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gulli:lexikon » Terry Pratchett
gulli:lexikon - Alle Begriffe der Untergrund-SzeneTipp: Benutze die Suche, um weitere Begriffe im gulli:lexikon nachzuschlagen. Bild:Terry pratchett.jpg Terry Pratchett (Polen, 2004) Terence David John Pratchett OBE alias Terry Pratchett (* 28. April 1948 in Beaconsfield, Buckinghamshire, England) ist ein englischer Fantasy-Schriftsteller. Seine bekanntesten Werke sind seine Scheibenwelt-Romane, die in 34 Sprachen übersetzt wurden. Pratchett lebt mit seiner Frau Lyn in der englischen Grafschaft Wiltshire.
LebenTerry Pratchett veröffentlichte sein erstes Werk mit 13 Jahren. Es war die Kurzgeschichte „The Hades Business“, die erst in der Schülerzeitung und später im Science Fantasy Magazine veröffentlicht wurde. Bild:10TerryPratchett02.jpg Terry Pratchett (Niederlande, April 2005) Nachdem er 1965 von der Schule abgegangen war, begann Pratchett im selben Jahr eine Ausbildung zum Journalisten bei einer Lokalzeitung. Während seiner Tätigkeit als Journalist erwähnte er bei einem Interview mit Peter Bander van Duren, einem Leiter eines kleinen Verlages, dass er ebenfalls einen Roman geschrieben habe: „Die Teppichvölker“. Pratchett ist seit 1968 mit Lyn Marian Purves verheiratet; ihre Tochter Rhianna (* 1976) ist ebenfalls als Autorin tätig. 1980 wurde Pratchett Pressesprecher des Central Electricity Generating Board (CEGB). (Das CEGB war ein staatlicher Betrieb in Großbritannien, der die Aufteilung der Stromproduktion auf verschiedene Erzeugungsmethoden regelte.) Als klar wurde, dass er von seinen Büchern leben konnte, beendete Pratchett 1987 seinen Job bei CEGB. Damit stieg sein Output signifikant auf zwei Romane pro Jahr an. 2003 war er nach Joanne K. Rowling der erfolgreichste Autor Großbritanniens. Neben seinem sehr eigenen Schreibstil zeichnen sich Pratchetts Bücher durch Unmengen an Fußnoten aus. Die niederländische Übersetzung von „Good Omens“ beginnt mit einem ironischen Vorwort des Übersetzers, in dem er versichert, keine zusätzlichen Fußnoten eingebaut zu haben, um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen – ergänzt um Fußnoten zur Klärung von Omen und Crowley. Pratchett hat ein ausgeprägtes Interesse an Orang-Utans. Dieses beschränkt sich nicht nur auf die auffallende Figur des Bibliothekars seiner Scheibenwelt-Romane, einer seiner populärsten Charaktere. Er arbeitete auch für die Orang-Utan Foundation, etwa in Form eines Besuchs auf Borneo mit einer Channel-4-Filmcrew, um eine Episode von „Jungle Quest“ zu drehen, die Orang-Utans in ihrer natürlichen Umgebung zeigt. Dem guten Beispiel Pratchetts folgend, haben Fan-Events wie die Scheibenwelt-Convention die Orang-Utan-Foundation zu ihrem Anliegen erklärt. Wenn Pratchett so eine Convention besucht, findet stets eine Auktion statt, bei der Fans die Nennung ihres Namens im nächsten Scheibenweltroman ersteigern können. Alle Erlöse gehen direkt an die Orang-Utan-Foundation. Pratchetts Bücher finden ein für dieses Genre eher unübliches Echo. Eine Sammlung von Essays über sein Werk findet sich in dem Buch „Terry Pratchett: Guilty of Literature?“, herausgegeben von Andrew M. Butler, Edward James und Farah Mendlesohn; eine deutsche Studie, „The Turtle Moves!“ von Johannes Rüster, befasst sich mit kosmologischen und theologischen Fragen in den Scheibenweltromanen. Zwei weitere Bücher sind erwähnenswert, die beide von David Langford zusammengestellt wurden, nämlich „The Unseen University Challenge“ und „The Wyrdest Link“. Im Dezember 2007 gab Pratchett bekannt, dass bei ihm eine sehr seltene, früh beginnende Form der Alzheimer-Krankheit diagnostiziert wurde.<ref name="alzheimer">paulkidby.com: An Embuggerance. 13.02.2008</ref> Über die Krankheit sprach Pratchett am 13. März 2008 in einem Interview in der BBC-Radio-Sendung Today Programme. Nach eigener Aussage hat er seinen Führerschein abgegeben und Schwierigkeiten beim Maschinenschreiben. Pratchett spendete eine Million Dollar an den Alzheimer Research Trust und kritisierte, dass für die Erforschung von Demenzerkrankungen zu wenige Mittel bereitgestellt werden. "Ich würde den Hintern eines toten Maulwurfs essen, wenn mir damit geholfen wäre", sagte er.<ref>BBC: Pratchett funds Alzheimer's study., 13. März 2008</ref> Scheibenwelt-RomaneBild:Terry Pratchett signing.jpg Terry Pratchett bei einer Lesung und Signierstunde in einer Koblenzer Buchhandlung (September 2000)
