73, 75-78). 13 weitere, welche Sport zum Thema haben befinden sich im Album 9 unter dem Sammeltitel Jeux Olympschtroumpf (18, 20-22, 25, 27, 29, 51-52, 58, 63, 72, 74; Peyo, Delporte). Gag 44, 57 und die sieben Gags von 1976 (79-83, 85-86) sowie eine vierseitige Geschichte, Deux schtroumpfs vivaient en paix (Kauka: Wer heiratet Schlumpfinchen? ca. 1977) sind in Album 10 verlegt. Die meisten Gags erschienen auf Deutsch auch in den Kauka-Publikationen Fix und Foxi sowie FF-Extra.
1972 Schtroumpf vert et vert Schtroumpf (Peyo et Y. Delporte ou Y.Delporte et Peyo, tout ca c'est-es steht so im Album!-; 1972 Album 9 bei Dupuis; 1974 in Fix und Foxi Korkenschlumpf oder Schlumpfzieher, 1980 Carlsen Rotschlümpfchen und Schlumpfkäppchen).

Inhalt: Angefangen damit, ob ein Korkenzieher nun „Korkenschlumpf“ oder „Schlumpfzieher“ heißt, streiten die Schlümpfe um die Grammatik in ihrer Sprache. Im Laufe der Handlung spielen einige auf einer Theaterbühne Le petit schtroumpferon rouge (Le petit chaperon schtroumpf; Rotkäppchen).

  • Rotkäppchen wird auch in Rotschlumpfchen und der böse Wolf (1995) bearbeitet. Die Bühnenaufführung ist in einem Einseiter in Schtroumpferies 3 (1997) wieder zu sehen.
  • Ein Großteil der Geschichte wird in einer Rückblende erzählt.
  • Album 9 enthält neben dieser Schtroumpf vert et vert Schtroumpf noch Jeux Olympschtroumpf (1971/72).
1976 La soupe aux Schtroumpfs (Idee und Szenario: Peyo, Mithilfe: Delporte; 1976 Album 10 bei Dupuis; 1977 in Fix und Foxi Eine schlumpfige Suppe; 1981 Carlsen Die Schlumpfsuppe).

Inhalt: Ein hungriger Riese, Grossbouf, verspeist Gargamels Nahrungsvorräte. Gargamel empfiehlt ihm eine Schlumpfsuppe und schickt den Riesen zu den Schlümpfen. Nachdem Grossbouf durch Zufall in das Dorf findet, machen ihm die Schlümpfe glaubhaft, für ihn eine Suppe mit vier Schlümpfen als Einlage zuzubereiten. Die vier, versorgt mit einer Zaubersalbe, schwimmen im kochenden Wasser und bringen sich vor dem Verzehr der Suppe unbemerkt in Sicherheit. Nach dem Mahl verwandelt sich Grossbouf in ein Ungetüm. Der Große Schlumpf schlägt ihm vor, Gargamel nach einem Gegenmittel zu fragen.

  • Innerhalb der 16 Alben von Peyo ist der hungrige Grossbouf („Dicki Wanst“ bei Kauka, „Vielfraß“ bei Bastei, „Großmaul“ in der Fernsehserie) der einzige Mensch (oder Menschähnliche), welcher ins verwunschene Land der Schlümpfe gelangt (Gargamel wohnt ja dort). Grossbouf tritt 1997 mit Familie (Die Schlümpfe bei Familie Nimmersatt) und 2001 (Vielfraß und Eidechsen) wieder auf.
  • Zum einzigen Mal in allen Comic-Geschichten schafft es Gargamel in diesem Abenteuer, ohne irgend einen Zufall oder eine sonstigen Hilfestellung ins Schlumpfdorf zu finden. Zuvor ist er in isolierten Bildern auf einer Weltreise zu sehen, welcher jener der Detektive Dupond und Dupont im Tintin-Abenteuer Le temple du soleil (Tim und Struppi: Der Sonnentempel) gleicht.
  • Album 10 enthält neben dieser Geschichte noch Deux schtroumpfs vivaient en paix (1971/72), die Einseiter 44 und 57 sowie die Einseiter von 1976.
  • In der Fernsehepisode Soup a la smurf (1981) tritt Grossbouf kindlich auf und redet von sich noch in der dritten Person. Offenbar halten die Schlümpfe (und auch deren Autoren) den Riesen für nicht allzu klug, da das im TV auch mitwirkende Schlumpfinchen sich einerseits für die Suppeneinlage zur Verfügung stellt, andererseits sich aber nach dem Mahl unter den Schlümpfen befindet und mit dem Riesen weiter plaudert.
1979 Benco et les Schtroumpfs (Peyo). Die 15 Gag-Seiten sind in herkömmlichen Alben (Dupuis, Lombard bzw. Carlsen) noch nicht veröffentlicht worden. Das Material aus den 15 Seiten wurde später retuschiert und für Le Schtroumpf robot (1988) wieder verwendet. Der Kakao-Ausschenkende Benco wurde dabei durch den Schlumpfroboter ersetzt. Gelegentlich sind einzelne Seiten bei elektronischen Netzanbietern zu sehen.

http://www.bdoubliees.com/journalspirou/sfigures6/schtroumpfs/benco.htm (Blatt 1)

1980 Le schtroumpf olympique (Peyo; 1983 Album 11 bei Dupuis; 1980 Bastei Wettkampf der Schlümpfe, 1988 Carlsen Die Schlumpf-Olympiade, 1992 Bastei-Album 2).

