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gulli:lexikon » Portable Network Graphics
gulli:lexikon - Alle Begriffe der Untergrund-SzeneTipp: Benutze die Suche, um weitere Begriffe im gulli:lexikon nachzuschlagen. Vorlage:Infobox Dateiformat Portable Network Graphics (PNG [pɪŋ], engl. portable Netzwerkgrafiken) ist ein Grafikformat für Rastergrafiken mit verlustfreier Bildkompression. Es wurde als freier Ersatz für das ältere, bis zum Jahr 2004 mit Patentforderungen belastete Format GIF entworfen und ist weniger komplex als TIFF. PNG unterstützt neben unterschiedlichen Farbtiefen auch Transparenz per Alphakanal.
GeschichteDie Entwicklung des PNG-Formats begann Ende 1994, verglichen mit anderen Grafikformaten wie TIFF, GIF und JFIF also recht spät. Auslöser waren Lizenzforderungen der Softwarefirma Unisys für den von GIF verwendeten LZW-Algorithmus. EigenschaftenBild:PNG transparency demonstration 1.png PNG-Datei mit Alphakanal, darstellbar auf jedem Hintergrund Bild:PNG transparency demonstration 2.png Dasselbe Bild auf einem anderen Hintergrund Das PNG-Format hatte nie Patentbeschränkungen, wie dies bei GIF bis 2004 durch Verwendung des LZW-Algorithmus der Fall war, und konnte daher auch schon vor 2004 kostenlos von jedem gelesen und geschrieben werden. Es ist ein universelles, vom World Wide Web Consortium (W3C) anerkanntes Format und wird von allen modernen Webbrowsern unterstützt. PNG wurde jedoch bewusst ohne Animationsfähigkeit wie bei GIF entworfen, da hierfür ein eigenes Format (MNG) entwickelt werden sollte. Die beiden Formate sollten dann zusammen GIF vollständig ersetzen; dazu kam es jedoch bis heute (Mitte 2008) nicht. MNG ist weder W3C-Empfehlung noch ISO-Standard und wird von den meisten Webbrowsern nicht unterstützt. Mit APNG wurde unabhängig von den PNG- und MNG-Entwicklerteams ein alternatives Animationsformat geschaffen, das auf PNG basiert. PNG kann wie GIF Pixel aus einer Farbpalette mit bis zu 256 Einträgen verarbeiten. Darüber hinaus ist die Speicherung von Graustufenbildern mit 1, 2, 4, 8 oder 16 Bit und Farbbildern (RGB) mit 8 oder 16 Bit pro Kanal (also 24 beziehungsweise 48 Bit pro Pixel) möglich. Die Kompressionsrate von PNG ist im allgemeinen besser als bei GIF. PNG-Dateien können Transparenzinformationen enthalten, entweder in Form eines Alphakanals oder für jede Farbe der Farbpalette. Ein Alphakanal ist eine zusätzliche Information, die für jedes Pixel angibt, wie viel vom Hintergrund des Bildes durchscheinen soll. PNG unterstützt Alphakanäle von 8 oder 16 Bit, was 256 beziehungsweise 65536 Abstufungen der Transparenzstärke entspricht. Bei GIF ist es nur möglich, einen einzigen der Paletteneinträge als vollständig transparent zu deklarieren. Das PNG-Format erlaubt somit, unabhängig vom Hintergrund die Kanten von Text und Bildern zu glätten. Man kann echte Schlagschatten verwenden, die im Hintergrund ausblenden, oder Bilder erzeugen, die beliebig geformt sind - wenn das Programm zur Anzeige der Bilder PNG-fähig ist. Der Internet Explorer hat bis zur Version 6 Probleme mit der Darstellung von PNG-Dateien mit Alphakanal. PNG-Dateien mit binärer („ja/nein“-)Transparenz werden jedoch fehlerfrei dargestellt. Es gibt auch Umgehungslösungen zur Nutzung des Alphakanals in älteren Versionen des Internet Explorers. Die neuesten Versionen der Browser Mozilla Firefox, Konqueror, Safari, Opera, sowie die aktuelle Version 7 des Microsoft Internet Explorer für Windows unterstützen PNG weitgehend fehlerfrei. Allerdings unterstützt bis auf Safari bisher kein Browser eingebettete Farbprofile (iCCP-Chunks). Sie bieten daher kein vollständiges Farbmanagement. Eingebettete Gammakorrekturwerte (gAMA-Chunks) hingegen werden von den meisten aktuellen Browsern fehlerfrei erkannt und verarbeitet. Dadurch, dass Safari als einziger Browser auch vollständige Farbprofile wiedergibt, ist eine einheitliche und plattformübergreifende Darstellung bei Bildern im PNG-Format mit eingebettetem Farbprofil (iCCP-Chunk) zurzeit nicht möglich. Zumindest für den Browser Firefox ist diese Funktion aber für die Zukunft geplant. PNG