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Vorlage:Infobox Hochschule
Die Universität des Saarlandes (kurz: UdS, lateinische Bezeichnung Universitas Saraviensis) ist die einzige saarländische Universität. Ihren Sitz hat sie in Saarbrücken und Homburg. Sie wurde 1948 mit französischer Unterstützung im damals noch teilweise eigenständigen Saarland gegründet und ging aus dem von der Nancy-Université unterstützten Institut d'Études Supérieures de Hombourg hervor. Die Universität des Saarlandes vereinigte damit deutsche und französische Lehrtraditionen und hatte von Anfang an eine europäische Perspektive.
Der Saarbrücker Campus, dessen Kernstück die ehemalige Below-Kaserne bildet, und seine Umgebung stellt unter dem Namen „Universität“ einen eigenen Distrikt innerhalb des Saarbrücker Stadtteils St. Johann dar. Gegenwärtig sind fast 16.000 Studenten immatrikuliert, der Anteil ausländischer Studenten liegt bei etwa 17 Prozent. Es wird ein Semesterbeitrag in der Höhe von 131 Euro erhoben, der ein Semesterticket beinhaltet, mit dem der öffentliche Personennahverkehr saarlandweit genutzt werden kann. Ab dem Wintersemester 2007/08 werden Studiengebühren in Höhe von 300 Euro (für die ersten beiden Hochschulsemester) bzw. 500 Euro (ab dem dritten Hochschulsemester) erhoben. An der Universität sind rund 2.000 Personen beschäftigt, davon sind 15 Prozent Professoren.
Studienangebot
Das Studienangebot der UdS wird von acht Fakultäten getragen:
- Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät: mit besonderer europäischer Ausrichtung (u. a. mit dem Europa-Institut; das Europa-Institut bietet zwei postgraduierte Studiengänge an. Im rechtswissenschaftlichen Zweig, kann man neben den Grundkursen einen oder mehrere der folgenden Schwerpunktbereiche belegen: Europäisches Wirtschaftsrecht, Außenhandel, Europäisches Management, Europäisches Medienrecht, Europäischer Menschenrechtsschutz. Nach erfolgreichem Abschluss des einjährigen Studienprogramms, wird dem Absolventen der Titel „Master of Law (LL.M.)“ verliehen. Im wirtschaftswissenschaftlichen Zweig wird seit 1990 der Titel des "Master of Business Administration (MBA)" verliehen. MBA-Programm; weitere Schwerpunkte im Bereich der Informationstechnologien (Rechtsinformatik und Wirtschaftsinformatik). Es besteht die Möglichkeit, den französischen Abschluss DEUG in französischem Recht zu erwerben. Darüber hinaus bietet die Fakultät den Diplomstudiengang „Betriebswirtschaftslehre“ und den Bachelorstudiengang „Wirtschaft und Recht“ an.
- Medizinische Fakultät: biomedizinischer Schwerpunkt (u. a. Sonderforschungsbereiche und klinische Forschergruppen)
- Philosophische Fakultät I–III: fakultätsübergreifende Zusammenarbeit im Bereich der Kognitionswissenschaft (Psychologen, Philosophen und Sprachwissenschaftler arbeiten hier u. a. im Rahmen eines Sonderforschungsbereichs mit Informatikern zusammen). Das Angebot der Literatur- und Kulturwissenschaften erarbeitet u. a. neue Grundlagen für den Kulturvergleich, der auch z. B. die Erforschung der Grenzregionen als Schwerpunkt mit einbezieht. Im europäischen Kontext existieren innerhalb der Philosophischen Fakultäten der Universität des Saarlandes vielfältige, auch mehrsprachige Studiengänge, die der Universität zu interkulturellem und internationalem Rang verhelfen und sie zu einer europäischen Hochschule machen. Das Frankreich-Zentrum fasst fächerübergreifend alle Aktivitäten, die sich auf Frankreich beziehen, zusammen und betont somit die besondere Bedeutung Frankreichs und auch die Stellung des Saarlandes als Mittler zwischen Frankreich und Deutschland im europäischen Kontext.
- Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät I–III: mit fakultätsübergreifender Zusammenarbeit u. a. im Bereich der Neuen Materialien (Physiker und Chemiker arbeiten im Rahmen eines Sonderforschungsbereichs mit Werkstoffwissenschaftlern zusammen) und neuen fakultätsübergreifenden Schwerpunktsetzungen in den Bereichen Computer- und Kommunikationstechnik, Bioinformatik und Nanobiotechnologie. Vielfältige internationale Kontakte und Schwerpunkte in den Bereichen wirtschaftsnaher Forschung bieten motivierten Studenten hervorragende Qualifizierungsmöglichkeiten. Im Rahmen der bundesweit ausgeschriebenen Exzellenzinitiative wurden beide Anträge der Universität, die sie zusammen mit dem DFKI und den beiden Max-Planck-Instituten erarbeitet hat, bewilligt. In den nächsten 5 Jahren werden 40 Mio. € Fördergelder in den Aufbau und Betrieb des Exzellenzclusters "Multimodal Computing and Interaction" und der Internationalen Graduiertenschule für Informatik fließen.
Daneben gibt es studienbegleitende Angebote. Unter anderem:
- Das Sprachenzentrum bietet fĂĽr Studierende aller Fachrichtungen viele verschiedene Sprachen mit internationalem UNIcert Abschluss an.