Inhalt: Der Muskelschlumpf will nicht mehr alleine Sport betreiben, es kommt zu einer Schlumpf-Olympiade. Ein schwächlich wirkender Schlumpf wird dabei individuell gefördert.

  • Nach 14 Jahren ist dies die erste lange Geschichte, in welcher Schlumpfinchen wieder einen Auftritt hat (auf dem letzten Blatt). Ab nun ist sie in jeder weiteren langen Geschichte zu sehen und somit eine Bewohnerin des Schlumpfdorfs. Möglicherweise geschah diese Abweichung von der männlich geprägten Gemeinschaft auch in Hinblick auf die ab 1981 ausgestrahlte Fernsehserie.
  • Schtroumpf Chétif ist hinsichtlich sportlicher Betätigung ein ausgesprochen schwacher Schlumpf und tritt nur in dieser Geschichte auf.
  • Der Inhalt der Fernsehfolge The smurfic games (1984, Die schlumpfischen Spiele) stammt vorwiegend aus diesem Comic. In der Fernsehepisode veranstalten die Schlümpfe die Spiele und bilden aufgrund der unterschiedlichen Sprachen (hier gehen auch Motive des Comics von 1972, Schtroumpf vert et vert Schtroumpf ein) zwei große Mannschaften und eine kleine mit Schlumpfinchen und dem Dummschlumpf. In der Verfilmung ist Schlumpfinchen im Gegensatz zum Comic immer wieder zu sehen. Die dramaturgische Bedeutung des Schtroumpf Chétif aus dem Comic kommt in der Fernsehfolge dem Dummschlumpf zu.
1982 Le jardin des Schtroumpfs (Peyo; 1983 in Album 11; 1983 in Fix und Foxi; 1988 Carlsen Ein schlumpfiges Picknick).

Inhalt: Gargamel baut für die Schlümpfe einen Vergnügungspark mit Fallen. Er fängt einige Schlümpfe sowie Schlumpfinchen. Mit Hilfe des Dummschlumpfs kann er besiegt werden.

  • Erstmals seit ihrer Erschaffung begegnet Schlumpfinchen ihrem Erzeuger Gargamel.
1982 Le schtroumpf bricoleur (Peyo; Journaltitel: Bon anniverschtroumpf; 1984 in Album 12; 1983 in Fix und Foxi).

Inhalt: Die Schlümpfe wollen anlässlich des 542. Geburtstages des Großen Schlumpfs (Le Grand Schtroumpf va fêter ses 542 ans) einen Kuchen backen. Der Bastelschlumpf erfindet eine Bohrmaschine und verursacht damit Ärger.

  • Zu Beginn des Comic werden einige bekannte Schlümpfe sowie erstmals Schtroumpf artiste (~Künstler) und Schtroumpf infirmier (~Krankenpfleger), vorgestellt.
  • Weiterhin ist ein Schlumpf als Rauchfangkehrer ohne Namen mit einem charakteristischen Kostüm (Hose, Hemd und Mütze in schwarz, rotes Halstuch) zu sehen. In Schtrompferies 2 (1996) erledigt der Bastler solche Kehrarbeiten, im selben Album und in Schtroumpferies 4 (1999) ist ein mit einem Halstuch und sonst normal gekleideter Schlumpf als Rauchfangkehrer zu sehen. Ein Name wird nicht erwähnt.
  • In den Geschichten um 1982 ist der Bastelschlumpf erstmals mit einer weißen Latzhose zu sehen. In späteren Abenteuern erhält er zunächst einen roten Polierstift hinter sein Ohrläppchen geklemmt und dann noch die dunkelblaue Latzhose, mit der er künftig charakterisiert ist.
1983 Le peinture schtroumpf (Peyo; Journaltitel: Des Schtroumpfs et des couleurs; 1984 in Album 12; 1983 in Fix und Foxi).

Inhalt: Die Schlümpfe sollen im Dorf alles neu streichen. Gargamel experimentiert mit einer Farbe, welche Menschen und Gegenstände unsichtbar machen kann.

1983 Une fête schtroumpfante (Peyo; Journaltitel: Les Schtroumpfs et le grand lapin; 1984 in Album 12; 1983 in Fix und Foxi).

Inhalt: Gargamel verkleidet sich als weißer Hase und wird von den Schlümpfen in die Luft geschossen.