unterstützt Metadaten und optionale Datenblöcke („Chunks“), die weitere Informationen über das Bild enthalten können, etwa zur Farbkorrektur. Diese Datenblöcke werden durch vier Buchstaben gekennzeichnet (beispielsweise tEXt für textuelle Informationen) und können mit Programmen wie TweakPNG<ref>Jason Summers: TweakPNG, englisch</ref> bearbeitet werden. Anwendungen können auch private Datenblöcke für eigene Zwecke definieren. Macromedia Fireworks verwendet PNG als Anwendungsformat und nutzt private Datenblöcke, um darin verschiedene weitere Informationen abzulegen. Dabei besteht allerdings auch Verwechslungsgefahr zu den wesentlich kleineren, normalen PNG-Dateien. Technische DetailsDateikopfEine PNG-Datei beginnt immer mit der folgenden, acht Byte langen Signatur (Magische Zahl):
Vorfilter
Um die Kompression der Bilddaten zu verbessern, unterstützt das PNG-Format verschiedene sogenannte Vorfilter, die auf die Bilddaten angewendet werden, bevor die eigentliche Komprimierung stattfindet. In vielen Bildern unterscheiden sich benachbarte Pixel nur wenig voneinander. Das bedeutet, dass die Differenzwerte dieser Pixel vom Betrag her recht klein sind. Werden nun statt der originalen Pixeldaten die Differenzwerte zu den vorangegangenen Pixeln verarbeitet, treten oft Folgen gleicher Werte auf; große Änderungen kommen nur relativ selten vor (etwa an Objektkanten). Dies begünstigt die Komprimierbarkeit der Daten und ist einer der Gründe für die geringe Größe von PNG-Dateien. PNG definiert in der derzeitigen Version fünf verschiedene Filtertypen:
Die verschiedenen Filter werden unabhängig voneinander auf jede Bildzeile angewandt; oft wählt das Anwendungsprogramm automatisch eine Filterkombination aus. In vielen Fällen bietet der Paeth-Predictor die besten Ergebnisse. Der vierte Filtertyp wurde nach seinem Erfinder Alan W. Paeth benannt. Beim Entpacken werden nach der Dekomprimierung der Daten umgekehrte Versionen der Filter angewandt, um die eigentlichen Bilddaten wiederherzustellen. KomprimierungNach dem Vorfiltern (siehe Filtertypen) werden die Daten mit dem verlustlosen Deflate-Algorithmus komprimiert. Dieses Verfahren wurde für das ZIP-Archivformat entwickelt und findet auch im gz-Format des Archivprogramms gzip und im Bildformat TIFF Verwendung. Bislang ist Deflate die einzige unterstützte Methode. Es ist aber absichtlich Raum für Erweiterungen gelassen worden, um in zukünftigen PNG-Versionen auch andere, effizientere oder schnellere Algorithmen zu unterstützen. Um Abwärtskompatibilität zu existierenden PNG-fähigen Programmen zu gewährleisten, ist derzeit eine Aufnahme anderer Verfahren in den Standard jedoch nicht geplant. Die Vorfilter sind der Grund für den meist geringeren Platzbedarf von PNG-Dateien gegenüber GIF-Dateien. Allerdings speichern viele Programme PNG-Bilder nicht optimal ab, was zu unnötig großen Dateien führt. Verschiedene Programme wie beispielsweise PNGOUT, pngcrush, OptiPNG oder andere<ref>Cosmin Truţa: A guide to PNG optimization, mit Verzeichnis von Programmen zur verlustfreien Neukomprimierung, englisch</ref> ermöglichen eine verlustfreie Neukomprimierung und oft wesentlich kleinere Dateien. Verwandte Formate
Weder MNG, JNG, noch APNG oder PNG+ sind W3C-Empfehlungen. Vorteile
Nachteile
Literatur
Weblinks
Quellen<references />af:PNG als:PNG bg:PNG ca:PNG cs:Portable Network Graphics da:Portable Network Graphics en:Portable Network Graphics eo:PNG es:Portable Network Graphics eu:PNG fa:گرافیک قابل حمل در شبکهها fi:PNG fr:Portable Network Graphics gl:Portable Network Graphics he:PNG hr:PNG hu:PNG id:PNG is:PNG it:Portable Network Graphics ja:Portable Network Graphics ka:PNG ko:PNG ksh:Portable network graphics lt:PNG nl:Portable Network Graphics no:Portable Network Graphics pam:Portable Network Graphics pl:PNG pt:PNG ru:Portable Network Graphics sk:Portable Network Graphics sl:PNG sr:PNG sv:PNG th:PNG tr:PNG uk:PNG vi:PNG zh:PNG Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Portable Network Graphics aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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