Schweiß (Jagd)
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Schweiß ist die waidmännische Bezeichnung für das Blut des Wildes und des Jagdhundes, sobald es die Blutbahn des Körpers verlassen hat; ausgenommen davon jedoch ist das nach dem Erlegen des Tieres in seinen Herzkammern vorhandene, auch von Jägern so bezeichnete "Blut". Der Begriff geht auf das altnordische Wort „Sveiti“ zurück, welches sowohl „Schweiß“ (in allgemeinsprachlicher Bedeutung) als auch „Blut“ bedeutete. In einigen Sprachstufen der Germanen gibt es teilweise für das Verb „schwitzen“ auch die Bedeutung „quellendes Blut von Tieren“.
Die von angeschweißtem Wild gelegten Pirschzeichen (Blut, Fleisch, Knochen usw.) erleichtern eine eventuelle Nachsuche.
[Bearbeiten] Abgeleitete Begriffe
- Die durch abtropfendes Blut des angeschossenen Wildes markierte Spur wird auch als Schweißfährte oder Schweißspur bezeichnet.
- Hinabtropfendes Blut eines angeschossenen, jedoch noch stehenden Tieres nennt man Tropfbett.
- Zur Arbeit in Hochwildrevieren, vor allem aber zur Nachsuche von angeschweißtem Rot- und anderem Schalenwild eingesetzte Jagdhunde werden als Schweißhunde bezeichnet. Wichtige Rassen sind der Hannoversche Schweißhund, der Bayerische Gebirgsschweißhund, die Alpenländische Dachsbracke und in jüngerer Zeit auch der Schwarzwälder Schweißhund. Bei entsprechender Ausbildung und Übungsstand kommen auch Jagdhunde anderer Rassen in Betracht.