1984 Le bébé Schtroumpf (Peyo; 1984 Album 12 bei Dupuis; Das Schlumpfbaby; 1988 Carlsen).

Inhalt: Eines Nachts erhalten die Schlümpfe vom Storch ein Schlumpfbaby, welches bei Schlumpfinchen untergebracht wird. Um der Frage nach dem Ursprung solcher Babys nachzugehen, erkundigt sich der Brillenschlumpf beim Großen Schlumpf “D’où viennent les Bébés Schtroumpfs?“ und erhält eine ausschweifende Antwort “Ah c’est une très bonne question! … Eh bien, vais-tu lorsque la lune est bleue, il peut parfois se schtroumpfer un évènement extraordinaire, comme par example, la venue d’un Bébé Schtroumpf! Nous pourrions en schtroumpfer toute la nuit, mais si je te dis que tout cela est en fait un grand mysterè, je schtroumpfe que tu me comprends! Non?“, deren Aussagelosigkeit er später erkennt “Mais ce n’est pas une explication, ca!“. Nachdem sich später die Anlieferung des Kleinen als Irrtum heraus stellt, versteckt sich der brummige Schtroumpf Grognon, der zu dem Baby eine besondere Beziehung aufgebaut hat, mit ihm im Wald. Die Schlümpfe brechen zur Suche auf; in der stressreichen Situation wird sogar der plötzlich auftretende Gargamel ganz spontan aus dieser Comic-Geschichte geworfen („Et d’abord vous n’avez rien à faire dans cette histoire! Allez, ouste!“ – Gargamel: „Heu … Excusez-moi!“).

  • Das Thema Fortpflanzung wird auch in Le Schtroumpf Sauvage (1998) und im Streifen 583 (1998-2003 Blagues) behandelt.
  • Unter dem Sammeltitel Le bébé Schtroumpf kam 1984 das Album heraus, welches neben der namensgebenden Geschichte auch Le schtroumpf bricoleur, Le peinture schtroumpf und Une fête schtroumpfante enthält.
  • Das Schlumpfbaby ist auch in späteren Comic-Abenteuern wieder zu sehen.
1988 Les p'tits schtroumpfs (Peyo; 1988 Album 13 bei Dupuis; 1988 Carlsen Die Minischlümpfe).

Inhalt: Schtroumpf Colérique, Schtroumpf Nature mit einem Schmetterling und der lasche Schtroumpf Mollasson werden zu Gevatter Zeit geschickt, verjüngen sich und den Schmetterling irrtümlich und wollen so bleiben. Geschrumpft auf etwa vier Fünftel ihrer ursprünglichen Größe sind sie zweieinhalb Äpfel groß, der Schmetterling wurde zur Raupe. Die drei suchen sich Art und Farbe der Bekleidung selbst aus, sie wollen nicht mehr das klassische weiße Schlumpfkostüm und fordern beim Einkleiden mehr Phantasie: „Dis donc, ne viens pas nous schtroumpfer de stupides costumes classiques, hein? Un peu de fantaisie!“. Da Schlumpfinchen traurig ist und sich eine Freundin wünscht, erkundigen sich die Mini-Schlümpfe nach Rezept und Zutaten für eine Schtroumpfette und stehlen Gargamel das (im Vergleich zu 1966 etwas abgeänderte) nötige Rezept, sodass Schlumpfinchen letztlich zu einer Gespielin kommt, der kleinen Sassette.

  • Die Minischlümpfe Schtroumpf Colérique, Schtroumpf Nature und Schtroumpf Mollasson sind nur vereinzelt in den späteren Geschichten wieder zu sehen. Innerhalb der 25 Alben treten nur Schtroumpf Nature (1991, Le Schtroumpf et son dragon) sowie der Cholerische und Sassette noch einmal auf (2002, On ne schtroumpfe pas le progrès).
  • Die Wiederverwandlung der Raupe in den Schmetterling ist in Le Schtroumpf et son dragon (1991) sowie in Schtroumpferies 1 (1994, Blatt 10) zu sehen. In On ne schtroumpfe pas le progrès (2002) hält auch der Gärtnerschlumpf eine Raupe als Haustier.
  • Schwierig ins Deutsche zu übersetzen ist folgende Szene: Tailleur (frz.) steht für „Schneider“ und für „Steinmetz“. Um die Minischlümpfe neu einzukleiden, ruft der Große Schlumpf den Tailleur, doch der Steinmetz mit Hammer und Meisel kommt zuerst (Grand Schtroumpf: „Mais non, pas toi, Schtroumpf Tailleur! J’ai dit: Schtroumpf Tailleur et non pas Schtroumpf Tailleur!“ Schtroumpf Tailleur (1): „Mais je suis le Schtroumpf Tailleur!“ Un Schtroumpf: „Ce n’est pas simple, le schtroumpf, hein?“ Un Schtroumpf: „Ah ! Voilà le Schtroumpf Tailleur!“ Schtroumpf Tailleur (2): „Venez, les p’tits!“).
  • Vor allem ab dieser Geschichte kommt es zu immer mehr Ausnahmen hinsichtlich der einheitlichen Kleidung der Schlümpfe und der Farbe der Kleidung.
  • Der Brillenschlumpf beschwert sich über ein Vorhaben der Minischlümpfe; die Erläuterung des Großen Schlumpfes (im Original „Au pays des schtroumpfs chacun est libre de schtroumpfer ce qu'il veut“) lässt Rückschlüsse auf die Zivilisationsform der Schlümpfe zu. Die Carlsen-Übersetzer agierten recht frei und brachten noch zusätzlich das Wort Schlumpfokratie ein.
  • Einzelne der Minischlümpfe sind immer wieder zu sehen. Gemeinsam mit Sassette und dem Schmetterling treten sie 1997 in Die Mini-Schlümpfe auf dem Mond und Frau Natur und der Heiratsschwindler wieder auf.
(1988) Le schtroumpf robot (Peyo; 17 Seiten; 1988 in Album 13, 1988 Carlsen Der Robotschlumpf).

