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gulli:lexikon - Alle Begriffe der Untergrund-SzeneTipp: Benutze die Suche, um weitere Begriffe im gulli:lexikon nachzuschlagen. Vorlage:Netzwerk-TCP-IP-Netzzugangsprotokoll Token-Ring mit AppleTalk-Protokollstapel (TokenTalk)
Token Ring ist eine Vernetzungstechnologie für Computernetzwerke, festgelegt in der Spezifikation IEEE 802.5. Sie definiert Kabeltypen und Signalisierung für die Bitübertragungsschicht, Paketformate und Protokolle für die Medienzugriffskontrolle (Media Access Control, MAC)/Sicherungsschicht des OSI-Modells. Sie ist eine der beiden Realisierungsformen des Token-Passing-Verfahrens. Nachdem der Hauptvertreter der Token-Ring-Industrie, IBM, aufgrund des Aufkommens günstiger Ethernet-Switche Vermarktung und Vertrieb von Token Ring beendete, gilt diese Technologie als veraltet.
ImplementierungenBild:Tokenring.png Aufbau und Grundschema Erste Implementierungen waren Cambridge Ring und StarNET der englischen Firma Procom. Token Ring ist am IBM Zurich Research Laboratory Mitte 1980 weiterentwickelt worden und war lange Zeit Standard bei Netzwerken von IBM und damit auch bei allen, die Rechner von IBM einsetzten. IBM weicht in Kleinigkeiten vom Standard IEEE 802.5 ab. Übertragung (technisch)Grundprinzip ist die kollisionsfreie Übertragung der Datenpakete zwischen den einzelnen Stationen. Damit erreicht ein Token Ring trotz der niedrigeren Geschwindigkeit von 4 Mbit/s (Token Ring) und 16 Mbit/s (HSTR, "High Speed Token Ring") ähnliche Übertragungsraten wie ein 10 oder 100 Mbit/s schnelles Ethernet. Das Verfahren ist auch für 100 Mbit/s und 1 Gbit/s spezifiziert, wird aber kaum noch eingesetzt. Der Name Token Ring rührt daher, dass das Netz mit dem Token-Passing-Zugriffsverfahren arbeitet und dem Aufbau einer logischen Ring-Topologie entspricht. Die Anschlussart an das Medium ist damit aktiv (beispielsweise im Gegensatz zum passiven Ethernet), das heißt, die Netzwerkstationen beteiligen sich fortwährend aktiv an der Weitergabe des Tokens (siehe unten), und werden nicht nur dann aktiv, wenn sie selbst senden wollen. Token-Passing ist ein Protokoll der Schicht 2 (Datensicherungsschicht) im OSI-Modell. Der verwendete Leitungscode ist der differentielle Manchester-Code. Topologie-EigenschaftenBild:Ibm mau 8228.jpg IBM MAU 8228 Die logische Topologie von Token Ring ist ein Ring. Eingesetzt wurden aber so genannte MSAUs, MAUs (Multistation Access Unit) oder auch RLVs (Ringleitungsverteiler), die eine sternförmige (bei Verwendung mehrerer Ringleitungsverteiler eine Stern-Ring) Verkabelung ermöglichen. Diese Verteiler sind nur soweit intelligent, als dass sie nicht belegte Ports bzw. mit ausgeschalteten Stationen belegte Ports durchschleifen, um den Ring zu erhalten. Im Vergleich zum Ethernet-Switch, der eine Kollisionserkennung verlangt, sind die Anforderungen an den Verteiler minimal. Übertragung (logisch)Ein Token kreist bei Token-Ring-Netzen über den Ring: Das Token wird stets von einem Knoten an den nächsten weitergereicht. Selbst im Leerlauf geben die Stationen das Paket fortwährend weiter. Möchte nun ein Computer Daten versenden, wartet er, bis das Token ihn erreicht hat, dann hängt er seine Nutzdaten daran an. Zugleich ergänzt er das Token um Steuersignale und setzt außerdem das Token-Bit von 0 (für „freies Token“) auf 1, aus dem Frei-Token wird also ein Datenrahmen. Nach dem Vorgang setzt der Computer den Datenrahmen wieder auf den Ring, wo dieser genau wie das Frei-Token zuvor von den einzelnen Knoten weitergereicht wird. Jeder Rechner prüft, ob das Paket an ihn adressiert ist und setzt es anderenfalls zurück auf den Ring. Erhält der vorgesehene Empfänger den an ihn adressierten Datenrahmen, kopiert er die Nutzdaten und quittiert den Datenempfang. Der Sender erhält die Quittung und sendet den Token mit den nächsten Nutzdaten, oder setzt ein Frei-Token auf den Ring. Dabei darf ein Sender das Token nur eine bestimmte Zeit für sich in Anspruch nehmen, bevor er es wieder freigeben muss. Dadurch wird jedem Knoten in einem Ring garantiert, dass er nach Ablauf dieser festgelegten Zeit die Anzahl der Knoten in einem Ring senden darf. Aufbau des Token FramesEin freier Token besteht aus 3 Byte mit folgendem Aufbau:
Arten von Token Ring
FehlersituationenFehlersituationen im Token Ring werden in der Regel von einer so genannten Monitorstation (AM, Activity Monitor) behoben. Dieser AM muss nicht zwingend der Server sein, es ist meist vielmehr der Adapter, der das erste Token generiert hat. Das kann auch eine ganz normale Workstation gewesen sein:
Weblinks
Siehe auchbn:টোকেন রিং bs:Token Ring cs:Token ring en:Token ring es:Token Ring eu:Token Ring fi:Token Ring fr:Anneau à jeton he:Token ring hu:Token-Ring id:Token Ring it:Token ring ja:トークンリング ko:í† í°ë§ ms:Gelang token nl:Token ring pl:Token ring pt:Token ring ru:Token ring sk:Token ring sl:Token ring sv:IEEE 802.5 tr:Token ring uk:Token ring vi:Token ring zh:令牌环 Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Token Ring aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar. |
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