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mIRC ist ein als Shareware vertriebener, weit verbreiteter IRC-Client für Microsoft Windows.
ÜbersichtmIRC wurde vom jordanischen Softwareentwickler Khaled Mardam-Bey entwickelt und am 28. Februar 1995 zum ersten Mal in der Version 2.1a veröffentlicht. Es ist seitdem zu einem der beliebtesten IRC-Clients für Windows gewachsen. Seine Vielseitigkeit beruht hauptsächlich auf der integrierten Scriptsprache mIRC Script, abgekürzt MSL (mIRC Scripting Language). Diese ist so umfangreich, dass mit ihrer Hilfe bereits MP3-Player, IRC-Spiele, HTTP-Server und -Clients sowie DCC-Dateiserver und IRC-Bots implementiert wurden. Um das Schreiben von Programmen in mIRC Script hat sich im IRC eine Gemeinschaft von Anhängern gebildet. Besondere Eigenschaften
WissenswertesDas m in mIRC steht nach Aussage des Entwicklers auf seiner persönlichen Homepage für "moo", was dem chinesischen Schriftzeichen für "kein Ding" entspricht. mIRC ist wohl der am weitesten verbreitete IRC-Client unter Windows.
KritikpunkteDie hohe Popularität bringt auch Nachteile mit sich, so grassieren diverse Viren und Trojanische Pferde, die sich über das IRC verbreiten können und fast ausschließlich gegen mIRC-Anwender gerichtet sind. Sie verführen insbesondere gutgläubige Benutzer dazu, codierte Schad- und Verbreitungsroutinen auszuführen. Obwohl es bekannt ist, dass die Skript-Funktionen von mIRC problematisch sind und zu großen Sicherheitsproblemen führen können, gibt es bis heute keine entschärfte Version der Software mit eingeschränkten Skript-Funktionen. Daher sollte man nur Skripte laden, die man auch versteht, worauf in der mIRC-Hilfe auch hingewiesen wird. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Implementierung so genannter Color-Codes, der nicht dem IRC-Standard RFC 1459 konform ist. Sie eröffnen geringfügige Textformatierungsmöglichkeiten (Textfarbe, Hintergrundfarbe des Textes, Fettschrift, Unterstrichen) und werden von einigen Benutzern als störend empfunden. Von vielen aktuelleren IRC-Clients werden Color-Codes ignoriert. Klassische IRC-Clients haben, vor allem, wenn sie in einem Terminalfenster ausgeführt werden, jedoch bisweilen Schwierigkeiten mit der Darstellung. Insbesondere kann es hier zu Schriftdarstellung in Hintergrundfarbe kommen, oder zu blinkender Schrift, welche wiederum von vielen als lästig empfunden wird. Außerdem fehlt auch die native Unterstützung der nächsten Internet-Protokoll-Generation IPv6. Bis heute sind mIRC-Anwender auf Provisorien wie beispielsweise mircv6loader angewiesen. EntwicklungNach einer langen Entwicklungspause, in der praktisch nur Fehler korrigiert wurden, erschien im Februar 2006 mIRC 6.17, welches neben zahlreichen anderen Änderungen auch Unterstützung für UTF-8 mitbrachte. Im Juli 2006 ist mIRC 6.2 erschienen, die neben einer verbesserten Unterstützung für UTF-8 auch weitere Scripting-Möglichkeiten und mehr Möglichkeiten in der Gestaltung der Benutzerschnittstelle mit sich brachte. Die etwas angestaubt wirkende Oberfläche wurde mit mIRC 6.3 (August 2007) und 6.31 (November 2007) durch neue Symbole und ein neues, moderneres Logo angepasst. ErweiterungenDa mIRC nur die nötigsten Features zum Chatten besitzt, gibt es zahlreiche Erweiterungen, welche diverse Tools und zusätzliche Einstellungsmöglichkeiten bieten. Diese Scripts sind vor allem für Leute, die sich sehr oft im IRC aufhalten, oder für andere bestimmte Gruppen gedacht. Die bekanntesten, noch aktiv entwickelten Erweiterungen sind:
FServemIRC bietet auch die Möglichkeit an, einen Dateiserver über das DCC-Protokoll zu betreiben. Für Benutzer, die einen sogenannten FServe betreiben wollen, sind spezialisierte Scripts wie SysReset entwickelt worden, die deren Einrichtung erheblich vereinfachen. Weblinks
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