Inhalt: Der Bastelschlumpf stellt einen nützlichen Schlumpf-Roboter her, welcher sich selbst generieren kann und Sarsaparille-Saft produziert. Gargamel stellt einen gleich aussehenden bösen Roboter her, der Gift produziert.

  • Die 15 Benco-Seiten (1979) wurden für diese Geschichte wieder verwendet und retuschiert. Benco wurde durch den Sarsepareillesaft ausschenkenden Schlumpfroboter ersetzt. Sonst blieben die alten Zeichnungen unverändert. Das erklärt auch, warum in zusätzlichen Zeichnungen innerhalb der Geschichte Schlumpfinchen mit dem Baby auftritt, während der Bastelschlumpf nicht mit der zu der Zeit bereits üblichen dunkelblauen Latzhose, sondern mit dem klassischen weißen Kostüm der alten Zeichnungen zu sehen ist. In den zusätzlichen Zeichnungen hat er auch nur die weiße Hose an, die Zeichner haben ihm aber bereits den roten Bleistift hinter das Ohr geklemmt.
(1990) L'aeroschtroumpf (Peyo; 8 Seiten, 1990 Album 14 bei Cartoon creation; Der Fliegerschlumpf im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 1 von 1991, Bastei-Album 3 von 1992)

Inhalt: Der fliegende Schlumpf (Schtroumpf volant, 1963; auch im Comic befindet sich ein Verweis auf die ältere Geschichte) will wieder fliegen und lässt sich vom Bastelschlumpf ein Flugzeug bauen.

  • Der kleine Cracoucass (1968) ist wieder zu sehen.
  • Das 1990 bei Cartoon creation herausgebrachte Album, welches Carlsen/Schweden (nicht aber Carlsen/Hamburg) in dieser Konzeption auch veröffentlichte, enthält die Geschichten L'aeroschtroumpf (zugleich der Albentitel), La gourmandise chez les Schtroumpfs, Le Schtroumpfeur masqué, Puppy et les Schtroumpfs, Les farces du Schtroumpf farceur. Bis auf Les farces wurden diese Abenteuer im Bastei-Album 3 verlegt.
(1990) La gourmandise chez les Schtroumpfs (Peyo; 8Seiten, 1990 Album 14; Die Schlümpfe und die falsche Torte im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 1 von 1991, Bastei-Album 3 von 1992)

Inhalt: Gargamel gelingt es, einige Schlümpfe zu versteinern.

(1990) Le Schtroumpfeur masqué (Peyo; 8 Seiten, 1990 Album 14; Der Schlumpf mit der Makse im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 3 von 1991, Bastei Album 3 von 1992)

Inhalt: ein maskierter Schlumpf treibt sein Unwesen und bewirft alle mit Torten.

(1990) Puppy et les Schtroumpfs (Peyo; 8Seiten, 1990 Album 14; Tappsy und die Schlümpfe im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 2 von 1991, Bastei-Album 3 von 1992)

Inhalt: Ein bei Homnibus lebender Hund, mit einem geheimnisvollen Medaillon am Halsband, erscheint bei den Schlümpfen.

  • Im Gegensatz zu Le pays maudit (1961) ist nun die Reise vom verwunschenen Land ins Reich der Menschen auf den Fußweg viel weniger problematisch, die Schlümpfe und der Hund legen den Weg vom Schlumpfdorf bis zu Omnibus zu Fuß zurück.
(1990) Les farces du Schtroumpf farceur (Peyo; 8Seiten, 1990 Album 14; Trubel um den Überraschungsschlumpf im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 2 von 1991)

Inhalt: Der Große Schlumpf fordert dem Witzboldschlumpf das Versprechen ab, keine Knallgeschenke (Exploschtroumpfs) mehr zu benützen. Dann findet Gargamel ins Schlumpfdorf, und der Witzboldschlumpf hat eine Idee.

  • Erstmals führt der Große Schlumpf ein ernstes ausgiebiges Gespräch (8 Zeichnungen) mit einem Schlumpf. Einmalig ist auch, dass es einem Schlumpf, dem Witzboldschlumpf, für einige Zeit nicht gestattet ist, sich in seinem wesentlichen Element auszuleben.
  • Wieder einmal wird Azrael beim Fangen der Schlümpfe von Gargamel behindert. Dieses Mal haben die Szenaristen ausnahmsweise Gedanken des Katers in Form eines inneren Monologs nachvollzogen: A quoi ca sert de les attraper s’il n’y a jamais un Schtroumpf pour moi! Ras-le-bol! Je rentre!
(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Baby-Schlumpfs größter Wunsch im Bastei-Album Nr. 1 v. 1991).