Sonderforschungsbereiche
Zur Zeit gibt es an der UdS vier von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Sonderforschungsbereiche:
- SFB 277: Grenzflächenbestimmte Materialien
- SFB 378: Ressourcenadaptive kognitive Prozesse
- SFB 530: Räumlich-zeitliche Interaktionen zellulärer Signalmoleküle
- SFB/TR 14 - AVACS: Automatische Verifikation und Analyse komplexer Systeme (zus. mit Oldenburg und Freiburg)
Daneben existieren noch zwei Forschergruppen, ein Transferbereich und acht Graduiertenkollegs.
Forschungsumfeld
Bild:Dfki.jpg Deutsches Forschungszentrum fĂĽr KĂĽnstliche Intelligenz
Im Umfeld der Universität des Saarlandes haben sich renommierte Forschungseinrichtungen angesiedelt. Hierzu zählen:
Bibliotheken
Das Bibliothekssystem an der UdS ist zweischichtig. Neben der zentralen Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB) existieren noch 58 auf dem Campus verteilte Institutsbibliotheken.
Die SULB versorgt ihre rund 10.000 aktiven Entleiher mit Literatur aus allen Fachgebieten. Gemäß ihrem Sammelauftrag als Landesbibliothek schafft sie zudem nahezu alles zum Saarland und dem Saar-Lor-Lux-Raum an. Der Buchbestand umfasst derzeit rund 1,4 Mio. Einheiten. Im Jahr 2006 konnten noch mehr als 6000 Zeitschriftenabonnements finanziert werden, doch deren Anzahl ist in den letzten Jahren angesichts der Preisentwicklung stark rückläufig. Daneben spielen neue Medien wie elektronische Zeitschriften und Datenbanken eine wachsende Rolle. Im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Sondersammelgebiete betreut sie den Bereich Psychologie. Sie unterhält außerdem eine Zweigbibliothek für Medizin am Universitätsklinikum in Homburg.
Nach der Sanierung des ehemaligen BĂĽcherturms und dessen Umwandlung in BĂĽros und dem Bau eines unterirdischen Buchmagazins soll in den kommenden Jahren der gesamte Benutzungsbereich saniert und modernisiert werden.
Die Institutsbibliotheken werden i.d.R. als Präsenzbibliotheken betrieben.
Wissenswertes und Fakten
- Orga-TV ist das studentische Uni-Fernsehen der Universität. Während des Semesters senden die Studenten im Rahmen des Vertiefungsfaches Medien- und Kommunikationsmanagement jeden Mittwoch um 18:18 Uhr live über das Internet.
- Die UdS unterhält zahlreiche Kooperationen mit ausländischen Universitäten in aller Welt. Mit einem Ausländeranteil von etwa 17% gehört sie zu den internationalsten Universitäten in Deutschland.
- Der Hochschulsport steht allen Universitätsangehörigen offen und bietet sowohl für den Breiten- als auch den Spitzensport ein umfangreiches Angebot an. Durch die Nähe zur Hermann-Neuberger-Sportschule stehen eine Vielzahl von erstklassigen Sportstätten zur Verfügung.
Alumni
- Peter Altmaier (* 1958), Politiker (CDU)
- Karl-Otto Apel (* 1922), Philosoph
- Barbara Bredow (* 1937), KĂĽnstlerin
- Ralf Dahrendorf (* 1929), deutsch-britischer Soziologieprofessor, Politiker und Publizist
- JĂĽrgen Domes (1932-2001), Politikwissenschaftler
- Dieter Dörr (* 1952), Jurist
- GĂĽnter Endruweit (* 1939), Soziologe
- JĂĽrgen W. Falter (* 1944), Politikwissenschaftler
- Gotthold HasenhĂĽttl (* 1933), Theologe
- Winfried Hassemer (* 1940), Strafrechtswissenschaftler
- Eugen Helmlé (1927-2000), Schriftsteller und literarischer Übersetzer
- Karl Kaiser (* 1934), Politikwissenschaftler
- Reinhard Klimmt (* 1942), Politiker (SPD)
- Alfons Kolling (1922-2003), Archäologe und Landeskonservator
- Hermann Krings (1913-2004), Philosoph
- Christian Graf von Krockow (1927-2002), Politikwissenschaftler und Schriftsteller
- Jutta Krüger-Jacob (* 1963), Rechtsanwältin und Politikerin (Bündnis 90/Grüne)
- Oskar Lafontaine (* 1943), Politiker (Linkspartei)
- Wilfried Loth (* 1948), Politikwissenschaftler und Historiker
- Dietz-RĂĽdiger Moser (* 1939), Volkshistoriker, Literaturhistoriker und Musikwissenschaftler
- Peter MĂĽller (* 1955), Politiker (CDU)
- Ralf Peter (* 1968), Countertenor oder Sopranist
- Dirk von Petersdorff (* 1966), Literaturwissenschaftler und Schriftsteller
- August-Wilhelm Scheer (* 1941), Wirtschaftsinformatiker und Unternehmer
- Claus-Peter Schnorr (* 1943), Mathematikprofessor und Informatiker
- JĂĽrgen Schreier (* 1948), Politiker (CDU)
- Ottmar Schreiner (* 1942), Politiker (SPD)
- Lutz Stavenhagen (1940-1992), Politiker (CDU)
- Christina Weiss (*1953), Journalistin und Politikerin
- Uwe Wesel (* 1933), Rechtswissenschaftler
- Michael Wolffsohn (*1947), Historiker und Politologe
Siehe auch
Weblinks
Koordinaten: [[[:Vorlage:KoordinateURL]]49_15_20_N_7_2_30_E_type:landmark_region:DE-SL 49° 15' 20" N, 7° 2' 30" O]
en:Saarland University
es:Universidad del Sarre
fr:Université de la Sarre
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Universität des Saarlandes
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