Seinen Scheibenwelt-Romanen verdankt Terry Pratchett seine weltweite Bekanntheit und seine große Fangemeinde. Die Geschichten dieser Roman-Reihe spielen auf der „Scheibenwelt“, die flach ist und von vier Elefanten getragen wird, die ihrerseits auf dem Rücken einer riesigen Schildkröte stehen, welche durch das Weltall „rudert“. Bei den Scheibenwelt-Geschichten handelt es sich jedoch nicht nur um klassische Fantasy-Romane, die in einer fiktiven Welt spielen – vielmehr werden in ihnen sowohl klassische Fantasy- und Science-Fiction-Motive parodiert als auch Themen unseres alltäglichen Lebens wie Rock’n’Roll, Filme, Glaubwürdigkeit der Presse, Religion, Philosophie, Wirtschaft, chinesische und ägyptische Geschichte, Politik (z. B. Regierungsformen), Krieg und vieles mehr. Für seine Scheibenwelt-Reihe ist Terry Pratchett auch oft ausgezeichnet worden, zum Beispiel durch die Ernennung zum Officer des Order of the British Empire durch die Queen. Gut erhaltene Erstausgaben von Pratchetts frühen Scheibenweltromanen sind innerhalb der Fangemeinde sehr wertvoll: Die gebundene Erstausgabe von „The Colour of Magic“ („Die Farben der Magie“) ist derzeit mehr als £ 2000 wert. Insgesamt wurden 4500 Stück gedruckt, 506 davon wurden in Großbritannien verkauft. „The Light Fantastic“ („Das Licht der Phantasie“) wird um £ 1000–1500 gehandelt. Die Umschläge aller Scheibenweltromane, die bis 2001 in Großbritannien verkauft wurden, hat Josh Kirby gestaltet. Nach Kirbys Tod übernahm Paul Kidby, der zuvor schon Scheibenwelt-Illustrationen angefertigt hatte, die Umschlaggestaltung der britischen Ausgaben. Teilweise wurden die Umschlaggestaltungen mit farblichen Abwandlungen auch für die deutschsprachigen Ausgaben verwendet. Pratchett wird in seinem Fankreis oft respektvoll Pterry genannt, eine Referenz an die stummen P der Figuren (wie zum Beispiel Pteppic) in dem Roman Pyramiden, die ihrerseits auf Ptolemaios, den makedonischen Namen diverser Pharaonen anspielen, und obendrein eine Verknüpfung (des Initials) seines Nachnamens mit seinem Vornamen. WerkeDa bei der Übersetzung so manches Wortspiel verloren geht, sind in Klammern die englischen Originaltitel angegeben. ScheibenweltSiehe Liste der Scheibenwelt-Romane, bzw. Scheibenwelt für andere Werke rund um diese Welt. Die TeppichvölkerIm Alter von 17 Jahren veröffentlichte Pratchett The Carpet People. Die Übersetzung ins Deutsche (Alarm im Teppich-Reich, ISBN 3-7941-0142-1) übernahm Käthe Recheis, das Buch war mit Illustrationen von Jörg Müller versehen. 1994 erschien eine von Terry Pratchett überarbeitete Version des Buches. Der deutsche Titel lautete nun Die Teppichvölker (Heyne, ISBN 345307369X). Das Buch wurde von Andreas Brandhorst übersetzt, der viele der Scheibenwelt-Romane ins Deutsche übertragen hat. Terry Pratchett sagt gerne, dass er für die neue Version des Buches sein eigener Co-Autor gewesen sei. Andere Werke
ZitateEinige Zitate von Terry Pratchett haben mittlerweile Eingang in den Internet-Slang gefunden. So wird zum Beispiel die exzessive Nutzung von Ausrufezeichen im Internet gerne mit folgenden Zitaten gebrandmarkt: {{#if: en |
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Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Terry Pratchett aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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