Inhalt: Das Schlumpfbaby will unbedingt einen Teddybären, reißt aus und wird von dem ebenfalls entwichenen Bären Martin aufgefunden. Martins Pfleger findet die beiden, erinnert sich an den Schlumpf von damals (Le pays maudit, 1961) und versucht, das Baby ins Schlumpfdorf zurückzubringen.

(1991) ---Originaltitel ??--- (Peyo, 8 Seiten; Der fliegende Schlumpf im Bastei-Album Nr. 1 von 1991).

Inhalt: Gargamel gelingt es ein Bettlaken zu verzaubern, sodass er darauf fliegen kann. Später erhält das Schlumpfbaby einen Teil des Lakens als Windel, kann nun ebenfalls fliegen, begegnet dem kleinen Cracoucass (Les Schtroumpfs et le Cracoucass, 1968) und wird von Gargamel gefangengenommen.

(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Eiszeit bei den Schlümpfen im Bastei-Album Nr. 1 von 1991, Wann kommt der Frühling? im Bastei-Magazin Die Schlümpfe, Sonderheft von 1998).

Inhalt: Gargamel und die Schlümpfe leiden gleichermaßen unter einem nicht enden wollenden Winter. Da sich der Hexenmeister ausrechnet, dass die Schlümpfe bald verhungern werden, wenn die enorme Kälte noch einige Zeit andauert (“Ich könnte ja notfalls noch Azrael essen, aber die Schlümpfe würden niemals ein Tier anrühren“), vergiftet er Dame Nature (Frau Natur, Mutter Natur). Der Große Schlumpf versucht, ein Gegenmittel zu finden.

  • Dame Nature: Neben Père temps (Gevatter Zeit, siehe 1988, Les p'tits schtroumpfs) zeigen die Szenaristen mit Dame Nature eine weitere Allegorie im Schlumpf-Comic. Neben ihrer besonderen Funktion agiert und wechselwirkt Dame Nature mit ihrer Umwelt, in der Zauberei zeigt sie sich gegenüber Gargamel überlegen; weiterhin tritt sie 1997 (Frau Natur und der Heiratsschwindler) und 1999 (Muttertag bei den Schlümpfen) wieder auf.
(1991) L'etrange réveil du schtroumpf paresseux (Peyo; 8 Seiten, 1991 Album 15 bei Cartoon creation; Der Schlumpfschlaf des Schlafschlumpfs im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 5 von 1991)

Inhalt: Die Schlümpfe präparieren das Dorf und schminken sich selbst älter, dann spielen sie dem nach einem Nickerchen aufgewachten Gammelschlumpf vor, dass er 200 Jahre verschlafen hat (Rip van Winkle, siehe Washington Irving).

  • Das 1991 herausgegebene Album enthält neben der namensgebenden Geschichte noch Le petit train des schtroumpfs, Le Schtroumpf et son dragon, Les Schtroumpfs pompiers sowie Une taupe chez les Schtroumpfs (jeweils 8 Seiten). Auf Deutsch erschienen diese Abenteuer teilweise in den Bastei-Alben 1 und 4. Carlsen-Hamburg veröffentlichte davon nichts, wohl aber Carlsen-Schweden. Die schwedische Albenversion enthält statt Le Schtroumpf et son dragon eine andere Geschichte.
  • L'etrange réveil du schtroumpf paresseux ist die Comic-Geschichte nach der Fernsehepisode Smurf Van Winkle (1982, Fauli wird fleißig). Im Gegensatz zum Comic ist in der Fernsehfassung der Große Schlumpf abwesend, weiters braut der Gammelschlumpf einen Trank, um die vermeintlich gealterten Schlümpfe jung zu zaubern. Die Hexerei gelingt. Die Schlümpfe sind nun klein, sehr verspielt und suchen sich gerade Gargamel als Spielkameraden aus.
(1991) Le petit train des schtroumpfs (Peyo; 8 Seiten, 1991 Album 15; Die Lokomoschlumpf im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 3 von 1991).

Inhalt: Die Schlümpfe bauen eine Eisenbahn, die Gargamel in seine Behausung umleitet. Später konstruiert der Bastelschlumpf mit dem Schienenstrang eine Schleife um einen Baum herum, sodass Gargamel und Azraël bei der Verfolgungsjagd endlos im Kreis laufen (ähnlich den Detektiven Dupont et Dupond aus Tintin, die 1950 in Au pays de l’or noir in der Wüste nach einer Weile der eigenen Spur nachfahren).

  • Der Zug wird 1997 in Bahnfahrt mit Hindernissen wieder benützt.
(1991) Le Schtroumpf et son dragon (Peyo; 8 Seiten, 1991 Album 15; Der Schlumpf und sein Drache 1991 im Bastei-Album 1).

Inhalt: Ein Schlumpf freundet sich mit einem feuerspeienden Kinderdrachen an, die Schlümpfe finden auch seine Eltern.

  • Der scheue Schtroumpf Timide, welcher sich mit den Drachen anfreundet, tritt nur in dieser Geschichte auf.
(1991) Les Schtroumpfs pompiers (Peyo; 8 Seiten, 1991 Album 15; Die schnelle Schlumpfwehr im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 9 von 1991).

