Eisen(II,III)-oxid
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| Strukturformel | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Keine Strukturformel vorhanden | |||||||
| Allgemeines | |||||||
| Name | Eisen(II,III)-oxid | ||||||
| Andere Namen |
|
||||||
| Summenformel | Fe3O4 | ||||||
| CAS-Nummer | 1309-38-2 | ||||||
| Kurzbeschreibung | schwarzes Pulver | ||||||
| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 231,54 g/mol | ||||||
| Aggregatzustand | fest | ||||||
| Dichte |
5,2 g/cm3[1] |
||||||
| Schmelzpunkt |
1538 °C[1] |
||||||
| Löslichkeit |
unlöslich in Wasser |
||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
|
|||||||
| MAK |
1,5 mg/m3 (Aerosolanteil)[1] |
||||||
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Eisen(II,III)-oxid ist ein Oxid des Eisens, das sowohl zwei- wie dreiwertiges Eisen enthält. Es hat die chemische Formel FeO·Fe2O3 bzw. Fe3O4 und wird deshalb auch als Trieisentetraoxid bezeichnet. In der Natur findet es sich als Magnetit.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Darstellung
Aus Eisen und Sauerstoff bei sehr hohen Temperaturen:
- 3 Fe + 2O2 → Fe3O4
Aus Eisen und Wasserdampf bei Temperaturen unterhalb 560 °C
- 3 Fe + 4H2O → Fe3O4 + 4H2
Aus Eisen(III)-oxid bei Temperaturen oberhalb 1200°C
- 6 Fe2O3 → 4 Fe3O4 + O2
Als Eisenhammerschlag oder Zunder bezeichnete man früher die beim Schmieden von glühendem Eisen abspringenden Eisenteilchen, die an der Luft sofort zu Fe3O4 oxidierten.
[Bearbeiten] Eigenschaften
Schwarze, temperaturbeständige, ferrimagnetische Substanz mit Spinellstruktur. Unlöslich in Wasser, Säuren und Laugen, löslich jedoch in Flusssäure.
[Bearbeiten] Verwendung
Als Pigment Eisenoxid-Schwarz für temperaturbeständige, schwarze Einfärbungen. Als Magnetpigment für Ton- und Videobänder.
Eine der wichtigsten Anwendungen ist die als preiswerter Katalysator mit hoher Lebensdauer im Haber-Bosch-Verfahren zur Synthese von Ammoniak. Magnetit dient weiterhin als Katalysatorkomponente bei der Dehydrierung von Ethylbenzen zu Styrol.
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b c d Eintrag zu Eisen(II,III)-oxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 18.1.2008 (JavaScript erforderlich)
[Bearbeiten] Literatur
- Holleman-Wiberg, Lehrbuch der anorganischen Chemie (2007)

