Electronic Industries Alliance
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Die EIA (Electronic Industries Alliance in Arlington, Virginia, USA) geht aus der RMA (Radio Manufacturers Association, gegründet 1924) als Handelsorganisation hervor und schließt sich 1991 mit der Telecommunications Industry Association (TIA) zusammen.
Die EIA gibt Standards frei, beispielsweise für Schnittstellen wie RS-232 (heute EIA-232) als Standard für Modemverbindungen weltweit. Weitere bekannte Standards sind EIA-422 (ehemals RS-422), RS-423 und EIA-485 (früher RS-485).
Die EIA ist auch Initiator und Mitbegründer der Internet Security Alliance.
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[Bearbeiten] Mitglieder
Die EIA kennt neben der Mitgliedschaft für Unternehmungen auch Mitgliedschaften für Sector Members (Vereinigungen, die ganze Industriesektoren repräsentieren). Die Sector Members sind
- die Telecommunications Industry Association (TIA),
- die Electronic Components, Assemblies, Equipment & Supplies Association (ECA),
- die Government Electronics and Information Technology Association (GEIA) und
- die JEDEC Solid State Technology Association (JEDEC).
Unternehmungen können entweder direkte Mitglieder der EIA oder aber Mitglied eines Sector Members sein.
[Bearbeiten] Entwicklung
1924 schlossen sich die US-amerikanischen Radiohersteller unter dem Namen Associated Radio Manufacturers zusammen, um sich noch im gleichen Jahr in Radio Manufacturers Association (RMA) umzubenennen. Der Aufschwung der Elektronik brachte neue Aufgaben, neue Mitglieder und entsprechende Namenswechsel, 1950 in Radio Television Manufacturers Association (RTMA), 1953 in Radio Electronics Television Manufacturers (RETMA) und 1957 in Electronics Industries Association (EIA). 1997 fand die vorerst letzte Umbenennung in Electronics Industries Alliance (EIA) statt; dies widerspiegelt die Entwicklung weg von der reinen Herstellervereinigung.
Ein wichtiger Teilbereich der EIA, die Information and Telecommunications Technologies Group (EIA/ITG), wurde 1988 mit der United States Telecommunications Suppliers Association (USTSA) fusioniert und in die neu gegründete Telecommunications Industry Association (TIA) ausgegliedert. Bereits 1991 wurde die TIA jedoch als Sector Member wieder der EIA unterstellt.
[Bearbeiten] Kennzeichnung von Standards
Die EIA hat eine Vielzahl von wichtigen Standards und Normen hervorgebracht. Die Funktions- und Namenswechsel der Vereinigung haben sich auch in den Bezeichnungen dieser Standards niedergeschlagen und sorgen dort bis heute für Verwirrung.
Ursprünglich wurden die Standards mit dem Präfix RS- und einer Nummer identifiziert, RS bedeutete Radio Sector [1]. Mit der Erweiterung auf weitere Fachgebiete (außer Radios) blieb zwar das Präfix erhalten, war aber offiziell keine Abkürzung mehr. Heute wird RS meist als Recommended Standard gelesen (Backronym).
In späteren Jahren hat die EIA neue Standards und neue Versionen bestehender Standards mit dem Präfix EIA gekennzeichnet. Mit der Gründung der TIA wurde für Kommunikationsstandards das Präfix TIA verwendet, nach der Unterstellung der TIA unter die EIA schließlich EIA/TIA. Das American National Standards Institute (ANSI), die US-amerikanische Stelle für Normung, hat die EIA und später die TIA akkreditiert und die Standards erhalten deshalb offiziell das Präfix ANSI/EIA bzw. ANSI/EIA/TIA.
In der Folge kann ein einzelner Standard, etwa der bekannte Standard 232 für die serielle Schnittstelle, wahlweise RS-232, EIA-232, TIA-232, EIA/TIA-232, ANSI/EIA-232, ANSI/EIA/TIA-232, usw. genannt werden. Formal korrekt ist natürlich das, was auf dem Standard steht: Beim Standard 232 heißt die neueste Version ANSI/EIA/TIA-232-F-1997, diejenige von 1969 jedoch RS-232-C (das Suffix -F bzw. -C kennzeichnet die Version des Standard, danach folgt bei neueren Versionen noch das Jahr).
[Bearbeiten] Nachweis
- ↑ Manny Soltero, Jing Zhang, Chris Cockrill: 422 and 485 Standards Overview and System Configurations. Texas Instruments, Dallas 2002, Application Report SLLA070C (PDF; 417 KB), S. 4

