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gulli:lexikon » Dominique de Villepin
gulli:lexikon - Alle Begriffe der Untergrund-SzeneTipp: Benutze die Suche, um weitere Begriffe im gulli:lexikon nachzuschlagen. Bild:Villepin ABr17112.jpeg Dominique de Villepin (als Außenminister) Bild:Powell villepin.jpg Villepin (links) mit dem damaligen US-Außenminister Colin Powell Dominique Marie François René Galouzeau de Villepin [dɔmiˈnik maˈʀi fʀɑ̃ˈswa ʀəˈne galuˈzo dəvilˈpɛ̃] (* 14. November 1953 in Rabat, Marokko) ist französischer Politiker (UMP) und war von 2005 bis 2007 Premierminister Frankreichs.
LebenDominique de Villepin ist in einer großbürgerlichen, wohlhabenden Familie in Rabat, dem damaligen Verwaltungshauptsitz des französischen Protektorats Marokko, geboren worden. Seine Mutter Yvonne Hétier war oberste Verwaltungsrichterin und sein Vater Xavier de Villepin war von 1950 bis 1986 beim Industriekonzern Compagnie de Saint-Gobain und 18 Jahre lang französischer Senator für die konservativen Parteien UDF/UMP. Außer in Marokko verbrachte de Villepin seine Kindheit in Venezuela und in den USA, bis er mit 16 Jahren nach Frankreich zurückkehrte um sich an einem exklusiven Jesuiten-Internat (Le Caousou) auf die Aufnahme zu einer der elitären Grandes Écoles vorzubereiten. Nach einer Karriere im diplomatischen Dienst wurde der politische Seiteneinsteiger, der sich nie einer Wahl gestellt hat, 1993 Stabschef des damaligen Außenministers Alain Juppé. Im Präsidentschaftswahlkampf 1995 hielt er als einer der wenigen im konservativen Lager von Anfang an zu Jacques Chirac, der ihn dafür mit dem Posten des Generalsekretärs im Élysée-Palast belohnte. Dominique de Villepin (nach seinen Initialen besonders in Frankreich auch kurz DDV [ˌdeˌdeˈve] genannt) bekleidete ab 7. Mai 2002 das Amt des Außenministers. Als Außenminister sprach er sich vehement gegen den von den USA begonnenen Irak-Krieg aus. Nach einer Kabinettsumbildung wurde er am 31. März 2004 zum Innenminister ernannt. Am 31. Mai 2005 wurde er von Staatspräsident Jacques Chirac zum Premierminister berufen, nachdem sein Vorgänger Jean-Pierre Raffarin nach der Niederlage beim Referendum zur EU-Verfassung den Rücktritt eingereicht hatte. Von Februar bis April 2006 stand der Regierungschef wegen einer Arbeitsrechtsreform unter Druck. Massendemonstrationen von Schülern und Studenten überall in Frankreich wurden von den Gewerkschaften und den Linksparteien unterstützt. Schließlich trat auch UMP-Chef Nicolas Sarkozy offen gegen die Reform ein. De Villepins Gesetzentwurf zur Lockerung des Kündigungsschutzes für Berufseinsteiger wurde schließlich aufgegeben. Zum Ende der Amtszeit von Jacques Chirac ist de Villepin in eine Verleumdungsaffäre verwickelt: Er soll auf Anfrage Chiracs Geheimdienst-Mitarbeiter auf Innenminister Nicolas Sarkozy wegen möglicher Geheimkonten angesetzt haben. Der Name Sarkozys stand auf einer gefälschten Liste von Politikern und Managern mit angeblichen Schwarzgeldkonten beim Luxemburger Finanzdienstleister Clearstream. Im Mai 2006 musste de Villepin sich einem Misstrauensantrag der linken Opposition stellen. Dank der komfortablen Mandatsmehrheit der UMP im Parlament war seine Stellung nicht ernsthaft gefährdet, dennoch blieben viele Parteifreunde der Abstimmung fern. Nach dem Sieg Sarkozys bei der französischen Präsidentschaftswahl übergab de Villepin am 15. Mai 2007 dem scheidenden Präsidenten Jacques Chirac sein Rücktrittsschreiben. In Frankreich endet mit der Amtszeit eines Präsidenten auch automatisch die der Regierung.<ref>Villepin tritt am Mittwoch zurück, Neue Zürcher Zeitung vom 11. Mai 2007</ref> Im Juli 2007 nahm die französische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in der Clearstream-Affäre wieder auf und eröffnete Ende des Monats ein Ermittlungsverfahren gegen de Villepin, unter anderem wegen „Mittäterschaft bei verleumderischer Denunziation“.<ref>Justiz ermittelt gegen Ex-Premier Villepin, tagesschau.de vom 27. Juli 2007</ref> Siehe auch: Affäre Clearstream II Schriften
Der US-amerikanische Verlag Melville House gab unter dem Titel Towards a New World in den USA eine Auswahl der Reden Villepins als Außenminister vom Mai 2002 bis März 2004 in Buchform heraus. ZitateWährend einer Rede im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 14. Februar 2003, kurz vor Beginn des Irakkrieges:<ref name="gouvfr">Déclarations de politique étrangère: Intervention du Ministre des Affaires Étrangères, M. Dominique de Villepin, au Conseil de Sécurité des Nations Unies, New York, 14.02.2003</ref>
Als Begründung, wieso er nicht zu Wahlen antrete:
Siehe auch
Literatur
Quellen<references /> Weblinks<imagemap>
Commons: Dominique de Villepin – Bilder, Videos und AudiodateienImage:Commons-logo.svg|12px|Commons default commons:Hauptseite desc none</imagemap>{{ #if: |
| * Literatur von und über Dominique de Villepin im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek }} {{#if:Navigationsleiste Premierminister Frankreichs 5. Republik |
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Michel Debré | Georges Pompidou | Maurice Couve de Murville | Jacques Chaban-Delmas | Pierre Messmer | Jacques Chirac | Raymond Barre | Pierre Mauroy | Laurent Fabius | Jacques Chirac | Michel Rocard | Édith Cresson | Pierre Bérégovoy | Édouard Balladur | Alain Juppé | Lionel Jospin | Jean-Pierre Raffarin | Dominique de Villepin | François Fillon |Vorlage:Navigationsleiste Außenminister Frankreichs 5. Republik}}{{#if:Navigationsleiste Innenminister Frankreichs 5. Republik |Vorlage:Navigationsleiste Innenminister Frankreichs 5. Republik}}{{#if:Navigationsleiste Kabinett De Villepin|Vorlage:Navigationsleiste Kabinett De Villepin}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|{{}}}}{{#if:|Zu viele Navigationsleisten}}
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