Inhalt: Die Schlümpfe bauen eine Feuerwehr, Gargamel verursacht einen Waldbrand.

(1991) Une taupe chez les Schtroumpfs (Peyo; 8 Seiten, 1991 Album 15; Ein Geschenk für den Maulwurf im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 6 von 1991).

Inhalt: Der Brillenschlumpf verliert seine Brille. Ein Maulwurf, der schlecht sieht, gräbt einen Tunnel vom Schlumpfdorf bis zu Gargamels Haus.

  • Der Maulwurf tritt in Der Archäologenschlumpf (1993) und in Freistoß – Fußball – Tooooor (1996) wieder auf.
(1991) ---Originaltitel ??--- (Peyo, 8 Seiten; Ein Küsschen für Schlumpfinchen im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 8 von 1991).

Inhalt: Gargamel verkleidet sich neuerlich als Fee Aurora (siehe Schtroumpfonie en ut, 1963). Dann verwandelt er Schlumpfinchen absichtlich und sich selbst irrtümlich in einen Frosch. Erlösung ist ähnlich dem alten Märchenmotiv möglich.

(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Verschlumpftes Teleschlumpf im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 4 von 1991).

Inhalt: Die Schlümpfe erhalten von Homnibus einen Zaubersamen. Von der daraus entstehenden Pflanze wachsen Verästelungen durch das ganze Schlumpfdorf. Deren Blüten können als Telefonmuschel benützt werden, sodass die Pflanze einer Telefonanlage entspricht. Dann wächst ein Ast bis hin zu Gargamels Hütte.

  • Schtroumpf maladroit (Tollpatschschlumpf, Tolpatschs.): Der äußerst ungeschickte Schlumpf wird im Dialog erstmals erwähnt, er tritt von nun an in allen Arten von Schlumpfabenteuern immer wieder auf. Eine größere Rolle hat er in Der kleine Schlumpfzirkus (1992).
(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Das tolle Spiel der Schlümpfe im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 7 von 1991).

Inhalt: Die Schlümpfe erfinden das Golfspiel. Während einer solchen Partie nimmt Gargamel zwei von ihnen gefangen.

(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Der verschlumpfte Zauberbrunnen im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 12 von 1991).

Inhalt: Ein sprechender Zauberbrunnen tauscht die von den Schlümpfen in sich reingeworfenen alten Gegenstände in neue Sachen um. Dann stellt sich heraus, dass diese Dinge minderwertig sind.

(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Wer schön sein will, muss schlumpfen im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 13 von 1991).

Inhalt: Dem Modeschlumpf wird von den anderen zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt. Er führt das auf seine Nase zurück, läuft in den Wald und begegnet dort Gargamel.

(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Die zauberhafte Turlitula im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 14, 1991).

Inhalt: Der Große Schlumpf benötigt eine Turlitula (ein Instrument, mit dem man die unterschiedlichen Töne spielen kann, dessen Ursprung jedoch in der Unendlichkeit verloren ist). Der Musikschlumpf versucht erfolglos, eine solche zu konstruieren, da trifft er im Wald auf die Fee Annemone (vgl. Schtroumpfonie en ut, 1963).

(1991) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Das große Fest der Schlümpfe im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 15, 1991).

Inhalt: Die Schlümpfe bereiten wieder eine Geburtstagsfeier für den Großen Schlumpf vor (dieses Mal wird kein Alter genannt, siehe Le schtroumpf bricoleur, 1982). Durch Kuchenduft angelockt, gelangt Azraël ins Schlumpfdorf.

(1991) ---Originaltitel ??--- (12 Seiten; Hogathas Talisman im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 17, 1991).

Inhalt: Schlumpfinchen findet den verlorengegangenen Talisman der Hexe Hogatha. Da Schlumpfinchen daraufhin unheimliche Zauberkräfte entfesseln, aber nicht beenden kann, sucht der Große Schlumpf die Hexe auf. Da sie primär nur an Schönheitssalben interessiert ist, verweist sie der Große Schlumpf gewitzt an Gargamel.

  • "Hogathas Talisman" ist die Comic-Geschichte nach der Fernsehepisode Bewitched, Bothered And Be-Smurfed (1981, Verhext, verbrüdert und verschlumpft). Im TV suchen alle Beteiligten noch einen verzauberten Brunnen auf, um mit Hilfe des Steins im Talisman besondere Kräfte zu entfesseln.
1992 Le Schtroumpf Financier [Peyo, Mithilfe: Thierry Culliford (Szenario), Alain Maury und Luc Parthoens (Zeichnungen); 1992 Album 16 bei Le Lombard; Der Finanzschlumpf ca. 1993 b. Bastei und 2004 b. Carlsen].

