Erstausgabe

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Als Erstausgabe oder editio princeps wird die erste selbständige Veröffentlichung eines Werks bezeichnet. Von der editio princeps spricht die Editionswissenschaft meist in Bezug auf Klassikerausgaben. Die Erstausgabe eines Werks ist von großer Bedeutung für die Textphilologie, für die authentische Wiedergabe bei Nachdrucken, als Sammelobjekt für Bibliophile sowie in der Rechtsprechung.

Besonders gesucht sind üblicherweise die ersten Ausgaben berühmter Druckwerke, wie etwa Veröffentlichungen von Literaturnobelpreisträgern oder bekannten wissenschaftlichen Werken, wie die von Albert Einstein.

Von der Erstausgabe ist die Erstauflage zu unterscheiden. Die erste Auflage gibt das erste Erscheinen eines Druckwerkes bei einem Verlag an. So können Werke von Goethe auch heute noch in einer Erstauflage bei einem bestimmten Verlag erscheinen, jedoch nicht mehr als Erstausgabe.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  • Günther und Irmgard Schweikle (Hrsg.): Metzler-Literatur-Lexikon. 2., überarbeitete Auflage, Stuttgart: Metzler 1990, ISBN 3-476-00668-9.
  • Hiller, Helmut und Stephan Füssel: Wörterbuch des Buches. Frankfurt am Main: V. Klostermann 2006 (7. Aufl.)

[Bearbeiten] Bibliographien zur Bestimmung deutschsprachiger Erstausgaben (Auswahl)

  • Brieger, Lothar, Ein Jahrhundert Deutscher Erstausgaben. Die wichtigsten Erst- und Originalausgaben von etwa 1750 bis etwa 1880, Julius Hoffmann Verlag, Stuttgart 1925
  • Hirschberg, Leopold, Der Taschengoedeke, Band 1 und 2, Deutscher Taschenbuchverlag, Stuttgart 1970
  • Wilpert, Gero von und Gühring, Adolf: Erstausgaben deutscher Dichtung. Eine Bibliographie zur Deutschen Literatur., 1724 S., Alfred Kröner Verlag, Stuttgart 1992, ISBN 3-520-80902-8
  • Potempa, Georg: Thomas Mann-Bibliographie. Das Werk. Mitarbeit Gert Heine. Morsum/Sylt: Cicero Presse, 1992. ISBN 3-89120-007-2
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