Inhalt: Ein Schlumpf besorgt für den Großen Schlumpf eine Arznei und lernt dabei in Begleitung von Oliver, dem Diener von Omnibus, den Gebrauch von Geld kennen. Daraufhin führt er im Schlumpfdorf Goldmünzen ein. Das nötige Gold erhält er vom Schtroumpf Mineur aus der nahen Mine, da für den das zu weiche Material nur Abfall darstellt. Während nach der Einführung von Goldmünzen einige Schlümpfe (Gärtnerschlumpf, Koch, Bäcker, Bastelschlumpf) an ihren Waren oder Dienstleistungen gut verdienen, haben andere Schwierigkeiten, mit ihrer Berufung finanziell zu überleben. Der Witzboldschlumpf kann gerade noch ein Knallgeschenk an den Muskelschlumpf verkaufen, welcher es als Gabe an den Brillenschlumpf liefern lässt. Der Musikschlumpf verkauft eine einzige Konzertkarte an den Gärtnerschlumpf, weil der die laute Musik wegen des provozierten Regens für seine Pflanzen benötigt. Der Dichterschlumpf kann seine Poesie gar nicht verkaufen. Dem Gammelschlumpf wird empfohlen, arbeiten zu gehen. Ein hungriger Schlumpf, der kein Geld mehr hat, erhält in der Bäckerei zwar nicht den gewünschten Kuchen, sehr wohl aber einen abgelegten Brotkanten gratis. Die Verdienenden legen das Geld beim Finanzschlumpf an, die Bedürftigen können gegen Sicherheiten einen Kredit aufnehmen. Der Gärtnerschlumpf will sein Geld zunächst vergraben und bekommt Ärger mit Gargamel. Schließlich entscheidet sich ein Schlumpf wegen der stressig und gelddominierenden Atmosphäre, das Schlumpfdorf zu verlassen und in den Wald zu ziehen. Sofort schließen sich ihm fast alle Schlümpfe und Schlumpfinchen an, nur der Finanzschlumpf bleibt einsam im Dorf zurück und erkennt die Unsinnigkeit eines Finanzsystems im Schlumpfdorf. Der Große Schlumpf erläutert gegenüber dem Finanzschlumpf, dass Geld, was für die Menschen gut ist, nicht auch für die Schlümpfe gut sein muss. „L’argent a été par les humains pour les humains et ce qui est bien pour eux n’est pas toujours bon pour nous.“.

  • Die Einführung von Geld bei den Schlümpfen misslingt letztlich. Sicherlich wird ganz klar gezeigt, dass die Schlümpfe ohne Geld besser auskommen. Dieser Aspekt wird gelegentlich für Interpretationsansätze über die Schlümpfe und deren politische Struktur benützt; Texte über dieses Album sind etwas häufiger auch in Sekundärliteratur zu finden. (siehe den korrespondierenden franz. Artikel oder [6]).
  • In der Darstellung im Album wusste der Finanzschlumpf vorher nicht, was Geld oder Gold ist. Einige Schlümpfe hatten in älteren Geschichten sehr wohl Geld und dessen Sinn kennengelernt (in Le pays maudit bezahlt ein Schlumpf für seine Freilassung, in La faim des Schtroumpfs teilen sie einen gefunden Schatz mit dem Schlossbesitzer und kaufen Nahrungsvorräte für sich, in Pièges à Schtroumpfs wird Gargamel vom Großen Schlumpf mit Goldmünzen in eine Falle gelockt).
  • Das intellektuelle Niveau dieser Geschichte ist etwas höher: Es wird gezeigt, wie die Schlümpfe mit einigen Problemen, welche sich beim Benützen von Geld ergeben, umgehen (Schuldenfalle, aufstrebende und schlecht gehende Wirtschaftszweige, Hauseigentümer oder Mieter, Spar- und Kreditzinsen).
  • Schtroumpf Mineur (Stahlhelm, Kumpelgewand, rotes Halstuch; Schuhe und Hose sind unterschiedlich) ist erstmals zu sehen. Interessant ist seine abwertende Bemerkung über Gold: „C’est un métal trop malléable. Il brille, mais c’est tout!“. Aus der nahegelegenen Mine versorgt er den Großen Schlumpf mit Salpeter (1996, Docteur Schtroumpf).
  • Weiter werden der Trommler, Schtroumpf Tambour, und der Tischler, Schtroumpf Menuisier, erstmals namentlich genannt. Beide treten wie der Schtroumpf Mineur auch in späteren Geschichten wieder auf.
(1992) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Die Papierschlümpfe im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 18, 1992).

Inhalt: Schlumpfinchen schneidet aus verzaubertem Papier Figuren, die lebendig werden und den Schlümpfen einige Streiche spielen. Gargamel wiederholt diesen Zauber und produziert ausgesprochen böse Papierfiguren.

(1992) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Wer nicht hören will, muss schlumpfen im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 19, 1992).

Inhalt: Der Große Schlumpf muss zu einer Magierversammlung, an der auch Homnibus und Annemone (1991, Die zauberhafte Turlitula) teilnehmen. Währenddessen lockt Gargamel mit einem vergifteten Sarsepareille-Feld die Schlümpfe in die Falle.

  • Einige Motive aus Le voleur de Schtroumpfs (1959) werden neu bearbeitet.
  • Die Geschichte endet wie ein Asterix-Band mit einem Bankett bei Lagerfeuer unter den Sternen. Der Musikschlumpf ist mit seiner Trompete an einem Baum gefesselt.
(1992) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Das verschlumpfte Gedächtnis im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 20, 1992).

Inhalt: Der Leckerschlumpf verliert das Gedächtnis und trifft auf Gargamel, welcher die Situation ausnützt und sich den Weg ins Schlumpfdorf zeigen lassen möchte. Schließlich verliert Gargamel das Gedächtnis und wird von den Schlümpfen zu seinem Haus gebracht.

(1992) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Der kleine Schlumpfzirkus im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 23, 1992).

Inhalt: Einige Schlümpfe studieren Zirkuskunststücke und wollen vor den anderen eine Zirkusvorstellung aufführen. Brillenschlumpf agiert dabei als Zirkusdirektor, Tolpatschschlumpf versucht ebenfalls eine Artistenrolle zu erhalten.

(1993) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Abenteuer unter Wasser im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 27, 1993).

Inhalt: Schlumpfinchen hat von Mutter Natur ein Geschenk erhalten, welches irrtümlich in einen See fällt. Bastelschlumpf konstruiert eine Tauchschlumpf mit Luftpumpe und macht sich auf die Suche.

  • Tauchapparatur und Pumpe funktionieren wie im Tintin-Abenteuer Le Trésor de Rackham le Rouge (1944; Tim und Struppi, Der Schatz Rackhams des Roten). Wie Dupond und Dupont sind es hier Brillenschlumpf und Dummschlumpf, welche die Pumpe nachlässig bedienen.
(1993) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Ein Schatten spielt verrückt im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 28, 1993).

Inhalt: Der Lehrlingsschlumpf (L’apprenti Schtroumpf, 1970) darf im Labor des Großen Schlumpfes experimentieren. Dabei gelingt es seinem Schatten, sich selbständig zu machen und allerlei Unfug anzurichten. Der Große Schlumpf versucht, den Schatten mit einem durch ein Prisma geleiteten Sonnenstrahl wieder einzufangen.

(1993) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Der Archäologenschlumpf im Bastei-Magazin Die Schlümpfe' Nr. 30, 1993; im Special Schlümpfe Mag von Panini, 1/2008).

Inhalt: Archäologenschlumpf und Bergwerkschlumpf gelangen zu den beiden Hälften einer antiken Schatzplantafel. Der Schatz liegt genau unter dem Haus von Gargamel (Großer Schlumpf : Doch! Er ist sicher dort verschlumpft worden, bevor Gurgelhals sein Haus geschlumpft hat). Die beiden heben mit Hilfe des Maulwurfs (Une taupe chez les Schtroumpfs, 1991) eine wertlose Schatzkiste, die sich als Scherz des früheren Witzboldschlumpfs erweist (Witzboldschlumpf: HA! HA! HA! HA! Mein Vorfahr hatte wirklich Humor).

(1993) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Der Muskelschlumpf und die Maschinen im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 31, 1993).

Inhalt: Die körperliche Schwerarbeit, welche bei einzelnen Schlümpfen anfällt, kann der Muskelschlumpf nicht mehr bewältigen. Da konstruiert der Bastelschlumpf einige Maschinen. Obendrein machen die Schlümpfe dem Muskelschlumpf noch glaubhaft, dass er zu schwach sei.

(1993) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Ein Dieb im Schlumpfdorf im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 32, 1993).

Inhalt: Ein Schlumpf entdeckt während eines Gewitterblitzes die Fotografie auf Basis einer lichtempfindlichen Öl-Chlorophyll-Mischung. Daraufhin konstruiert der Bastelschlumpf eine Kamera.

(1993) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Der Schlumpf und seine Nachbarn im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 33, 1993).

Inhalt: Ein Schlumpf fühlt sich nachts durch das Geschnarche vom Gammelschlumpf oder anderen Lärm gestört. Er zieht in der Nähe des Schlumpfdorfs in einen großen Baumstumpf.

(1993) ---Originaltitel ??--- (8 Seiten; Ein Gespenst wird gebremst im Bastei-Magazin Die Schlümpfe Nr. 39, 1994).

Inhalt: Ein riesiger Pilz ist entstanden. Da der zum Aushöhlen eines Schlumpfhauses geeignet ist, wird unter den Schlümpfen, die noch zu zweit in einem Haus leben, ausgelost, wer in das neue Pilzhaus ziehen darf. Der Zimperliche Schlumpf gewinnt.

  • In dieser Geschichte – Schlumpfinchen lebt bereits bei den Schlümpfen – ist aus dem Dialog klar zu erkennen, dass einige Schlümpfe zu zweit in einem Haus wohnen. In La Schtroupfette (1966) wird jedoch – als Schlumpfinchen erstmals einzieht – der Eindruck vermittelt, dass jeder Schlumpf sein eigenes Haus bewohnt.
1994 Schtroumpferies 1 (Peyo creations).
  • Das Album enthält, wie die weiteren Schtroumpferies, 44 „Einseiter“, welche in den Achtziger Jahren entstanden sind: In einer Witzseite trägt das Schlumpfbaby di